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Friedrich der Große als Bauherr

Full text: Friedrich der Große als Bauherr

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Dienerschaftsr�u'nen herstellt. Rechts im Vorsaal ist ein Zugang 511 den Hinterr�umen der Gastzimmer. Der Raum
mit seinen w�nden uni) S�ulen aus Stuck, den geschnitzten und zum Teil vergoldeten T�ren, den vergoldeten Supra-
porten von Ebenhecht und dem Deckengem�lde von Harver hat sich
unver�ndert erhalten. Die Marmorgruppe des ruhenden Mars ist
von Lambert Sigisbert Adam \75O in Rom fret nach der Antike
kopiert (Ares Qidovisi) und geh�rt 311 den J752 von Soute XV.
au Friedrich geschenkten Skulpturen, von denen Merkur und Venus
von pigalle,' sowie die Gruppen der Tust und des Wassers, eben
falls von Lambert Sigisberl Adam, ihren Platz an der gro�en
Font�ne im Park gefunden haben. Die ausgezeichnete Erhaltung
des Mars sowie die wunderbare gradezu bestechende Technik der
Behandlung des Marmors erwecken in uns Bedauern dar�ber,
da� nicht auch die andern genannten Gruppen in Innenr�umen
aufgestellt worden sind, denn der (�Oj�^rige Aufenthalt im Freien
hat bei unserm nordischen Alima die Oberfl�che dieser franz�sischen
Bildwerke allerersten Ranges arg mitgenommen.
An stelle eines antiken Merkur aus der Sammlung von
Friedrichs Schwester, der Markgr�fm von Baireuth, steht heute
die Kopie einer AZrippina.
Der Marmorsaal mit seinen auf die Terrasse gerichteten
Fenstern diente dem A�nig als Speisesaal und ist durch das bekannte
Vild von Menzel als solcher nnt der Tafelrunde Friedrichs ver-
ewigt. (Abbildung hohenzollern^Jahrbuch Seite 554/; 55.)
Der wiederholte Hinweis der Zeitgenossen � auch von Friedrich
selber �, da� das Innere des Salons eine Nachahmung des
Pantheons sei, hat wohl namentlich Vezug auf die Beleuchtung
der Auppel durch ein Oberlicht, dessen mittlere Verschlu�schcibe
aus einer Rristallplatte von 7 zu H Fu� Durchmesser wegen ihrer
Gr��e in den Beschreibungen oft r�hmend hervorgehoben wird.
Die w�nde und S�ulen sind aus Aarrara
-
Marmor hergestellt,
der in so gro�en Bl�cken nach Hamburg kam, da� die Potsdamer
Bildhauer nach dort reisen mu�ten, um die f�r die S�ulen
bestimmten St�cke durch weghauen des �berfl�ssigen Marmors
erst transportf�hig zu machen. Die Aapit�le der S�ulen und
pilaster bestehen aus vergoldeter Bronze, die St�ckarbeiten der
Kuppel wurden von Merck angefertigt, w�hrend der Bildhauer
Ebcnhecht die vier Gruppen auf dem Architrav, mit Darstellungen
der Zivil und Milit�rarchitektur, der Musik und Poesie, der
Malcr^ und Bildhauerkunst sowie der Astronomie und Geographie,
modellierte. Die geschnitzten T�ren sowie die Zeichnung f�r die
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Inkrusticrung des Marmorfu�bodens r�hren von Johann Christian Hoppenhaupt her. Als die ersten Arbeiten des
von Friedrich nach Potsdam berufenen Pariser Bildhauers Fran�ois Gaspard Adam, eines j�ngeren Bruders von
J Die Originale sind ins Kaifer ,frict>rirfi!??ufeiimabgegeben und im parf burdj ICppicu erseht wor^'n.
        
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