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Zwei Gedichte Friedrichs des Großen in deutscher Übertragung

Full text: Zwei Gedichte Friedrichs des Großen in deutscher Übertragung

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etwas merklich entz�ndet, bald darauf aber sind Se. Excellenz in einen heftigen Zorn und Grimm geraten, und also
zwar, da� dieselbe sich nicht mehr stille zu halten vermocht, sondern mit zitternden H�nden und brennendem Angesicht,
beide Arme in die H�he haltend, gegen mich angefahren, dabei auch in diese ausgebrochen: .Was, du Flegel!
insinuirenl" Ich antwortete hierauf: .Dieses ist mein Notariatamt, deme ich nachzukommen habe/ Dessen ungeachtet
aber fiel mich Er, Freiherr von Plotho, mit allem Grimme an, ergriffe mich bei den vorderen Teilen meines Alanteis,
mit Vermelden:
.willst du es zur�ck nehmen?' Da ich mich nun dessen geweigert, sto�te und schob er sotane Citation,
benebst dem vorw�rts zwischen meinem Rock mit aller Gewalt hinein, und da er, mich dannoch beim
Mantel haltend, zum Zimmer hmausgedr�cket, rufte er zu denen zwei vorhanden gewesenen Bedienten: .werfet ihn
�ber den Gang hinunter.' welche aber, an diesem /^cw selbsten ganz verhaftet, nicht wu�ten, was sie eigentlich tun
sollten, sondern haben nur mich samt denen zwei Zeugen zur�ckbegleitet und aus dem Hause zu verf�gen gen�tiget."
Vas also sind die �Regensburger Schacher", an Me Friedrich in feinem satirischen �Abschied f�r die kaiserliche
Armee" den bei keuchen geschlagenen General abordnet-.
8. Dezember \?�7.
Hebt Euch hinweg! Die Bahn ist freiI
Zum Zeichen da� ich Euch verzeih',
Entsend' ich nach selbstelgner Wahl
Des Kaifers gro�en General
Als meinen Botschafter und Sprecher
An diese Regensburger Schacher.
Bringt meine Antwort in Person
Vor den gestrengen Richterthron.
Urkundlich m��t Ihr es belegen
Dem Pr�sident und feinen keuten
(Damit sich nirgends Zweifel regen)
was Ihr von mir bezogt an Schl�gen
Am f�nften dieses Monds bei keuchen,
welch sch�ner Tag f�r Me Justiz,
Wenn das begreift mit seinem Witz,
Des heil'gen Deutschen Reichs Fiskal,

    
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