Path:
Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

268
den, Aurprinzen zur Seite, der Aapitain der Schweizer Garde Oberst 6u Schweizer Garde in zwei tinien
zu Fu� mit ihren vergoldeten Partisanen auf der Schulter. �e trug ihre gew�hnliche reiche Tracht, Sammeth�te mit
wei�en Stutzfedern, jede tinie mit stiegenden Fahnen, von Gfstzieren gef�hrt, mit klingendem Spiel, reichte bis zu
beiden Seiten der kurf�rstlichen Rutsche. Aurz vor dieser ritt der Stadtmeister von Vaur.
Die Aurf�rstliche Staatskutsche war von ungemeiner Gr��e, in- und auswendig reich mit Gold verziert, von
acht muthigen schwarzbraunen Hengsten gezogen, deren Geschirr ebenfalls mit Gold bedeckt war. Vie neuverm�hlte
Markgr�ftn hatte darin den ersten Platz. Neben ihr sa� ihre Mutter, die verwitwete F�rstin, und ihnen gegen�ber der
Kurf�rst und seine Gemahlin. Neben der Rutsche gingen die Aurf�rstlichen kakeien und heyducken zu beiden Seiten
in der Aurf�rstlichen tivree, Aarmoifin und Gold auf blauem Tuche. Hinter der Rutsche ritt der General der Garde
du Corps, Aammerherr von I'etwu. Dann folgten die ganze Garde, die Aurf�rstliche Prinzessin, neben welcher die
Prinzessin Henriette sa�, die Rutsche der Vberhofmeisterin und des Rurf�rstlichen Frauenzimmers, die Reisekutsche der
fremden Herrschaften, das Aurprinzliche Regiment zu Fu�, welches den Zug beschlo�.
w�hrend des Einzuges wurden die Aanonen dreimal von den wallen gel�st. Vas Aurprinzliche Regiment
hatte die Stra�en vom leipziger Thore bis zur Gertraud-Vr�cke, die Garde zu Fu� von hier an die ganze Vreite
Stra�e entlang besetzt. Vie Radets standen an der Stechbahn, die Grenadiere am �u�ersten Schlo�platz. Nachdem
das Regiment Rurprinz zu Pferde sich auf der Vurg- (Schlo�-) Freiheit und die Garde du Torps sich im inneren
Schlo�platz aufgestellt, gab jede Truppe f�r sich eins Dreimalige Salve. Ver Einzug w�hrte �ber drei Stunden und
war so prachtvoll, da� neun anwesende fremde Minister sich dar�ber besonders aussprachen."
�Desselben Abends, al� man angelange!, ward in dem or^nien-Saal offene Tafel gehalten, so wie es auch
die drcy nachfolgende Tage geschehen, in welchen Se. Churs�rstl. Durchl. dem neuverchlichtem Durchl. paar zu
Ehren eine Nachhochzcit halten wollen und Ihnen auch da�wegen an der Tafel die 5 Tage �ber alle Mahl die
Gberstelle gegeben.
Se. Durchl. Marggraf Philip logirten in den Gem�chern, die Se. Thurf�rstl. Durchl. al� Chur-Printz bewohnet:
Ihre Durchl. die Marggr�sin in den Gem�chern gegen�ber; Ihre Hoheit in den Gem�chern unter der Churf�rstin,
und die printzessin Henriette in den Gem�chern unter Ihrer Hoheit, Vor welchen drey ersteren die Aar^es 6u corps
und die Schweitzer die Wache hatten.
Den 2^. Morgens beschickten Se. Thurf�rstl. Durchl. Ihre Durchl. die Marggr�fin mit einem grossen silbernen
Tische mit 2 darzugeh�rigen grossen cheridors und darauf stehenden sch�nen silbernen Girandolen, alles von getriebener
Arbeit, mit einem gro�en silbernen Spiegel, einer Krone, in der Mitte des Gemachs zu hencken, und mit einer Feuer-
Wanne darunter, des winters Kohlen darein zu halten, wie auch mit allerhand zum Aufputze eines Zimmers geh�rigen
wandleuchtern, so da� man nicht unbillig die fremden Herrn Ministers sagen h�rte: c'est un pr�sent digne d'un
Electeur de Brandenbourg. Denselben Morgen kamen alle Gesandten, durch mich introduciret, und machten nebst
den andern Gro�en des Hofes Ihr fllucftp�nf^ungs^compliment. Un& auf den Abend nach der Tafel ward der
Vraut-Dantz unter dem Schall der paucken und Trompeten und unter Anf�hrung zweyer Marschals St�be, wie auch
24. der vornehmsten des Hofes gedantzet, deren jedweder von den 2H3"" eine weifte Wachs-Fackel in der Hand vor
sich hertrug und sowohl sich selbst al� auch den mit Zuschauern erf�llten ganzen Oranien-Saal erleuchtete.
Nach dein nun die 3. Tage des Hochzeit-Festes vorbev, in welchen Se. Thurf�rstl. Durchl. fast alle Morgen
Ihre Durchl. die Frau Marggr�sin sowohl, al� auch Ihre Hoheit die Frau Mutter mit etwas neuem beschencket,
ward Hernachmals allezeit in dem ordin�r Tafelgemach gedecket, da denn Se. Durchl. der Marggraf Philip seine
gew�hnliche Stelle an der Ecke der Tafel wieder einnahm und seine Gemahlin Ihm gegen �ber, und zwar �ber die
Churf�rstl. printzessin gesetzet ward. Ihre Hoheit, die w�renden den 5. Tagen Ihrer Frau Tochter ebenfalls, gleich
wie unsere gn�digste Herrschaft gethan, die Gberstelle gelassen hatte, setzte sich nun zwischen Se. Churf�rstl. Durchl.
und Ihrer Durchl. der Churf�rstin, al� welches die Stelle ist, die man allen regierenden F�rsten und F�rstinnen des
Reichs an den Churf�rstlichen H�fen einzur�umen pfleget.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.