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Friedrich der Große als Bauherr

Full text: Friedrich der Große als Bauherr

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f�r �so impertinent als gottlos" erkl�rte, da die ganze Reparatur mit H00�500 Malern gemacht werden k�nne. Vag
nur ein Veispiel von vielen, und wir k�nnen jedenfalls den Sto�seufzer INangcrs verstehen, da� der A�nig keinen
seiner Vaumeister gl�cklich gemacht habe. Manger sucht dieses durchgehende Mi�trauen des A�nigs gegen die Vau-
beamten damit zu erkl�ren, da� dieser �der Hage nach" als Aronvrinz bei seinem Aufenthalt in A�strin einen Einblick
in das Verfahren der Aammer-Vaubeamten gewonnen habe, der f�r sein ganzes keben ung�nstig nachgewirkt habe.
Andererseits wirkt Mangers Darstellung eigent�mlich genug, wenn er bei der Schilderung einer gegen ihn gef�hlten
Untersuchung, in der ihm die unrechtm��ige Veiseiteschaffung von Baumaterialien nachgewiesen werden sollte, zugibt,
wie man stets damit rechnen m��te, da� ein Sechstel der Vaumaterialien gestohlen w�rde. Er hielt diesen Zustand
f�r ganz selbstverst�ndlich und lehnt es mit Entr�stung ab, als Vauleiter daf�r verantwortlich gemacht zu werden.
Da ferner ein zweites Sechstel nach seiner Angabe durch Vruch untauglich werde, beansprucht er das Zugest�ndnis, da�
von den f�r die A�niglichen Vauten beschafften Mauersteinen nur zwei Drittel nachgewiesen zu werden brauchten.
Man kann es dem A�nig wahrlich nicht verdenken, wenn er einer derartigen Gesinnung leitender Vaubeamten bei
ihren Vauanschlagen gegen�ber von tiefem Mi�trauen erf�llt ist und Unredlichkeiten voraussetzt.
Andererseits beweist sich die ungeheure Arbeitskraft und das Pflichtgef�hl des A�nigs auch auf diesem Gebiete,
denn jeder Vencht und jede Anfrage �ber Vauangelegenheiten wurde an dem Tage ihres Eintreffens entweder direkt
oder durch Aabinettsschreiben sofort beantwortet. Einen Einblick in den intimen Gesch�ftsverkehr des U�nigs nnt
seinem Geheimkammerer Fredersdorff gibt die Wiedergabe eines an diesen in Vauangelegenheiten gesandten Zettels im
A�niglichen Hausarchiv aus dem Jahre �D. 25 ist der verw. A�nigin Geburtstag. Das mus festin und
opera seind. Hier ist die Vaurechnung der seindt 2^ m. Ehlr. �brig, nach der andern Rechnung solle nuhr 5 9 in. Thlr.
seint. Ich werde von Verlin Geld mitbringen, davon m�ssen die Schulden bezahlet werden. Und ist Alles denn soweit
Alles richtig. Gott bewahre dich. Ich bin Dienstag fr�h wieder hier."
Anhang
Eigenh�ndige Erl�uterung eines Planes von Sanssouci durch die kandgr�fin Caroline von Hessen-Darmstadt
aus dem Jahre
Le plan repr�sente le b�timent du c�t� oppos� ? l'entr�e qui cependant selon moi est plus avantageuse
en ce que la cour est enferm�e par une galerie de colonnades, des oranges rang�s entre les colonnes.
L'on entre dans un vestibule ? colonnes de Stuc qui imite le marbre. A gauche est une galerie orn�e
de peintures, de statues de marbre, de tables en console de marbre extraordinaires� beaucoup de trumeaux et
de dorure. Le plafond ? compartiments dor�s est peint en nuages, d'o? sortent un ou deux amours qui jettent
quelques fleurs au hasard. Cette galerie est trop petite pour tout ce qu'elle contient, et il ne parait point
qu'on y veuille des paniers (Xexfr�cfe), vu le peu de largeur qu'elle a. Revenu dans le vestibule, on passe dans
le salon en d�me, soutenu par des colonnes de marbe d'Egypte entre lesquelles il y a des statues. Le parquet
est de marbre ? pi?ces rapport�es de diff�rentes couleurs qui forment un dessin de fruits et de feuillage.
L'on passe ? gauche dans l'antichambre du Roi, orn�e de tableaux, de l? dans l'appartement de
musique, meubl� dans le m?me go?t; trumeaux, dorures, marbres, rien n'est �pargn�. Puis l'on passe dans la
chambre du lit qui est dans une esp?ce de niche, entour� d'une balustrade dor�e. La chambre est pleine de
sculpture et de dorure d'un go?t charmant; au lieu de panneaux de boiserie, il y en a de satin c�ladon, sur
1 Berlin, Geheimes Staatsarchiv: K. 94, IV. L. a I.(Hr. 3.) Abschrift des im Gro�herzoglichen Haus- und Staatsarchive zu
Darmstadl (Kent), 36
    
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