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Miscellanea Zollerana

Full text: Miscellanea Zollerana

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Zu v. [3Ibtieiguit(jFriedrichs gegen Rheinweins :Die Anekdote
ist schon gedruckt 1; durch sie wirb die Erz�hlung in den Ungerschcn
Anekdote� (VI,Hg) widerlegt, da� seine Abneigung gegen den Rhein?
wein die Folge eines Rausches gewesen sei, den er als Kronprinz
gehabt habe. Neu hingegen ist die Mitteilung, da� er von seinen
G�sten allein den Generalen Fouque, dem alten Freunde aus der
Jugendzeit, und Dtesfa�, dem Chef seiner Artillerie, Rheinwein vor-
setzen lie�. So schreibt der K�nig auch am April >,rsH an Fouque:
�J'ai encore quelque vin du Rhin de l'ann�e 1684; si vous
en voulez, mandez-le-moi, ilsera ? votre service. Ily a
encore aussi du vieux vin de Hongrie. Vous n'avez qu'?
dire un mot, et vous l'aurez." Als Fouque sich dann f�r den
�Oxycrat ancien du Rhin" entscheidet, teilt Friedrich am l.s.
ihm mit; ,Je vous envoie, mon cher ami, du vin vinaigre duRhin, comme vous me l'avez demand�." Und nochmals,
drei 3a re sp�ter, am (2. !7ovember 5?�?: �Mon cher ami, je
vous envoie ...quelques bouteilles de ce vieux vin du Rhin
que vous aimez." 3
Mann nochmals in der Korrespondenz Friedrichs mit seinem Vruder
Prinz Heinrich w�hrend des Jahres 5??? auf. Dabei lernen wir
ihn �on einer neuen Seite kennen. Am 2. Juli k�ndigt n�mlich der
K�nig dem Prinzen an: �Saint-cBermain, dieser ber�hmte Abenteurer,
kommt hierher; er nimmt sich vor, uns 311 besch�tzen und um
6 Millionen Einkommen uns 311 bereichein. Ich glaube, niemand
w�rde eine Pension wollen, die auf diesen Fonds angewiesen w�re." 1
Am 9. f�hrt Friedrich fort: �3aini-Germain ist noch nicht angelangt;
vielleicht wird er sich anders besinnen, weil ich ihn �ber den bei uns
herrschenden Geist der Ungl�ubigkeit habe unterrichten lassen. Ich
schicke Dir, lieber Vruder, eine von ihm mir zugestellte Denkschrift,
die alle seine Aunstst�ckchen enth�lt, auf die er sich versteht." Die
Denkschrift liegt nicht bei; wahrscheinlich aber handelt es sich um
3aint-Germains lebenselixir und nicht um die Annst, Gold lier-
zustellen; denn der K�nig schlie�t: �wenn er Gold 311 machen w��te,
w�rde er sich selbst damit versorgt haben; bas ist ein verbrauchtes
Lockmittel, bas er nicht einmal vorzubringen wagt. Die einzige Art,
wie wir Gold gewinnen k�nnen, besteht in der Vermehrung des
Ackerbaus und des Handels."'F�r seine Auffassung der Gicht als eines ererbten ?eibens ist
die Aeu�eiung, die er inErwartung eines Gichtanfalles imFebruar
1768 dem Prinzen Heinrich gegen�ber macht, von besonderem Inter-
esse: ,Je dois souffrir des preuves de ma g�n�alogie, tant du
c�t� paternel que du maternel." 3
Die Anekdoten �ber den Vberstallmeister Graf Friedrich�
Albrecht Schwerin, die ebenfalls in dem Sch�'mngschen Manuskript
von 5795 sich finden, sind in dem Aussatz liber den Grafen Zchwerin
(oben 5. !63f.) mitgeteilt.
Zu VI bis VIII. [�a Croze, Christian VII. von D�nemark
und Saint- (Sermain]: Diese drei letzten Gefchichtchen geh�ren, wie
die von Kaiser leovold und feinem leibarzt^, 311 jenen, die der
Ronig als am�sante Anekdoten bei Tisch zu erz�hlen liebte.
Anhang.
�Einige Anekdoten und Charakterziige von
Friedrich dem Gro�en.""Vekannt ist das Urteil, das Friedrich �ber den gelehrte�Vibliothekar und ehemaligen Senebiftiner laCroze nach dessen Tode
in einem Vriefe an Voltaire f�llt^: �Nous venons de perdre
l'homme le plus savant de Berlin, le r�pertoire de tous les
savants d'Allemagne, un vrai magasin de sciences; le c�l?bre
M.de La Croze vient d'?tre enterr� avec une vingtaine de
langues diff�rentes, la quintessence de toute l'histoire et une
multitude d'historiettes dont sa m�moire prodigieuse n'avait
laiss� �chapper aucune circonstance."
I.Monsieur Guibert, dans son �loge du Roi*, erw�hnet
die mi�liche l�ge des K�nigs vor der Zchlacht bei liegnitz und sagt
unter anderem: wie er einen Marsch �ber ben General Caubon
gewonnen, diesen geschlagen und sich auf solche Weise ans einer
sehr gefahrlichen l�ge gezogen usw. Hierzu h�tte ich dem Guibert
gerne folgende Anekdote oder vielmehr Stratag?me, so wie ich es oft
aus dem Munde des K�nigs geh�rt, geliefert:
Graf Saint- Germain spielte zu Anfang des Wahres >?6en vom I,3unt
\~3$, vgl. Vrlrfw�hsel Filedllch; &es (Pr�gen mit Voltaire, ijerausg. bon Kd(k und
Drofs�n, St>. 4, 5. 22<* (publifationen aus d�n K�nig!, pieu�. Slaanarchioen, Vd.Sl;
telfzlg IM�) und Fester, Di? Vn^rruthrr Zchweftrr Friedliche d� (Brogen, S. 27ff-
(Ser?in (902), � � Vgl, �politift^e Corresponde�! Fiiediichs de� Gro�en", Bb. l.?,
5. (93, 356, 620.
�
7 Schreiben Voltakts- vom 15. Apiil, Antwort Friedriche vom,
h mai 1760:vgl, Wofer und Vrofsen. Vrlrfwechlel. ?�b, 3. S. $7 a. (02 (leidig 19U)- �
� vgl. ?uvres, Ad.5, ?. 33f.
� Verlin, &ef)riMts Staalzarchl�.
�
a vgl. ?uvres , Vd. 26, S. 39B.
�
a Di* ettfluterntiBen ngl. oben 5. 292ff.
� *
M�logc du roi de Pru��", 5. 99f.
(�erlin US?). � � vielmehr :Are,lau.
        
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