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Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

Full text: Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

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Sanssouci � es wurde am 5. Mai \?4>7 eingeweiht � �berf�hrte Darbet die Rheinsberger Vibliothek aus
den, inzwischen in den Besitz des Prinzen Heinrich �bergegangenen Schlo� in das neue tTu^fulum des K�nigs.
?r berechnet im August f�r diese Reise:
Voyage de Rheinsberg 20 mille avec 4 chevaux 26 Thaler 16 Gr.
6 Stations 3 �
pay� pour du foin pour empaqueter les livres � 12 �
Autre frais 5 ,,
34 Thaler 4 Gr.
Die Rheinsberger V�cher bildeten den Grundstock der nun in Sanssouci neu entstehenden V�cherei. Die verh�ltnism��ig
gro�e F�lle von naturwissenschaftlichen und besonders physikalischen Werken, die diese Vibliothek aufweist, deutet noch auf
ihren Rheinsberger Ursprung hin. Denn dort trieb Friedrich auf Anregung Voltaires und der Marquise du Chatelet
mehr diesen beiden zuliebe als sich zur Freude derartige Studien, die er sp�ter nicht wieder aufgenommen hat. Durch
sp�tere Ank�ufe wuchs die Vibliothek in Sanssouci auf 2286 V�nde an. Heute noch ist trotz des Menzelschen Vildes
von der Tafelrunde das Vibliothekzimmer von Sanssouci der Raum des Schlosses, der dem Besucher die Pers�nlichkeit
des Gro�en A�mgs am n�chsten bringt. In der �u�eren Form ist es absichtlich so gestaltet wie das Turmzimmer
in Rheinsberg. In einem vom A�nig eigenh�ndig entworfenen und mit Anmerkungen versehenen Grundri� des
Schlosses hat er an der das runde Zimmer bezeichnenden Stelle die Worte eingetragen 'corne Das
Zimmer ist mit Zedernholz get�felt. Ueber den vier in die w�nde eingelassenen Schr�nken, in denen die V�cher alle
bequem erreichbar waren, stehen heute noch wie fr�her auf vier Aonsolen die Marmorb�sten des Apollo, Homer,
Sokrates und eines unbekannten Philosophen. Die eine H�lfte eines Schrankes bildet gleichzeitig die Mr zu einem
dunkeln Gange, der, wie in Rheinsberg, die Vibliothek mit den Wohnr�umen, hier zun�chst mit dem Schlafzimmer
des A�niZs verband. In dem unteren Teil der T�r befinden sich gleichfalls V�cher. 236 V�nde der Bibliothek von
Sanssouci sind jetzt in einem Wandschrank des Schlafzimmers aufgestellt. Nach einem im Geheimen Staatsarchiv
vorhandenen Verzeichnis wurden nach dem Code des A�mgs am September eine gr��ere Menge von V�chern
aus dem Sterbezimmer � es ist dies das Schlafzimmer � auf k�niglichen Vefehl nach drm Neuen Palais gebracht.
Diejenigen von diesen V�chern, die eine ihren Ursprungsort kennzeichnende Signatur aufweisen, habe ich den betreffenden
Vibliotheken, denen sie entnommen waren, wieder einverleibt. Die �brigen sind in dem erw�hnten Schranke gesondert
f�r sich aufgestellt, im Aatalog der Vibliothek von Sanssouci aber in die Abteilungen aufgenommen, in die sie sach-
lich geh�ren. Sie bleiben durch die h�heren Nummern von 57^�68? kenntlich.
Vevor der A�nig Sanssouci erbaute, war das Potsdamer Stadtschlo� fein Hauptaufenthaltsort. Auch dort
hatte er eine Vibliothek, die wir. abgesehen von den Rheinsderger Best�nden in Sanssouci, als seine �lteste noch
vorhandene Vibliothek anzusehen haben. Sie enth�lt nur V�nde und Karten, ist also nicht halb so gro�
wie die von Sanssouci. Zu Lebzeiten des A�nigs und noch bis vor wenigen Jahren war sie in einem schmalen
Zimmer zwischen dem Schlaf- und dem Aonfidenzzimmer untergebracht. Die V�cher standen dort in zwei hellblauen,
niedrigen Schr�nken mit drei silbernen Vasen an den Lcken und in der Mitte; zwischen diesen sind zwei silberne
Putten angebracht, die ein Vuch in der Hand halten. In zwei Eckfchr�nken lagen zumeist die Ungebundenen V�cher
und Hefte. Jetzt befinden sich diese B�cherschr�nke im fr�heren, jetzt zu einem Wohnzimmer umgewandelten Schlaf-
zimmer; die Vrosch�ren und ungebundenen V�cher sind zwischen die �brigen eingereiht, w�hrend die Folianten in einen,
Wandschrank an einem der drei Fenster Platz gefunden haben. Das fr�here Vibliothekzimmer ist Schlafzimmer geworden.
Die j�ngste der drei gr��eren B�chereien des A�nigs ist die des Neuen Palais. Sie hat ihren alten Standort
in einem schmalen gangartigen R�ume in dem von Friedrich bewohnten s�dlichen Fl�gel des Schlosses behalten. Dieses
Zimmer ist durch das sogenannte Spielzimmer mit den Wohnr�umen des A�nigs verbunden. Es hat drei Fenster
' Ver Entwurf befindet sich tm f)of�eit3off?rn-I��ufeum �n& ist abgebildet im Hohenzollern -Jahrbuch (909, 5. 24.
        
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