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Friedrich der Große als Bauherr

Full text: Friedrich der Große als Bauherr

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F�r Friedrichs Mitwirkung an dem Bau von Schlo� und Park Sanssouci sind die kostbarsten ?loFumente die
non ihm gezeichneten drei plane, Me besser wie jede Schilderung von anderer Seite es konnte, bezeugen, da� der plan
und die Gestalt von Sanssouci aus seinem Geiste entsprungen und fetnett Gedanken entsprechend sur Ausf�hrung gelangt ist.^
Auf gewisse Differenzen zwischen Friedrich und seinein Architekten weist bereits die Notiz bei Manger in
seiner Vaugeschichte Potsdams hin, da� der R�nig die �erste )oee" zum Schlosse Sanssouci den, Herrn von Anobels-
dorff gegeben habe, �und da� eZ aller Einwendungen des letzteren ungeachtet, so wie es jetzt dasteht, hat gebaut werden
m�ssen". Diese Einwendungen bezogen sich namentlich darauf, da� das ganze Geb�ude durch einige Stufen hatte
erh�ht und n�her an den des H�gels
herangcsetzt werden m�ssen, damit es rom Fu�e
des H�gels aus mehr sichtbar geworden w�re
und da� es h�tte unterkellert werden m�ssen,
w�hrend jetzt die Fu�b�den direkt �bet* dem
Erdboden liegen, was nat�rlich trotz der hohen
Cage Aalte und Feuchtigkeit in den R�umen
bef�rderte und daher der Gesundheit nicht zu-
tr�glich sein konnte. Den erstgenannten An
forderungen an die Sichtbarkeit des Geb�udes
setzte Friedrich seine pers�nlichen Neigungen eut
gegen; er baute nicht f�r das Publikum, sondern
f�r sich, und er wollte in seinem Tandhaus ganz
im Freien wohnen und ohne Stufen durch C�'ren
und Fenster bequem ein und ausgehen k�nnen.
Aus derselben R�cksicht auf seine Bequemlichkeit
wollte er vor seinem Fenster eine m�glichst
breite Terrasse f�r seine Orangerie und f�r seine
Spazierg�nge zur Verf�gung haben. Friedrich
als Bauherr f�hlte sich eben unabh�ngig von der
R�cksicht auf das Urteil der Menschen, w�hrend
f�r den 23aumeifter nat�rlich Antiken dieser Art
Bedeutung und Berechtigung hatten. Auf die
Unterkellerung scheint der K�nig kein Gewicht
gelegt zu haben, obwohl er genau wissen mu�te,
wie es sich in einem nicht unterkellerten Hause
ITUilern un� SiKhauetfunjl
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