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Friedrich der Große als Bauherr

Full text: Friedrich der Große als Bauherr

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verantwortungs^ und Pflichtgef�hl f�r den von ihm geleiteten Staat, in den er rasch hineinwuchs, hatten ihn verleri^en
lassen, diesen fragen von verschwindender Geringf�gigkeit gegen�ber feinen f}auptforgeti eine ausschlaggebende Bedeutung
einzur�umen. Die infolgedessen eintretende Vernachl�ssigung der gro�en plane der Kronprinzen' und der ersten
A�nigszeit wie die Anlage des eri anifd? en Forum-., von dem zun�chst nur das Opernhaus in die Erscheinung
trat, ist wahrscheinlich eine der ersten Ursachen der Verstimmung, die nach wenigen Jahren zwischen Friedrich und
seinem Hauptarchitckten von Anobelsdorff eintrat und die bei dem cholerischen Charakter des 23aumetftcrs zu einem
unheilbaren Vruche f�hren sollte.
Ver erste Vau Friedrichs von gr��erer und namentlich auch �ffentlicher Vedeutung war das Opernhaus in
Verlin. Auf die anscheinend l�ngeren Vorbereitungen folgte der Vegmn des eigentlichen Vaues am 20. Juli
die Grundsteinlegung am 5,. September und die Er�ffnung im noch v�llig unfertigen Geb�ude mit Grauns C�sar
Pus (Dpernkms in Vlilinnach seiner Fertigstellung. ?iujjferflidivon F�ncke
und Cleopatra am 7. Dezember (7^2. Ueber die Einzelheiten der Entstehung des Hauses sind wir nur sehr sp�rlich
unterrichtet, daf�r ist aber das Gpcruhaus der einzige gr��ere 23au Friedrichs, von dein die Entw�rfe � in einen
23an6 zusammengefa�t mit einer eigenh�ndigen Dc6ifation Knobcls6orffs an den K�nig � sich erhalten haben,
welche Vcdeutung diesem ersten gro�en k�nstlerischen Unternehmen des jungen K�nigs beigemessen wurde, geht auch
daraus hervor, da� von diesem (^cid}nungsban6e zwei Wiederholungen existieren, und zwar in den K�niglichen Kupferstich'
kabinetten zu Berlin und Dresden. Das im l)ohenzoIlern-Muscum aufbewahrte, aus dem Vberhofmarschallamte stammende
erste Exemplar ist jedenfalls das aus dem 23efi^ Friedrichs selber herr�hrende (Original.1 Nach diesen (7^2 datierten
Zeichnungen gab ein Jahr sp�ter der ausf�hrende Vciumeifter 3- G. F�ncke ein von ihm radiertos Aupfcrstichwerk heraus,
in dem auch die Vildwcrke der Au�enseiten z. C. wiedergegeben sind, allerdings in oft nicht ganz zutreffender Form.
In der Vedikation betont Knobcls6orff, da� Friedrich die plane selber entworfen und ihm die Ausf�hrung anvertraut habe
(les Plans de la Maison de l'op�ra, qu'Elle (la Majest�) a form� Elle m?me, et dont ilLui a plu de me confier
l'ex�cution). 23ci der an anderer Stelle n�her ausgef�hrten, je6er Schmeichelei abholden rafferanlagc Anobclsdorffs a
1 l\jl. die 2lnla^c mit der MiVergabe s�mtlichcr �fid?tniU0eti ticbft ihrer Unterschriften nach den, (Original dcs F^tjcu^ollcni-
Museums. � s vgl. Hohenzollern^ahrbuch [BW, 5. \26�
        
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