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Friedrich der Große als Bauherr

Full text: Friedrich der Große als Bauherr

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vergoldeten Holzschnitzereien in T�ren, Troph�en, Bilder und Spiegelrahmen, Fensterl�den usw. wurden von Johann
Michael Happenhaupt d. �. im Fr�hjahr 5?H? fertiggestellt und die ornamentalen Teile der in ihrem ganzen Ent-
w�rfe k�stlichen Decke wurden von dem Stuckateur ?TCercF, Me fig�rlichen von dein Bildhauer Ebenhecht angefertigt.
Tinks und rechts von dem Aammspicgel und einem mit diesem korrespondierenden Spiegel au der gegen�berliegenden
Wanb sind in die Vert�f�lung vier Gem�lde von Antoine pesne eingelassen: Pygmalion und sein von Venus belebtes
ZNodell, Vertumnus und pomona, Bacchus und Ariadne svgl. die
Tlbbildung), pan und Syriux, w�hrend ein f�nftes gr��eres
Gem�lde: Diana mit ihren Nymphen, den 21�ttelpla^ auf der
den Fenstern gegen�berliegenden wand einnimmt. Von den vier
Supraporten von Th. du Vois beansprucht die eine mit der Dar
stellung Sanssoucis als eine der ersten Darstellungen des Schlosses mit
feinen Terrassen unser besonderes Interesse, (Pgt. die Abbildung.)
In dein Schlaf- und Stcrbezimmcr Friedrichs des Gro�en
stammt nur noch der 2Tfatmorfamitt aus alter Zeit, alles andere
ist noch im Sterbejahr des K�nigs auf Anordnung seines Nach
folgers durch &en Architekten von Srdmannsdorf von Grund aus
neu gebaut und in feine jetzige Gestalt gebracht worden. Soviel
mir bekannt geworden ist, gibt es nur eine gedruckte Beschreibung
dieses Raumes in seiner urspr�nglichen Gestalt, und zwar die
von Nicolai in seiner Beschreibung der K�niglichen Residenzst�dte
Berlin und potsoam (\786), in der er sagt, da� das Zimmer
aus �Stukkaturarbeit und Gold nach des j�ngeren Hoppcnhaupt
Zeichnung" bestehe. Nach dieser Beschreibung konnte man sich
in Verbindung mit den Andeutungen auf dem Stich nach einem
Gem�lde von Bock, das den Besuch des K�nigs Friedrich-!Vilhelm II.
bei der Teiche seines Vorg�ngers darstellt, etwas Aehnliches an
Dekoration vorstellen, wie fie der Zttuftffaal Friedrichs des Gro�en
in dem von ihm erbauten Fl�gel des Charlottenburger Schlosses
aufweist, und ich habe mich in diesem Sinne fr�her auch aus
gesprochen, sHohenzollcrn-Iahrbuch J9JO Seite 257 ff.) ?s scheint
aber, da� Nicolai sich bei der Besichtigung dieses gewi� schwer
zug�nglichen Saumes in der (Eile get�uscht hat, denn sowohl eine
eigenh�ndige Beschreibung des Schlosses von der Hand der Tand-
gr�fin Kavoline von Hessen Darmstadt aus verh�ltnism��ig fr�her
,?>cit, deren Abschrift Herr Dr. Vol$ mir freundlichst zur Verf�gung
gestellt hat (weiter unten abgedruckt), wie die Rechnungen �ber
die Herstellung des Raumes geben ein anderes Bild und erm�glichen
�erjifiung eines jrnflrrlabens in b(t yihliotljrf jit Sdh&f�iici aus
�jetrifhentni utib urtrgoibctciii Kupfcttilfcfi. (^flt Wc ?fibcn lu�ren
ytgoffenr i�ic fip bec H�uni fonf� bat, jiifdjn>er atntefnr.)
uns eine ziemlich deutliche Vorstellung von der Art der Dekoration des Raumes zu gewinnen: �Dann tritt man in
das Schlafzimmer, in dem das Bett sich in einer Art von Nische befindet, umgeben von einer vergoldeten Balustrade.
An Stelle von Holzf�lkmgcn auf den w�nden ist eine solche von ,5atin vorhanden, auf die leichte Blumen-
girlanden aus Bildhauerarbcit herabfallen. Die beiden T�ren zur Seite der Vettnische sind mit Spiegeln belegt, auf
die und auf alle andern Spiegel im Zimmer, ebenso wie auf die Satinw�nde diese Blumengirlanden zwanglos herab
fallen." Im einzelnen wird diese Schilderung erg�nzt durch die Angabe in der am Mai ausgestellten Rechnung
des Bildhauers Johann Christian Hoppenhaupt des J�ngeren �ber in dem Schlafzimmer angefertigte Bildhauer und
        
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