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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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Verthold VII. von Graisbach und Marstetten, war �procurator generalis superioris Bavariae" und Aaiser ?u6n>ig$
�Heimlicher" (bas ist Geheimer Rat) und starb J3<*2. Am 5. Juli J3^ h�ren wir, da� die Witwe ihre Hand bereite
wieder dem Grafen Albrecht II.von Heiligenberg (gest. vor 6. Januar jI?I) gereicht habe. Die j�ngste de5 �chwestern-
freifes, Burggr�fin Katharina, die nachweisbar von 1323�^373 gelebt hat, wurde im Jahre \333 die Gemahlin
des Grasen Eberhard von Wertheim (gest. 2^. August
Erheblich ergiebiger stie�t dagegen der 5trom der Nachrichten, die von den Vr�dern, namentlich den
regierenden Burggrafen Johann II., Aonrad II. und Albrecht handeln. Auch �ber den �u�eren lebensgang
Friedrichs und Vertholds sind wir ziemlich gut unterrichtet. Beide wurden im Interesse des Familienbesitzes,
vielleicht auch aus religi�sen Gr�nden, dem geistlichen Stande zugef�hrt. Jenen finden wir als Chorherrn in
Bamberg, zehn Jahre sp�ter in gleicher Eigenschaft in Regensburg und Lichst�dt. Friedrich war Propst zu
Ansbach, am November 53H0 sirovst zu Regensburg, wo er um das Jahr als Bischof das Zeitliche segnete.
Sein Bruder Verthold trat im Alter von Jahren in den Deutschorden ein, war in den Jahren �
�landkomtur zu Franken" und Deutschordenskonltur in Virnsberg, erhielt dann die geistlichen weihen, ward am
;2. Juni 535; Bischof von Lichst�dt und �Hofkanzler" Kaiser Aarls IV. Lr starb an, 5s. September
auf der WillibaldsburZ bei Gichst�dt und fand im Aloster Heilsbronn seine letzte Ruhest�tte.
Aus derselben linie des Hauses Askanien, der die Vurggr�fi� Helena entstammte, wurde etwa 432 Jahre
sp�ter ienen, Markgrafen Johann, der auf dem Gebiete der Hermetik eine wunderliche Rolle gespielt hat und der in
der Geschichte seines Hauses den Beinamen �der Alchemist" f�hrt, eine Lebensgef�hrtin bestimmt.
Johann war der �lteste Sohn des Aurf�rsten Friedrich I. von Brandenburg und der �sch�nen Eis". Ihm
h�tte also nach den Bestimmungen der Goldenen Bulle die Nachfolge in der Nur geb�hrt. Da� er trotzdem durch die
am ?. Juli vom Vater mit Zustimmung der m�ndigen S�hne � Johann, Friedrich stl.j und Albrecht (Achill) �
in der Form eines Hausvertrages errichtete �Vi5p05itio I?ri6encian�" von der kurf�rstlichen W�rde ausgeschlossen wurde 2,
hatte zweifellos in der unzul�nglichen Pers�nlichkeit des Markgrafen seinen Grund, entsprach aber wohl auch seinen
eigenen w�nschen. Er war eine stille, beschauliche Natur, der der ruhige Genu� behaglicher Lebensfreude und die
ungetr�bte Befriedigung literarischer Neigungen h�her galt als die w�rde des kurf�rstlichen Amtes mit seinen tasten
und M�hen und Sorgen.
Schon als Rind von f�nf Jahren � am 25. August � wurde Johann mit der sechsj�hrigen Barbara,
einer Tochter des Aurf�rsten Rudolf von Sachsen-Anhalt, verlobt. Und schon f�nf Jahre darauf � zu Ansang des
Jahres 5^6 � ward die Vermahlung der beiden f�rstlichen Rinder gefeiert. Die schwierigen Verh�ltnisse, mit denen
der neue Aurf�rst Friedrich I, in der Mark zu k�mpfen hatte, und die allgemeine politische l�ge mochten den beider-
seitigen V�tern den Wunsch nahegelegt haben, durch schleunigen Abschlu� einer engen Familienverbindung die Interessen
ihrer H�user nach M�glichkeit zu f�rdern. F�rstliche Heiraten hatten damals und auch sp�ter rein politische und
praktische Erw�gungen zur Voraussetzung. Die Stimme des Herzens fand dabei kein oder doch nur geringes Geh�r.
Andere Aunde �ber die Pers�nlichkeit der jungen Askanierin und ihr ferneres kebensschicksal an der Seite des
Hohenzollernsohnes ist nicht auf uns gekommen. Wir h�ren nur noch, da� sie sich des Besitzes von drei T�chtern �
ein Sohn Rudolf wurde nur wenige Monate alt � erfreuen durfte. Die �lteste, die den Namen der Mutter f�hrte,
trat zehnj�hrig im November als Gemahlin des Markgrafen kudwig Gonzaga in den gl�nzenden- Areis, den
die hervorragendsten Vertreter der aufbl�henden Geisteskultur Italiens am Hofe der Gonzaga in Mantua geschaffen
hatten. Da es die damals in Italien herrschende Art erforderte, da� die vornehme Frau nicht nur an Bildung,
* Schon fr�her (U9*) waren zwei s�hne des Burggrafen Uonrad (des Abenbergers) namens Friedrich und Kottrab dem Deutsche
ordeu beigetreten und wirkten (299 bzw. 1303 als Komture in virnsberg. � * weiteres dar�ber und �ber Johanns leben bei H.schuft�
und F. Wagner, Die Jugend und Erziehung der Uurf�rften von Vrandenburg und K�nige von Preu�en. I. 3. 53 ff. �
" KrifteUer,
Barbara von ZITautaa (HahenzollerN'Iahrbllch 5399, S.sbff.); Hoffmann, Barbara von Hohenzollern, �Uat?graf?rt von Mantua (4<- Jahres-
bericht des Hist. vec. f�r IMrtelfranlen. \98\).
        
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