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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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Den I.H. Mertz reiften 3^rc Hoheit Mc F�rstin von Anhalt mit der Prinzessin Henriette wieder von uns,
nachdem Sic von Sx. Churf�rstl. Durchl. nicht allein in der Residenz, sondern auch auf den tmyften Churf�rstlichen
kusth�usern auf bas pr�chtigste betmrtr/et und aufgenommen worden.
Der Abzug solle mit derselben Pracht al� wie der Einzug geschehen. Nach erhaltenem 2NittaZs-Mahl allier
zu Berlin stellen sich die gardes du corps wie auch die Schweitzer garde nebst den �tats-Autschen in dem innersten
Schlo�pl�tze, dahingegen die granadirer den �u�ersten Schlo�platz einnahmen. Vie Cadets stunden auf der Vurgfreyheit,
und weilen der Auszug �ber die Iungferbr�cke und durch die Vorotheen-Stadt geschehen solle, so hatten Sie sich die
Vurgfreyheit herunter, so weit sie reichen konten, und nach Ihnen, von der Iungfernbr�cke an, bi� an die �u�erste
Vr�cke der Dorotheen-Stadt die garde zu Fu� von beiden Seiten gestellet. Die gardes du corps singen den march
an, und ein D�tachement von Ihnen blieb hinter dem Churf�rstlichem wagen und beschlo� den (Jansen Zug, gleich
wie die Schweitzer hingegen abermals, wie b^ dem Einz�ge, in zweyer Cinien vor dem wagen ?jermarchirten.
bey dem letzten Hause der �u�ersten Vorstadt blieben die Schweitzer stehen, die gardes du corps aber zogen bis an
die Vr�cke, da man Abschied genommen, und gaben, nachdem Sie sich gestellet, dreymalige Salve, welche insonderheit
auch von den W�llen aus einer gro�en Menge (Juanen, und unter andern auch aus 30* ganzen Carthaunen mit
einem so viel gr��licherm Gekrach und Donner gegeben ward, al� mau eben dadurch Se. Durchl. den �?arggraf
Philip als General Feldzeug Meistern desto mehr beehren wollen.
Se. Churf�rstl. Durchl. begleiteten diese angenehme G�ste bis siotzdam, von dannen Ihre Hoheit Tages darauf
nach Dessau, Se. Durchl. Marggraf Philip aber mit seiner Gemahlin nach Schwel gegangen.
Ihre Hoheit haben nicht weniger, al� auch Se. Durchl. Marggraf Philip sehr ansehnliche pr�sente an die
meysten Hofleute, die nur einigen Antheil an Ihrer Vewirthung und Bedienung gehabt, vor Ihrem Abz�ge austheilen
lassen, unter welche Sie beiderseits auch mich, den Orcmunien Meister, nach Ihrer Gnade haben zehlen wollen."
Das markgr�fliche Paar bezog sp�ter das stattliche weilersche Haus, an dessen Stelle sich heute das schlichte
Palais weiland Aaiser Wilhelms I. erhebt.
Das Gl�ck dieser Ehe w�hrte nur wenige Jahre. Schon am 59. Dezember 5?^ nahm ein rascher Tod den
Markgrafen Philipp in der Vl�te seiner Jahre von der Seite seiner Gemahlin. An seiner Vahre trauerten drei Ainoer:
die Markgrafen Wilhelm und Heinrich und die Markgrafin Henriette Marie.2 Drei andere Rinder waren jung verstorben.
Markgraf Heinrich ward sp�ter ein eleganter, leichtlebiger Offizier. Er war �nicht ohne Witz, jedoch ohne
den Takt, seiner Zunge zur rechten Zeit Schranken anzulegen". Als Gberst des Infanterie-Regiments Markgraf
Philipp, das in Prenzlau in Garnison stand, nahm er am rheinischen Feldzuge teil, erregte aber als er sein
heinikehrendes Regiment in Verlin dem obersten Ariegsherrn vorstellte, den Unwillen des A�nigs, der sein Tun und
Treiben schon l�ngst mit Mi�fallen beobachtet hatte.
Die besorgte Mutter war der Meinung, dem ungez�gelten Charakter ihres Sohnes am besten durch die
Verheiratung mit einer klugen und energischen Frau begegnen zu k�nnen. Diese aber glaubte sie in ihrer Nichte
keopoldine", einer Tochter des F�rsten tcopold von Anhalt-Dessau, gefunden zu haben.
Die Prinzessin, ein lebhaftes, eigenwilliges Rind, hatte ihre Jugend in Dessau und in Granienbaum �in
munteren und oft wilden Spielen mit ihren Geschwistern verlebt". Mit geistiger Arbeit wurde sie, wie alle Rinder
des F�rsten teovold, nicht sonderlich behelligt. Sie lernte franz�sisch sprechen und geno� einen guten Religionsunterricht.
was ihr an Kenntnissen abging, wu�te sie durch rasche Auffassungsgabe und klaren Verstand zu ersetzen.
1Geb. 2?. Dezember ;?o� im Schlosse zu Granienbaum, gest. H.M�rz 577; im Schl�ffe zu wildenbruch, beigesetzt^?. M�rz 17? iinder
Stadtkirche 31� 3chwedt; verm�hlt (o, November (?34 im Schlosse zu Potsdam mit Prinzessin Sophie von Preu�en, Tochter des K�nigs
Friedrich Wilhelm I., geb. 25, Januar 1,7^9 im Schlosse zu Verlin, gest. (,3. November 1765 im Schl�sse zu Schwedt, beigesetzt te.Nov.
l?65 in der Stadtkirche daselbst. � * Geb. 2. M�rz !?�2, gest. 7. Mai ;?�2 im Schlosse zu K�penick, beigesetzt (a. Mai) 1782 in der Schlo�,
tilche daselbst, dann (85( im Dome 311 Berlin; verm�hlt 8, Vez. \7\f> imSchlosse 311 Berlin mit dem Erbprinzen Friedrich von W�rttemberg,
geb. 2^.Dezember <6Y8, gest. 23. November ;?2f. � 8 A.v. witzleben, teopoldine Mari�, ITtarPgr�fln von Vrandenburg-Schwedt, geb. Prinzessin
von Anhalt. �)�ffau und Vallenstedt (870.
        
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