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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Askanien

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Hohenzollern und Askamen: sie wurde die dritte Gemahlin des Aurf�rsten Johann Georg von Brandenburg, also des
Neffen ihrer Gro�mutter Margarete.
Johann Georg war zw�lf Jahre alt, als sein Vater, Rurf�rst Joachim II.,bereits nach einer Braut f�r
ihn Umschau hielt. Seine Wahl fiel auf eine nahe verwandte, die anmutige piaftentodjtev Sophie laus dem herzoglichen
Hause tiegm'tz und Vrieg. Am \B. Oktober \537 wurde in kiegnitz die Verlobung der beiden f�rstlichen Rinder
gefeiert und gleichzeitig auch ihre Geschwister Varbara^ und Georg (IL) miteinander versprochen.
An, folgenden Cage wurde von den V�tern jene bekannte Grdverdr�derung geschlossen, die vom K�nig Ferdinand
von B�hmen, dem tehnsherrn der schlesischen F�rstent�mer, zwar f�r ung�ltig erkl�rt, dessen Einspruch aber von &en
Beteiligten mit vollem Recht als unrechtm��ig zur�ckgewiesen wurde. Acht Jahre sp�ter erhielt das folgenreiche Werk
durch die in Berlin mit prunkvollem Gl�nze gefeierte Doppelhochzeit der Verlobten eine feste N�tze. Aber schon ein
Jahr darauf, bald nach der Geburt des Markgrafen Joachim Friedrich, beschlo� die Aurvrinzessm ihren kurzen Lebenslauf.
Im Februar \5^8 trat die noch nicht 59 Jahre z�hlende, sanfte Sabine von Ansbach' an ihre Stelle.
Nach ihrem Ableben, 2. November \575, zog sich der Aurf�rst in die malerische Waldeinsamkeit der Grimnitz
zur�ck, auf sein am sagenumwobenen Werbellin-See gelegenes Jagdfchlo�. Dorthin lud er in den Weihnachtstagen
seinen Neffen Joachim Friedrich von kiegnitz und Vrieg und feinen Vetter, den F�rsten Joachim Ernst von Anhalt,
mit folgendem Schreiben 5:
�wirhaben Ew. l.Schreiben, d. d. Dessau, den 2^. Dezember, zu unfern H�nden empfangen und daraus
gern vernommen, da� Ew. ?. sammt den Ihren gl�cklich wiederum zu Dessau angekommen und sonst auch bei guter
teibesvcrm�genheit, frisch und gesund sind. Unsere Person anlangend, sind wir, Gott lob, auch noch bei ziemlichem
Wesen und teibesgesundheit. Seine g�ttliche Allmacht wolle uns von allen Theilen mit Gnaden lange darin
fristen und erhalten! �
�Sonsten liegen wir jetziger Zeit allhier zur Grimnitz und warten auf einen Schnee, damit wir den W�lfen
etwas abbrechen m�gen, haben auch sonst allein ziemliche gute tangeweile und die W�nde anzusehen. Derhalben und
weil sich Ew. C. nochmals zu kommen und uns freundlich zu besuchen erbieten, so bitten wir freundlich, E. ?. wollen,
solchem Ihrem (Erbieten nach, und wo m�glich auf n�chsten Donnerstag nach dem heiligen Neuen Jahrestage mit
Ew. ?. Sohne, unfern, freundlichen lieben Vheim und Sohn, den: Herzog Joachim Friedrich zu tiegnitz und Vrieg etc.
(mit welcher Seiner liebe wir freundlich wohl zufrieden sind, da� Sie 6iefe heilige weihnachtsfeiertage bei Ew. L.
1Sophie war Me Tochter des Herzogs Friedrich II.von liegnitz und Vrieg (geb. (2. Febr. l^�o, gest. (7, Sept. uni) seiner
zweiten Gemahlin Sophia (feit \t\. Hoc (5(8; geb. (o. M�rz 5435 imSchlosse zu Ansbach, gest. 24.Mai (537, beigesetzt in der St. Zohannigkirche
zu tiegnitz). Diese aber war eine Enkelin des Kurf�rsten Albrecht, n�mlich eine Tochter des Markgrafen Friedrich (des Aelteren) von Ansbach
und Bayreuth (gest. q. April (536) und seiner Gemahlin Sophie (gest. 5. �ft. (5(2), einer Tochter des K�nigs Kasimir IV.von polen, des
Iaaiellynen(gest. 1*92). Deren j�ngere Schwester Elisabeth (geb. Mai l4?2, gest. \6.rfebr. 555?) war die erste Gemahlin (seit 2s.Nov. (5(5)
Friedrichs II.von liegnitz-Vrieg. (lieber Kasimirs Tochter Anna f. oben S. 256.) Friedrich� II.Mutler ludmilla (geb. (6. 
    
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