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Aus den Poesien Friedrichs des Großen : Deutsche Übersetzungen

Full text: Aus den Poesien Friedrichs des Großen : Deutsche Übersetzungen

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Als Lyriker zeigt sich Friedrich in �er im 2H�r$ 1,733 verfa�ten Vde �An den Fr�hling" :^
Gebrochen endlich ist des Nordsturms Toben,
Er ist vorm Vlumengott baDongeftoben.
Und auch bes b�sen wintergottes ??eer,
Frost, K�lte, Lis und Schnee, regiert �ich! mehr;
Denn von den Fluren, die es arg verheert,
Ist's in der lavpeil land zur�ckgekehrt.
3chc>n l��t de5 (Tags Gestirn in breiten Wellen
Sein leuchtend licht auf uns herniederquellen;
schon n�hert, auf dem taufe durch bas All,
Die (Erbe kreisend sich dem Sonnenball;
Schon sp�rt sie OHZbus, unter dessen Strahl
Das keben neu erwacht in Berg und Cal,
Sich olles schm�ckt mit bunten Farbent�iie,,,
So Vusch und Au, die Vlumen und die Sch�nen,
Iv�r' p^�bus nicht und seiner Strahlen Glichen,
Vliel�' alle Kunfr von pesne^ vergeblich M�hen.
Vhn' ihre starke kfilfe gab' es nimmer
In der Natur den �u�ern Schm�ck und Schimmer.
Und auch der Mensch, vor H�tte zitternd, liebend,
Sp�rt' niemals neue Kraft, ihn frisch belebend.
Das leuchtende Gestirn, 311 feinem h�chste,. Gl�ck,
W�rmt ihn und ruft ins leben trju zur�ck;
?s weckt fein warmer strahl in utifrer Nrnst
Die Arbeitsfreude und die kiebeslnft.
Den G�rtner pflanzen, schneiden an den Zweigen.
Sobald die S�fte in den B�umen steigen,
Beginnen Knospen rings hervorzubrechen,
Die zarte Blumen, Fr�chte uns versprechen.
Narzissen, Rasen auf den Veeten sprie�en,
Die Tust mit D�ften f�llend, holden, s��en.
Die Biene summt, es kriecht der Wurm
�
ihr seh!:
Zu neuem leben alles liier ersteht!
Wie mue Kraft sich reget allrrw�rtZ,
So nun auch in des trotzigen Kriegers Herz."
Jetzt 511 den Siegesbannern ruft es tint,
Ver mutbefeeit uni� voller Disziplin,
Dein winters langemeile nie gefiel.
Er liebt allein bas kriegerische Spiel.
Ihr seht in Bataillonen unfve Recken,
InReih und Gliedern, Flur und Feld bedecken.
?in tiefes Schweigen herrscht in ihren Reihn;
Denn Mars st��t p�nktlichen Gehorsam ein.
Man sieht viel tausend Arme sich bewegen
Im Haft und auf Kominanbo sich nicht regen,
Gebrauchen mit viel Kunj� das Mordgewehr.
Die einen f�rchten, andre Hebend sehr;
Denn unfern Freunden ist es Schirm und Schutz,
Doch unser� Feinden bietet's mannhaft Trutz.
ImFrieden Schmuck und Zier, m Krieg sehr n�tze,
Ist C5 dem heiligen Zorn stets starke St�tze.
Ans ihrem leufelsrohr, Gewehr, Gefchiitz
Entsenden krachend sie den Fruerblitz.
Voch kaum, da� sich des Pulvers Dampf zerstreut,
So ladet der Soldat und schie�t erneut.
Vedeckte Strom und Flu� bas starre Lis,
Auch dieses f�hlt de� strahl der Sonne hei�.
Befreit str�mt bald das Wasser frisch und klar
U'ld beut der Schiffahrt feine Dienste dar.
Hoch auf der Verge Gipfel schmilzt der 5chnee,
Das Wasser st�rzt hernieder wildund j�h,
�Es sch�umt und braust, in schnellem tauf es flieht,
Vis schl�ngelnd es durch sanfte T�ler zieht.
Und wachsend nimmt der Flu� in feinem tauf
Vie Fluten tausend kleiner V�chc auf,
Er kommt als m�chtiger Sltotn daheigezogen
Und st�rzt ins Nleer, sich mischend feinen wogen.
Vor diesem H�llenl�rme voller (Traufen,
Des Krieges Abbild, und der St�rme Brausen
e,5. ;on �IU3. � Antoine Pesne, der Hofmaler Friedrichs.
� * So schreibt auch der K�nig am ?. Mai ;??o aus Potsdam an seine
Nichte wilhelmine von Vranien: �wirexerzieren hier mit Macht; Du wei�t, das ist eine Epidemie, die jeden Fr�hling hier herrscht,jedoch ihre bestimmte Zeit dauert und Anfang Juni erlischt." vgl. Politische Correspondent Friedrichs des Gro�en, Vd. 2?, 3. Hk8.
        
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