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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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mit der Gegend von Wittenberg und der Ebene von tauenburg. Lr nannte sich nun Herzog von Hachsen. Von
seinen H�hnen erhielt Albrecht I. (Adalbert) das Herzogtum Zachsen, das er �ber Nordalbingien ausdehnte, w�hrend
sein �lterer Vruder Heinrich I. die anhaltischen Besitzungen erbte und Stammvater des Hauses Anhalt wurde. Zeit
erscheint er in den Urkunden als �Om�5 et princeps in Mit ihm beginnt die Geschichte Anhalts
als eines reichsunmittelbaren Territoriums.
Albrechts I.Hohn, Albrecht II., regierte in den lVittenbergischen landen und wurde Stammvater der Herz�ge
(Uurf�rsten) von Sachsen-Wittenberg. Sein Vruder Johann I. wurde Herzog von lauenburg und stiftete die linie
Sachsen -kauenburg.
Unter Albrechts II.S�hnen und Nachfolgern kam es zu Mi�Helligkeiten zwischen der lauenburger und witten-
berger kinie �ber die Aurw�rde, die bis dahin von beiden Herz�gen bekleidet worden, ein Streit, der erst von Kaiser
Aarl IV. auf Grund der �Goldenen Vulle" zugunsten der letzteren entschieden ward. Vald darauf gab der
Aaiser dem Aurf�rften Rudolf II. in der �S�chsischen Goldenen Vulle" einen besonderen tehnbrief �ber alle feine
(ander und eine Best�tigung der Aurw�rde.
Nach Rudolfs kinderlosem Tode folgte in der Aur sein Vruder Wenzel. Dessen Nachfolger war Rudolf III.,
der auf einem Feldzuge gegen die Hussiten den Tod fand. Va seine beiden S�hne bereits verstorben waren, folgte sein
Vruder Albrecht III.,mit dem die Wittenberger kmie des askanischen Hauses erlosch. Ihre Besitzungen nebst der Aur
gingen auf den Markgrafen Friedrich den Streitbaren von Mei�en aus dem Hause wettin �ber.
Friedrich', ein Neffe der Vurggr�fin Elisabeth von N�rnberg, Gemahlin des Vurggrafen Friedrich V., und
des Markgrafen Valthasar von Mei�en, der eine Tochter des Vurggrafen Albrecht (�es Sch�nen) von N�rnberg zur
Gemahlin 2 hatte, war ein F�rst, der an zahlreichen Fehden feiner Zeit hervorragend beteiligt war. In den letzten
Jahren des gro�en St�dtekrieges focht er auf der Seite seines Gheims Friedrich V., in den Hussiten-
Feldz�gen war er, wie sein Vetter Aurf�rst Friedrich I. von Brandenburg, dem A�nige Sigmund eine zuverl�ssige
St�tze, weshalb ihm dieser mitUebergehung des n�chstberechtigten Agnaten, des Herzogs Erich von Sachsen-lauenburg,
am 6.Januar das Herzogtum und die erledigte Aur Sachsen �bertrug, ihn ;H2H zu Vingen ins Aurf�rsten-
Aollegium einwies und ihn am August zu Vfen feierlich belehnte.
I
Hohenzollern und Sachsen-Wittenberg
(Siehe Tafel I)
Vurggraf Friedrich III., der Enkel des ersten Vurggrafen von N�rnberg aus Zollerischem Hause, erh�hte
den Ruhm und die Macht seines Hauses. Vekannt sind seine Verdienste um die Erhebung Rudolfs von Habsburg,
seines Verwandten 2 und Jugendfreundes, auf den Thron Aarls des Gro�en und seine treuen Dienste in der Schlacht
auf dem Marchfelde (26. August l2?8), wo des Reiches Sturmfahne mit dem wei�en Areuz im roten Felde
seiner Hand anvertraut war.
Um das Jahr f�hrte Friedrich die Herzogin Elisabeth, eine Tochter des Herzogs Gtto I. von Meran,
heim. Als ihr Vruder, Vtto II. von Nleran und Pfalzgraf von Vurgund, als letzter des Andechsschen Mannes-
stammes 52H6 kinderlos gestorben war, trat sie mit ihren drei Schwestern in dessen reiches Erbe ein. So kam Bayreuth
und das umliegende tand an den Vurggrafen, dessen Vesitz dadurch eine bedeutende Erweiterung erfuhr.
1 Geb. n.April (370, gest. q. Januar 311 Altenburg; verm�hlt ?.Februar mitKatharina, Tochter des Herzogs Heinrich
von Vraunfchweig"t�neburg, gest. 2�. Vezember \W2 zu Grimma.
�
8 Siehe Lonsanguinit�tZtafel Hohenzollern-Wettin im Hohenzollern�
Iahrb. 59�?, S. U2. � 8Rudolf war in erster Ehe (seil ca. 1252) mit einer Tochter Gertrud (feit (273 Anna genannt) des Grafen Vurkardus III.
von IollerN"Hohenberg verm�hlt, lieber bas Verwandtschaftsverh�ltniZ vgl. Hohenzollern-Iahrb. (909, 2. *25ff, und die Stammtafel bei
�st�. Redlich (Rudolf von HabZburg, Innsbruck (903), S, 768, Gertrud wurde die Ahnfrau des habsburgisch-�sterreichischen Haufes.
        
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