Publication:
1912
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-3083
Path:
19
einem dr�hnenden homerischen Gel�chter, das er den erschreckt fl�chtenden Gegnern nachsendet. Zwei Abs�tze, die
sich nicht zur Wiedergabe eignen, sind fortgeblieben. Zur Erl�uterung sei noch bemerkt, da� unter dem �Lachsen",
den der K�nig im Anfang apostrophiert, Prinz Joseph von 5achsen-Hilbburghausen, des heiligen R�mischen Reiches
Generalissimus und F�hrer der Reichsarmee, gemeint ist, der bereits im C�rkenkrieg am H. August 573? bei
Banjalufa � und nicht am Cimof, wie Friedrich schreibt � eine Niederlage erlitten hatte. Prinz Soubife font*
mandierte die Franzosen, der Generalleutnant Herzog Viktor-Franz Vroglie befehligte das franz�sische Reservekorps;
Graf Curptn de Crtff� war franz�sischer Vrigadier. Endlich beziehen sich die Gaben und Geschenke, auf die am
Schlu� angespielt wird, auf die Neujahrsgeschenke prennes), die die Franzosen, wie sie sagten, dem A�nig von
Preu�en hatten bescheren wollen. Friedrich ruft also:
lebt wohl, ihr gro�en Helden, stolzgebl�ht,
Vie K�nige 311 zerschmettern ihr gedachtet,
Hierher gesandt von Frankreichs Majest�t,
Die herrisch mich 311 unterjochen trachtet,
kebt wohl, (Eurpirt! Ihr, Broglie und Soubifc!
Und auch du, Hachse, dessen Heldentaten
IVie einst am Cimok kr�net die Tottise,
Vbwohl ergraut, doch besser nicht beraten.
Du stehst, Zum Krieg nicht t�chtig noch geboren,
solch einen K�rperteil, und dieses hei�t,
N)ie man in blumenreicher Sprache preist.
Da� der beliebte bu Bellonas seist,
Des AnegeZaottcs liebliilg auserkoren.
Du n�rrisches und launenhaft Geschick,
Nach dir entscheidet er der Staaten Gl�ck,
Wenn er im mildesten Gefechte sich
Ganz ungehei�en wendet, geht zur�ck,
Dann l��t die Siegesg�ttin uns im Stieb,,
Und schnell Vellona n�tzt den Augenblick,
lim einen Thron zu brechen, 311 zerschmettern.
Der Trotz zu bieten schien den schlimmsten wettern.
Ach, welch ein Schauspiel rotter tust un& Pracht
verm�gen Heldenleiber zu bescheren,
Wenn auf der Flucht vor unsrsr Waffen Macht
Sic ihres R�ckens Anblick uns gew�hren.
wer also sie gesehn, zag und erschreckt,
lieg Name ist mit ewigem Ruhm bedeckt.
Erlaubt, da� ich euch im Vertrauen sage,
Da� ich nach meinem langen Mi�geschicke
Den schonen Lorbeer dieser Niederlage,
Den ich von der Begegnung mit euch pstncke,
verdanke eures K�rpers sch�nstem Teile,
verdanke eurer R�ckw�rtskonzentrierung.
Solange es gef�llt der himmlischen Regierung,
Auf meinen Weg euch Helden mir zu senden,
(?) m�gt ihr stets bas Antlitz von mir wenden,
Dem menschlichen Geschlecht zum Gl�ck und Heile.
Ihr Cintagshelden, wandert in die Fern',
Ihr parf�mierten und so artigen Herrn!
Begrabet euch in eures Hanfes R�umen;
Dort m�gt ihr von galanten Caten tr�umen.
Ihr stolzen pompabourff^en Koryph�en,
wohlan, la�t eure Siegesbonner mrhen
�
Nur mSg an andern �rten es geschehen.
Doch soll ich euch, falls ihr den Ha� bewahrt,
mit meinen Gegnern stets im Nund gepaart,
Auf dieser Kampfesst�tte wiedersehen,
Erwarte stets ich Gaben gleicher Art.
wer m�chte es in Wahrheit glaubhaft finde�,
Ha� wir just darauf unfern begr�nden?
Ich seh euch, ruhmbedeckte Feldherrn, scheiden
Aus diesem land, wo euch Gefahren drohten,
von diesen Triften, diesen fetten weiden �
Mein letztes lebewohl sei euch entboten.
2*
                            
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