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Friedrich der Große als Bauherr

Full text: Friedrich der Große als Bauherr

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Cambert Sigisbert, wurden im Jahre J7�8 die beiden in bcu Nischen aufgestellten Marmorfiguren des Apollo und der
Urania abgeliefert. Auf den beiden aufgeschlagenen leiten eines von Apollo gehaltenen Surfis hat der k�nigliche
Baumert durch eine dem ?ufre5 entnommene 3"
schrift den Kaum oder wohl bas ganze Geb�ude
diesem seinen ?icbling.sgott Apollo gewidmet:
�Te sociaai studeo scribundis versibus esse,
Quos ego de rerum natura pangere conor."
Eine von Friedrich auf den Fu�boden
gestellte Vronzeb�ste Karls XII. von Schweden
von 3- PH. Bouctjar6on, Geschenk seiner Schwester
Ulrike, ist jetzt im Neuen Palais placiert.
Das einfenstrige schniale Empfangs
zimmcr hat infolge seiner unverh�ltnism��ig
gro�en Tiefe und h�he wenig g�nstige Per
h�ltnisse. 3" der architektonischen Anlage ist es
unver�ndert geblieben, auch das Deckengem�lde
von Pesne hat sich gut erhalten. Nur anstatt
der urspr�nglichen ,,gris de lin"
-
farbencn Damast
tapeten und Gardinen siud heute solche von roter
Farbe, die auch schon wieder sehr schadhaft sind,
vorhanden. Der Vilderschmuck ist feit Friedrichs
Zeiten derselbe geblieben, und sehen mir hier eine
Zahl jener Vildcr placiert, die er in den vierziger
Jahren durch Vermittlung seines Gesandten in
paris, des Grafen Rothenburg, von bort erhielt.
Von den angeblichen Vildern �Uattcaus hat aller
dings nur eines der Antik standgehalten, das sch�ne
�Konzert", w�hrend die beiden gro�en auf den
beiden Tangw�nden sich gegen�ber h�ngenden,
angeblich von Watteau gemalten Vilder sich das
eine als ein sehr gutes Vild Katers und bas
andere als eine Nachahmung erwiese,:, jedenfalls
von den pariser H�ndlern ausersehen, den, oft
wiederholten Verlangen des K�nigs nach be^
sonders gro�en 23il�ern seines tieblingsmalers
nachzukommen. Auf die einzelnen Vilder von
pater, de Croy, Rour, Coypel usw. kann ich
�Monier non 5an*foncl", �lntirc OTarmorb�ftt in Ler BibHotijif d�ii faiisfoucl
hier nicht n�her eingehen. Der sch�ne vergoldete irisch mit Agatplatte sowie der von Mume stammen
ebenfalls noch aus der Zeit der Erbauung des Schlosses. Das sonstige Mobiliar aber, namentlich die Sitzm�bel, ist
in der Zeit der Vewohnung des Schlosses durch A�nig Friedrich NAlhelm IV. mehrfach ver�ndert oder allsgewechselt
worden, da es f�r eine wirkliche Venutzuug nicht haltbar genug mehr war.
Vom Vorzimmer aus betreten wir den zweiten durch die Kunst Menzels verewigten in Schlo� Sans^
souci, das Aonzertzimmer. iu seiner Architektur, in Decke- und Wandschmuck tadellos erhallen uud neben seinem
historischen werte f�r alle Verehrer des Gro�en K�nigs ein Juwel des Potsdamer Die s�mtlichen reich
        
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