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Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

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und nicht sprechen. Und launig erwiderte Friedrich tags darauf: ,Je croyais ?tre tomb� en disgr�ce aupr?s de
Votre Excellence, ayant appris qu'elle avait �t� ici sans daigner me donner un regard favorable. J'esp?re qu'?
mon arriv�e ? Berlin1 je pourrai me mettre ? ses pieds."
Die Schilderung ihres Verh�ltnisses w�re unvollst�ndig, ged�chten wir nicht auch jener Z�ge, aus denen
Friedrichs innere Teilnahme an dem pers�nlichen Geschicke von Schwerin spricht. So ermahnt er am H. Zitat \78O
halb scherzend den DreiundsechziZj�hrigen: �An das Sterben bitte ich Luch, noch nicht zu gedenken; Ihr seid ja noch
jung und in den besten Jahren, woIhr noch lange leben k�nnet, wie ich Euch solches auch w�nschen will." Und als
Friedrich -Albrecht die erste Gemahlin verloren, da schreibt er dem Trauernden, der soeben bei ihm zu Vesuch geweilt
hatte, am 25. Dezember J78J: ,Je suis bien aise que le s�jour que vous avez fait ici, vous ait servi de quelque
consolation de la perte de votre femme; il est bien naturel que son esprit, la douceur de son caract?re et son
attachement pour vous soit l'objet de vos regrets. Je souhaite qu'ils deviennent de jour en jour moins sensibles,
afin que vous jouissiez d'une vieillesse tranquille et heureuse. Si je puis v contribuer par la part que je prends
? votre bien-?tre, il ne manquera jamais rien ? votre satisfaction, tr?s persuad� de la d�votion et du z?le qui
vous animent pour moi."
wie ein Hauch stiller Wehmut liegt es bereits �ber der Aufforderung, die der K�nig am \3. Dezember J785
aus seiner Arankenstube in Potsdam an Schwerin ergehen lie�, �da�, wenn Ihr erz�rnt auf mich seid. Ihr so gut
sein wollet, auf ein paar Cage hierher zu kommen, damit wir uns wieder vertragen k�nnen". Nochmals sprudelt
die alte Caune auf, wenn er dann auf feine Gl�ckw�nsche zum Jahreswechsel und auf die Meldung fetner R�ckkehr
von einer am 28. Dezember nach Neustadt angetretenen Dienstreise am 6.Januar dem �berftatlmetfkr antwortet:
�Je vous remercie du compte que vous me rendez de vos op�rations par votre lettre de la veille, et des
f�licitations qui y sont jointes. Vraiment je suis tout fier de la pr�f�rence que vous me donnez cette ann�e
sur vos mulets, vu qu'apr?s m'avoir fait votre cour, vous ?tes all� leur rendre vos devoirs. Si Votre Excellence
veut venir ici, cela d�pendra de son bon plaisir, lorsque les f?tes de Berlin2 seront toutes pass�es, ce qui
durera jusqu'au 25 de ce mois."
Vom 2H.Juni datiert endlich die Einladung, die ihn zum todkranken A�nig berief: �Ich werde es gerne
sehen, wenn Ihr mir auf einige Tage besuchen wollet; zu dem Ende werdet Ihr Euch wohl so einrichten, da� Ihr
morgen allhier eintreffen k�nnet." �o z�hlte Schwerin zu den wenigen, die in seinen letzten Wochen noch um ihn
waren. Am ist er ihn, im Code nachgefolgt.^ �^
Tver Friedrichs Humor kennen lernen will, wird nicht an seinen Beziehungen zu Friedrich-Albrecht von Schwerin
vor�bergehen d�rfen. Sie lehren auch, gleichwie sein vertrauter Briefwechsel mit den ihm n�chststehenden verwandten,
da� seine tust an scherz und Witz bis kurz vor seinem Ende ihn nicht verlassen hat. ward es auch immer stiller
um ihn und ging er, je l�nger, desto mehr in den Gesch�ften und Sorgen seiner Regierung auf, so w�re es doch ein
Irrtum, wollte man von einer allm�hlichen v�lligen Erstarrung seines Wesens sprechen. Er war vor der Zeit gealtert,
aber auch noch �ber die Z�ge des �AltenFritz" huscht bis zuletzt ein Schimmern heiteren L�chelns, freundlichen Humors.
1 Anl��lich des Karnevals.
� *Vie Narnevalsfestlichkeiten.
� 8 Seine drei Rinder aus erster Ehe starben 90113 jung; die zweite
Ehe blieb kinderlos. Seine zweite Gemahlin starb erst
        
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