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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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verharret), allhier zur Grimnitz bei uns ankommen und uns freundlich besuchen und Gesellschaft leisten, wollen
auch alsdann solcher Lw. t. gl�cklichen Ankunft freundlich gew�rtig sein, weshalb wir auch darauf zur Vorsorge
Lro. t. die Nachtlager zu und von da bis zu unserm Hoflager verordnet und bestellt haben.
�Dies wollten wir Ew. t,in Eil hinwieder nicht verhalten. Thun Venselben und allen den Ihren hiermit
ein gl�ckseliges und fr�hliches Neues Jahr w�nschen und sind Ew. l. jederzeit v�terlich und freundlich zu dienen geneigt
und. willig. Datum Grimnitz am heiligen Christtage des anfangenden 76. Wahres."
Der Vesuch beider F�rsten in der Grimnitz � Joachim Friedrich erschien als Verlobter der �ltesten Tochter
des F�rsten Joachim Ernst � gestaltete sich verhei�ungsvoll und folgereich f�r die H�user Hohenzollern und Askanien.
Damals wurde n�mlich der Plan einer UAederverm�hlung des verwitweten Kurf�rsten ins Auge gefa�t, ein Plan,
der in der Tat nach Verlauf von kaum zwei Jahren zur Verwirklichung kam.
W�hrend Prinz Joachim Friedrich am 59. Mai ;57? die Prinzessin Anna Maria heimf�hrte, verm�hlte
sich Johann Georg am 6. Gktober desselben Jahres auf dein Schlosse ketzlingen mit deren j�ngerer Schwester Elisabeth.
Aus dem Neffen und den: Vetter waren auf diese weise Schwager und Schwiegervater geworden.
Es war ein h�chst ungleiches paar, das auf dem altm�rkischen Schlosse den Vund f�rs leben schlo�: der
Aurf�rst, damals allerdings noch ein stattlicher Herr, z�hlte bereits 52 Jahre, w�hrend seine Gemahlin kurz vorher,
am 25. September, ihren vierzehnten Geburtstag gefeiert hatte. Sie war siebzehn Jahre j�nger als ihr �ltester Stiefsohn,
der nachmalige Aurf�rst Joachim Friedrich, der freilich nicht mehr imHause weilte, sondern seit die W�rde eines
evangelischen Erzbischofs von Magdeburg bekleidete.
Dagegen fand Elisabeth noch zwei unerwachsene T�chter aus der zweiten Ehe ihres Gemahls vor, denen sie,
die fast auch noch ein Aind war, die Mutter ersetzen sollte. Aber ohne Zagen unterzog sich die jugendliche Aurf�rftin
der ihr zugefallenen fchweren Aufgabe und erf�llte in den 25 Jahren ihrer Ehe mit hingebender Z�rtlichkeit und
getreulich ihre Pflichten, auch gegen die eigenen elf Ainder, die sich in der Zeit von 1561, �^593 allm�hlich um das
Elternpaar scharten und deren Taufen der sonst so sparsame und karge Vater glanzvoll auszurichten pflegte.
Schon in den Weihnachtstagen des Jahres 1,569 konnten mehrere von Elisabeths Aindern bei einem religi�sen
Schauspiele mitwirken, indem � nach der Sitte der Zeit
�
die Geburt Christi zur Darstellung gelangte. Die 6 j�hrige
Gr�fin von Mansfeld^, eine �wunderholdselige Jungfrau", trat in der Rolle der Jungfrau Maria auf. Die Mark-
gr�sinnen Magdalena und Agnes stellten Engel dar. Die Markgrafen Christian � und Joachim Ernst ? und der Graf
Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen spielten die heiligen drei A�nige, wahrend das j�ngste Aind, der damals
neun Monate alte Markgraf Friedrich die Stelle des Christuskindes einnahm. Eingeleitet und geschlossen wurde das
Spiel durch weihnachtsges�nge des Familienkreises und des Hofes, die von der kurf�rstlichen Hofkapelle begleitet wurden.
