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Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

Full text: Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

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des �daircissemens historiques donnez par lui-m?me. Nouv. �dition enrichie de figures grav�es par Bernard
P?cart le Romain. A ta Haye 1722 (V 63^); es ist bas aus Jordans Bibliothek erworbene Exemplar; Gibert,
La rh�torique ou les r?gles de l'�loquence, paris \?%\ (S 559) uno einige andere. Start ungebrannt ist die gegen
oie (obredner der franz�sischen ZT?ufiP gerichtete satirische Schrift des Barons Grimm, Le petit proph?te de B�hmisch-
broda vom Jahre (P 255).
Alle anderen B�cher machen einen sehr sauberen Eindruck, und gelesen sind sie alle. Da� Friedrich, wie
dag bei jedem B�cherfreunde ganz nat�rlich ist, mit seinen B��ern sehr sorgf�ltig umging, erz�hlt auch Pantal. 1
Die B�cher waren in den Schr�nken sorgsam aufgestellt. XOas darin nicht f)latz finden konnte, lag auf dein Tisch
oder auf den Fensterbrettern feines Wohnzimmers. Diese zerstreut liegenden B�cher durfte Niemand ohne besonderen
Auftrag anr�hren, wenn Dantal ein Vuch aus dem Schranke nahm, mu�te er an den leeren Raum ein Bl�ttchen
papier legen, uni den Grt wiederzu-
finden, wo es gestanden hatte. Alle noch
nicht gelesenen B�cher standen auf dem
Tische aufrecht, die schon durchgelesenen
mu�ten stach liegen. Wie wir von
de Catt h�ren, besorgte der K�nig int
Felde dag Ein^ und Augpacken seiner
B�cher selbst und stellte sie sich genau
in der Reihenfolge auf, in der er sie
lesen wollte. Dantal sagt nun weiter,
jede Gattung von V�chern h�tte ihren
eigenen schr�nk gehabt, nach den
verschiedenen Disziplinen, Geschichte,
Literatur und poefie; griechische und
r�mische Zchriftstellcr seien gesondert
f�r sich ausgestellt gewesen. Hat diese
Grdnung fr�her bestanden, so ist sie
im Cause der Jahre zerst�rt worden.
Als ich an die Katalogisierung der
Bibliotheken nach wissenschaftlichen Ge-
Vignette 311 ?uvres du philosophe de Sanssouci (1750), Vd. II,5-97. Radierung von (35. ,5. Schmidt
sichtspunkten heranging, standen alle B�cher in allen Bibliotheken wahllos durcheinander, nur da� die zu einem Werke
geh�renden B�nde zusammengeblieben waren. Erhalten hat sich nur ein B�cherverzeichnis im Neuen Palais. Gs ist
von eines Schreibers Hand und macht durchaus den Gindruck, als stammte es noch aus Friedrichs Zeit, Aber auch
in diesem ist nicht die geringste sachliche Ordnung zu sp�ren, die Titel sind stark verk�rzt angef�hrt. Da� auch im
�adtschlo� zu Potsdam ein Aatalog vorhanden war, h�rten wir schon, als von der Besichtigung der dortigen
Bibliothek durch Napoleon die Rede war, und von dem B�cherverzeichnis der Bibliothek in Sanssouci wird im
Zusammenhang mit der bibliothekarischen T�tigkeit des Vorlesers Le Vegue die Rede sein. Diese beiden letzten
Nataloge sind nicht mehr vorhanden. Im �brigen gab es bisher nur von unkundiger Hand in rohester Form
angefertigte Inventarten Verzeichnisse voller Fehler. Diesem Mangel soll der neue Gesamtkatalog der Bibliotheken des
Gro�en R�nigs abhelfen, dessen erster, die Abteilungen I�VI umfassender Teil hier anschlie�end ver�ffentlicht wird.
Die anderen Teile folgen in den beiden n�chsten Jahrg�ngen des Hohenzollern -Jahrbuchs.
1 Dantal, Les d�lassemens litt�raires . ., ,, S. H5ff.
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