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Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

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Diesen drastischen Begebenheiten reiht sich an der abschl�gige Bescheid auf bin Bewerbung Schwerins um den
Kosten als Direktor der 1.765 begr�ndeten Acad�mie des Nobles, die, als eine Art 5elekta des Aadettenkorps gedacht,
eine ausgew�hlte Zahl junger Adliger f�r den Gffizisrberuf vorbereiten sollte.' Das Gesuch Schwerins liegt nicht
vor, sondern nur die derbe Abfertigung vom 8 Januar \^82; fie lautet: �En r�ponse ? votre lettre en date d'hier�
je dois vous [faire] observer que la direction de l'acad�mie militaire que vous me demandez, ne saurait gu?re
se comporter avec celle des �curies, d'autant plus qu'il faut que le directeur de la premi?re soit du militaire;
d'ailleurs, il serait trop affligeant pour mes mulets d'avoir ? partager vos soins avec des autres occupations,
et pour plus, les affaires de l'acad�mie militaire et des cadets �tant inse[pa]r�bles, je ne puis pas y apporter
quelque changement." Dazu f�gte der K�nig die eigenh�ndige Nachschrift: �Mes �nes sont au d�sespoir d'apprendre
le triste abattement o? se trouve Votre Excellence; ils m'ont pr�sent� requ?te pour que je la persuade d'aller
? Neustadt. Ils esp?rent par leur ch?re harmonie dissiper les lugubres id�es qui offusquent la bonne humeur dont
Votre Excellence a �t� si abondamment pourvue jusqu'? pr�sent; jedis Amen ? ce que mes �nes souhaitent." Wie ein
Nachhall dieser Zeilen klingt es, wenn Friedrich am �.November J783 dem GderstaUmeistsr, der in dienstlichen Angelegen-
heiten nach den, Gest�t in Neustadt an der Dosse reiste, empfiehlt, �bas Esel-Gest�te mehr Compliments lernen zu lassen".
Nach alledem kann man nicht leugnen, da� Schwerins Stellung recht dornenvoll war. Er wehrte sich aber
auch kr�ftig seiner haut, wie jene Anekdote lehrt, der zufolge er den K�nig, der ihm hart zusetzte, an den gleich-
falls an der Tafel sitzenden General von Seydlitz mit den Warten wies: �)a, Ihro Majest�t, mir k�nnen SU so
etwas leicht sagen, aber probieren Sie es einmal und sagen Sie es dem dort."? Auch lehnt er wohl humoristische
Ehrentitel, die Friedrich ihm verleiht, rund ab, so wenn er ihm am Oktober erkl�rt: �J'aspire nullement
d'?tre la splendeur et l'attrait de votre capitale, Sire, comme ila plu ? Votre Majest� de me l'�crire." 8 
    
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