1 von den u Rindern, 3 S�hnen und 8 T�chtern, die ihm sein� Gemahlin Sabine geschenkt hatte, waren nur 3 T�chter am
leben geblieben. Die �lteste, Erdmute, geb. 26. Juni l56* 3U Zechlin, gest. 23, Nov. (623 im Schlosse 511 Stolp, beigesetzt 7.Febr. (G2<* in
der Schlo�kirche zu Stettin, war seit (7.Febr. \5?7 verm�hlt mit dem Herzog Johann Friedrich vonpommern-Stettin, geb. 27. 2fng. <5^2,
gest. 9. Febr. IM�. Ihre Schwestern waren Anne Marie und Sophie. Jene geb. 3. Febr. (567 Zu Zechlin, gest. u*Nov. im
Schlosse zu wollin, beigesetzt 27. Dez. \6\8 in der Schlo�kirche 311 Stettin, heiratete am 7. (Oft* \5S\ den Herzog Varnim XII.von Pommern-
Stettin, ihren Schwager, geb. H.Febr. (5*9, gest, u. Sept. \6O3. Sophie war mit Kurf�rst Christian I. von Sachsen verm�hlt (f.Hohen-
zollern-Jahrbuch *9O7). � 2 (Gattlieb Friedlaender), Eine knrtze Com�dien von der Geburt des Herrn Christi. Von den Prinzen und
Prinzessinnen des Churf�rstlich. Hofes i.I.556Y in Verlin aufgef�hrt. Nach der Handschrift, nebst geschichtlicher Einleitung herausgeg.(Verlin � 8 Elisabeth, Tochter des Grafen Johann I. von Mansfeld, geb. 5272, gest. u. April 1.595 Zu Marksuhl; verm�hlt
23. Nov. (59^ zu IVieneoNeustadt mit dem Herzog Iahann Ernst von Sachfen-Eifenach, geb. 9. Juli 1566 zu Gotha, gest. 23, Vkt. 1638
zu �kisenach. � * Geb. 7. Jan. ;582 zu Verli�, gest. 54. INai 5256 zu Darmstadt (siehe Hahenzollern- Jahrbuch 59<>9 S. ;25ff.). �
0 Geb. 27. Juli i[58<* zu Berlin (siehe 5. 252f.).
� * Geb. 3o. Jan. \5B\ zu Berlin, erhielt 1603 bas F�rstentum Vrandenburg-Vayreuth,
gest. 9. Juni 1*55 zu Vayreuth; verm�hlt 9, Mai (60^ auf der Plassenburg mitMaria, Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich vonPreu�en,
geb. 23. Jan. H579 z� K�nigsberg, gest. 2<.Febr. zu Bayreuth,.
�
T Geb. 22. Juni (585 zn Berlin, erhielt (603 das F�rstentum Vrandenbura�Ansbach, gest. 7. M�rz (?25 zu Ansbach; verm�hlt [<{. �ft, (6(2 311 Ansbach mit Sophie, Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms,
geb. (5, Mal (59^ 3� laubach, gest. (6. Mai (65* zu Plohfau inAnhalt. � 8 Geb. (577, inden Reichsf�rftenstand erhoben 28. M�rz \�23,
gest. 28. Sept. 5�22 ZU Hechingen; verm�hlt ((.�Pt. (5*>8 zu Hechingen mit Franziska, Tochter des wild� und Rhemgrafen Friedrich zu
Salm, gest. (^. Dez. (fi(9 zu Hechmgen. �
�
Geb. (.April (588 311 Berlin, Johanniter-Ordensmeifierzu Sonnenbnrg (6(0, gest. 29. Mai (6U
im Schlosse zu Sonnenbnrg, beiges. �, August in der UNftriner Pfarrkirche.
        
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