Path:
Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

123
?anfegrafcn hu Auftrag ihres Geniabis von seinem Abinorsch unterrichtete, ergriff sie sofort oie Gelegenheit, um ihren
SlandpuuN in dieser Streitfrage unumwunden ihm darzulegen. ?s handelte sich f�r sie um die Ehre des Prinzen.
Sie erkl�rte, fie h�nge an feinem Kubm, an feiner Deputation; sie sehe ihn mit Kummer ins Feld r�cken, aber sie
verberge ihren Sc^mcrj, um ihn nicht zu betr�ben: ��??einSchicksal ist mit dem seinigen verbunden, und niefets wird
mich Don ih>n trennen, und je mebr
icii bei dem Prinzen eine des Blutes,
aus dem er entfproffeu, w�rdig
(Besinnung mabmebme, je mein- ich
ihn am i�ubme h�ngen sehe, desto
teurer ist er mir." Sofort bezeichnete
der Landgraf, wie \7^ f die Teil
n�hme feine? Lohnes an einem
Kriege gegen Gesterreich als un
m�glich wegen des drohenden l\r
l�fte? des Gehens Saben^aufctt.
'Kiir5ei-ban6 verwarf er die Ansichten
der Prinzessin, ihr entgegenhaltend:
�Um den Ehrgeiz ist es eine sch�ne,
gute Sacfjc; aber er muf am rechten
plaise und an der Ordnung fein."
Er berief sich daf�r auf [ein eigenes
Beispiel- um die ?el?cn ini Elsa�
nicht �aus purer Ambition" aufs
Spiel 311 fetjeu, habe er w�hrend
des Gesterreichischen Erbfolgekrieges
darauf verzichtet, entsprechend feiner
Stellung als ungarischer Feldmarschall
gegen raufreidi verwendet zu werden,
und er habe daf�r das 5ob aller
verst�ndigen ?euie geerntet. ?)aber
solle der Erbprinz jetzt ebenso handeln
und zeigen, wie er w�rtlich sagt,
�das; er aus meinem 23Iute flammt".
Der. K�nig von Preu�en werde ein
sichtig genug sein, um dieses Der
halten nicht zu mi�billigen. Karoline
blieb fest. Nunmehr direkt f�r den
Prinzen das Wort ergreifend, er
.�irii^rid1 ber (?roge. EJelgern�lbc von ?1. pesue im i'i-fif}5, H. ?J, r>ez (^lO^h'ijoa� Dun PcfTeti'Haniiftalit
widerte sie: �Er sieht nicht ein, wie er bei der gegenw�rtigen Tage der Ainge mit Einen den Dienst quittieren kann."
Und sie f�gte hinzu: �Um l)immelswillen. lieber Dater, w�rde man ihn fernerhin w�rdig achten des Samens, den
er tr�gt, und des Blutes, aus dem er hervorgegangen?" schlagfertig sucht sie den Tandgrafen im einzelnen zu wider^
legen: Zitiere er sein eigenes Beispiel, da� er das verlangen nach der 5orge um die Familie hintansetze,
so geh�re zu diesen, Vpser freilich, wie sie mit listiger Schmeichelei erkl�rt, �r�mische Cugend", wie nur er sie
besessen. Aber die Tage von Dater und Sohn sei verschieden: �Ihrc Deputation, gn�diger l>'rr, stand fest; die
16*
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.