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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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sehr er bon Herzen (eines Freundes, des �Soldatenk�nig�", nahe stand, wie dauernd und m�chtig sein Einflu�
gewesen, ist bekannt.
Durch den F�rsten keovold und seine Familie kn�pfen sich neue innige Wechselbeziehungen zwischen den Hohen-
zollern und den Askaniern.
Zun�chst war hieran seine j�ngste Schwester beteiligt, die Prinzessin Johanna Charlotte, durch ihre Verm�hlung
mit dein Markgrafen Philipp von Brandenburg.
Philipp war von Jugend auf der anerkannte kiebling seiner Eltern. ImJahre verlieh der Vater dem
zw�lfj�hrigen h�bschen, aufgeweckten Anaben eine Kompagnie der teibgarde zu Pferde. Durch Vertrag vom 3.M�rz
erhielt Philipp die Herrschaft Schwedt und ward Stifter der markgr�ftichen Seitenlinie Vrandenburg-Schwedt, die
wieder erlosch. ;6H? ernannte ihn sein Stiefbruder, der damalige Aurf�rst Friedrich III.,zum Generalfeldzeugmeister
und Chef der Artillerie, um deren Ausbildung und Entwicklung sich der Markgraf bleibende Verdienste erwarb.
Seine Vorliebe f�r �lange Aerls" ward, wie glaubw�rdig erz�hlt wird, grundlegend f�r die unter A�nig Friedrich
Wilhelm I.ausgebildete Geschmacksrichtung.
Philipp war fast drei�ig Jahre alt, als er sich entschlo�, in den Stand der Ehe zu treten. Seine Wahl fiel
auf die kaum siebzehnj�hrige Askanierin. Dem Zauber ihres frischen anmutigen Wesens hatte sein Herz nicht zu wider-
stehen vermocht. Nach kurzer Brautzeit ward die Hochzeit am 25. Januar �in der Stille" zu Dessau gefeiert. Der
Kurf�rst hatte sich bei dieser Festlichkeit durch seinen Gber-A�mrnerer, Freiherrn Aolbe von Wartenberg, vertreten lassen.
Am 25.Februar hielten die Neuverm�hlten ihren feierlichen Einzug in die brandenburgische Residenz, nach dem sie
bereits am 23. in Potsdam vom regierenden Aurf�rsten begr��t worden waren. In ihrer Vegleitung befanden sich
die verwitwete F�rstin Henriette Aatharine, F�rst keovold und die Prinzessin Henriette Agnes.
Zur Feier des Tages waren au�erordentliche Vorbereitungen getroffen worden. Unter anderen: waren mehrere
Regimenter aus den n�chsten Standquartieren nach der Hauptstadt herangezogen worden, urn bei dem Einz�ge zu paradieren.
Am Morgen des 25. Februars war der Rurf�rst nach Verlin geeilt. Um 2 Uhr nachmittags fuhr er mit seiner
Gemahlin^, dem Aurprinzen und dem gesamten Hof bw zur sogenannten �Aleinen Br�cke"^ in den dazu bestellten
Staatskutschen dem jungen paar entgegen. Hier nahm die Markgr�fin in dem kostbaren Vrautwagen Platz. Nun
begann der Einzug, der sich nach dem Berichte des Hofchronistsn und Vber-Zeremomenmeisterg Johann von Vesser in
folgender Ordnung vollzog:
�Den Zug er�ffnete das Regiment Kurprinz zu Pferde. Dann folgten die Autschen der Minister und Hofherren,
die Rutsche des Markgrafen kudwig, die des Markgrafen Albrecht, der kurprinzlichen Prinzessin^, des Aurprinzen, der
Aurf�rstin, reich gezierte Autschen des Aurf�rsten mit den sch�nsten Pferden, meist aus preu�ischen Gest�ten, die Autsche
der verwitweten F�rstin von Anhalt, die Autschen des Markgrafen Philipp und seiner Gemahlin, denen bei dieser
Gelegenheit dieser Rang einger�umt worden. Es schloffen sich an die Handpferde der beiden j�ngeren Markgrafen^,
die des Aurf�rsten mit reich in Gold gestickten blauen Sammelbecken, die sehr aufgeputzten Handpferde des Markgrafen
Philipp, die Pagen der beiden j�ngeren Markgrafen in neuer kivree mit Gold und Silber, die Pagen des Aurf�rsten,
die des Markgrafen Philipp in neuer kivree, die Aurf�rstlichen beiden Pauker und 24 Trompeter, die sich w�hrend
des Marsches fortw�hrend h�ren lie�en, der Vber-Hofmarschall Baron von loltum mit dem Schlo�hauptmann Varon
von Sonsfeld, der Gberschenk Aammerherr von V�r mit dem Ceremomenmeister von Vesser, die Hofkavaliere, die
Aammerherrn und andere hohe Veamte, darunter der General Baron von Heider, der Vber-A�mmerer Freiherr Aolbe
von Wartenberg und der Feldniarschall von Barfu�, die beiden Markgrafen Albrecht und Ludwig, der Markgraf
Philipp in der Mitte zwischen dem Aurprinzen und dem F�rsten von Dessau, der Gberhosmeister Graf Dohna hinter
1Geb. 20. Januar ;6?4 zu Dessau, gest. unoerm�hlt 58. Januar daselbst und beigesetzt in der Dessauer Schlo�kirche.
�
8 Sophie Charlotte.
� ' Jetzt �Potsdamer Nr�lke". � * Prinzessin Sophie (Dorothea). � * Albrecht uni� Christian ludwlg. Dieser,
geb. 2*.Mai l67? im Schlosse zu Verlin, war sp�ter Statthalter und Dompropst zu Halberstadt, Vompropst 311 Magdeburg, Iohanniter�
Vrdenskomtur zu ?0300) und starb 3. September 1,755 imSchlosse zu Malchow. Veigesetzt wurden seine sterblichen Ueberreste im Verliner Dom.
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