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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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mahl wieder bey nur zusprechen so soltc es mir von Herzen erfreuen, absonderlich wann dieselben alles vergangene
vergesen und nicht mehr daran gedenken weiten. Ich wei�, dieselben gedenken doch noch zu weillen an mich und
haben mich noch nicht ganz vergehen, welches ich an meinen theil nie unterla�en Uan �fters zu thun, wie ich denn
dieselbe gottes gn�digen sch�tz und obhut getre�lichst empfehle und mit aller treuen liebe und ergebsnheit stetigst verharre
Madame
votre tr?s fid?le Epous
et Serviteur
F."
�P. S.
wan Ew. kibd. un�er Cochter sehen selten, so w�rden sie sich gewi�lich wundern; sie ist, wo ich mich recht
besinne, schon eben so gro�, wo nicht gr��er al� eben dieselben sind; sie siehst Ihnen nat�rlich gleich. Vitte aber
sehnlichst, diesen brief niemand zu geben. Sie ist recht artig, spihlt auf dem Clavir, schreibt gut einen franz�sischen
brief, macht auch einen guten vers und kan aller Hand artige arbeith machen, ist auch �berhaubt wohl erzogen. Wen
dieselben die Christiane sehen wollen, so m��en sie bald Aommen und zwahr noch in diesen Jahr, da sie, wie ich
schon wei�, A�nfftig fr�hjahr herrau� Aommen. Ew. libd. A�nten also, wan es denenselben so belibig, die rour
grad bi� I^mborS thun, wo dieselbe in der statt lanclen, wo da� beste Iv^is. abtretten A�nten, da den nicht ermangelen
werde, dieselben abzuhalten; es m�ste aber niemand wi�en, wer sie sind und sie nur erstlich wi�en, da� eine 6ame
daselbst ankomen, die mich um wa� wichtiges zu sprechen h�tte."
Die freundliche Einladung des Markgrafen und die Erinnerung an das einzige Aind r�hrten zwar das herz
der vereinsamten, vermochten aber ihren Sinn nicht umzustimmen. In ihrer durchaus vers�hnlich gehaltenen Antwort
bat sie Friedrich Christian, von ihrer �Persohn v�llig zu abstrahiren" und sie in ihrer �bisherigen Lebensart zu lassen".
Gleichzeitig aber ermahnte sie ihn, sich im Interesse des Hauses mit einer �gesunden jungen Dame" zu verm�hlen.
Sie sei in der tage, �ein und die andere Prinzessin" ihm vorschlagen zu k�nnen.
Als alle Mittel, zu der vom Markgrafen gew�nschten Verst�ndigung zu gelangen, ersch�pft waren, sprach
das hochf�rstliche Aonsistorium zu Bayreuth am 50. Januar 5 764 die Scheidung der Ehe aus. Eine neue einzugehen,
wie victorie Charlotte ihm geraten, war dem alternden Herrn nicht mehr beschieden. Am 20, Januar 4?6Y wurde
er aus �diesem irdischen Jammertal" abberufen. Mit ihm erlosch der Mannsstamm der j�ngeren kinie Vayreuth.
1 Vie Prinzessin wurde in Kopenhagen am Hofe ihrer Tante erzogen. Ziehe l7ot(cit3oHem -Hahrbllch W, 5. (3;
        
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