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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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Im Jahre verlobte sich der talentvolle F�rst mit feiner Confine Cuise von Brandenburg -Schwebt, �einer
Dame, die ebenso ausgezeichnet durch den Ausdruck und die Sch�nheit ihrer Gesichtsz�ge, durch die Hoheit ihrer Gestalt,
ihre w�rde und Haltung, als dura? Me Feinheit ihrer bitten, die vortreffliche Bildung ihres Geistes und herrlichen
Aunstsiuns sich die hohe Gunst K�nig Friedrichs des Gro�en und durch die Reinheit ihres Herzeng und ihre, ungez�gelte
Religiosit�t die Liebe des F�rsten erworben hatte". 3m Derein mit dieser Gemahlin schuf or die gro�artigen Park-
anlagen von ID�rlitz. die noch heute ungez�hlte Pilger
scharen von nah und fern herbeiziehen. U)a5 der treffliche
F�rst sonst f�r die Wohlfahrt seines Tandes geleistet,
geh�rt der Geschichte an.
beider war seine Ehe keine besonders gl�ckliche.
Es zeigte sich bald, da� die Charaktere der �beiden treffe
lichen 2,Nenschen" nicht �bereinstimmten, so sehr sie auch
in geistiger Veziehung harmonierten. �Doch ehrte Franz
seine Gemahlin hoch, wie sie ihn und kam mit gro�er
Zartheit stets auch dem leisesten ihrer W�nsche entgegen."
Diel mag Zu den ungl�cklichen Verh�ltnissen der Um
stand beigetragen haben, da� die F�rstin infolge ihrer
schwankenden Gesundheit gen�tigt war, j�hrlich viele
Monate im s�dlichen Alima zuzubringen.
(807 nahm Franz im Derein mit dem F�rsten
Don AnhaltC�then den Herzogstilel an. Schwere Schick
salsschlage suchten ihn an der Schwelle des Alters heim.
Zuerst entri� ihm der Tod am 3 \.Dezember \8\\ seine
Gemahlin. Ihr folgte am 27. Alai der einzige
Sohn, Erbprinz Friedrichs, in die Ewigkeit nach. Doch
hatte der greise Herzog noch die Freude, da� sich sein
�ltester Enkel, der Erbprinz Leopold, im Jahre \S\6 mit
Prinzessin Friederike von Preu�en verlobte. Die Ver-
m�hlung des Brautpaares aber hat �Vater Franz" nicht
mehr erlebt ssiehe S. 276).
5. Hohenzollern^reu�en und Anhalt^Dessau.
Die kleine �Ixe", die, wie wir noch erfahren
werden sS. 232), ihre 2Nutter nach Franken be-
gleitet hatte, kehrte nach Verlauf weniger Jahre von
dort zur�ck, fand am gastlichen Hofe des preu�ischen
A�nigspaares bis zu ihrer eigenen Verm�hlung eine
Seine iin& (einer (PcninMiti tT?arf^r�f�ti �nifc u. Brdnfcenbutg>5djtwW llntprjcejriftcit
liebevolle Heimstatt und war, namentlich in den tr�ben Tagen von K�nigsberg und Mcmel, gar h�usig der Gegen-
stand harmloser Neckereien pon feiten des dazu best�ndig aufgelegten Aronprinzen. Mit dem Spitznamen �Filzis"
oder �Aachla Filzis", den er ihr nach irgendeiner phantastischen M�rchenfigur beigelegt hatte und der dem sch�chternen
Rinde anfangs vielen Rummer bereitete und ihr h�ufig hei�e Tr�nen entlockte, hat sie sp�ter humorvoll sich abgefunden.
1 Geb, 27. Dezember 5769, Dcrm�blt I2.3uni (792 mit Christiane Amalie, Tochter des Landgrafen Tudwig Wilhelm Christian
pou Hessen- Homburg, geb. 29. Juni (77t, gest. 3. Februar � 2 Eine dieser l�ufigen Nrckszenen schildert Helbriicf in seinem Cage-buch, III, 5. yrff. (Mon. Germ. Paed. 40.)
        
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