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Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

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ist sie auch tot, weide ich ihr bis zum letzten Hauche die Gesinnung bewahren, die ich ihr Zeit ihres tebens gelobt
habe." �kr klagte, �r verliere in ihr eine treue Freundin, deren Erinnerung nie aus seinen: Ged�chtnis schwinden
werde; ihr Verlust betr�be ihn aufrichtig und verursache allgemeine Trauer. Und noch in sp�teren Tagen pries er
sie als �Schmuck und Zierde Deutschlands".^
Sie war die Seele ihres Hauses, der gute Genius ihrer Familie gewesen. Einen m�nnlichen Zug hatten
Friedrich und auch Katharina II. an ihrem Geiste wahrnehmen wollen, �o hatte der A�nig, als sie imHerbste 1??3
von der Bitterkeit der bevorstehenden Trennung von ihrer Tochter IVilhelmine sprach, ihr entgegengehalten, gewi�
sei der Abschied schmerzlich, aber er w�rde es in noch h�herem Grade f�r eine Pers�nlichkeit sein, die nicht ihren,
von ihm bewunderten �m�nnlichen und starken Geist" bes��et Zu dieser Herzhaftigkeit ihres Geistes gesellte sich
der Adel ihrer Gesinnung. Auch ihn erkannte Friedrich unumwunden an, indem er erkl�rte: �Diese Frau hatte die
Seele eines Ehrenmannes."
Danach d�rfen wir von einer inneren Verwandtschast ihrer Naturen sprechen, die sie zueinander zog und die
noch in besonderer weise sich dokumentierte; denn gleichwie Friedrich w�nschte, auf der H�he der Terrassen von
Sanssouci bestattet zu werden, so hatte auch Aarolme in ihrer Sterbestunde den Gatten gebeten, sie in einer Grotte
des Englischen Gartens in Darmstadt beisetzen zu lassen, wo sie ihr Grab sich selbst bereitet hattet In dankbarer
Erinnerung an die Heimgegangene Freundin schm�ckte der A�nig diese St�tte mit einer Urne und lie� auf diese die
Worte setzen, die ihr Charakterbild enthalten: I^eminZ. sexu. in^enio vir � ihres Geschlechtes eine Frau, von
Geist em Mann.
Beilage
Portr�t der Prinzessin Friederike von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des Prinzen Friedrich-Wilhelm (II.).4
Gericht des Grafen Schulenburg, Darmstadt 5. April U&9-] Berlin, Geheimes Staatsarchiv.
Pour en parier en g�n�ral, toute la famille du landgrave de Darmstadt n'est ni belle ni jolie; elle est
bien faite et sans d�faut ? la taille. Les Princesses ne manquent pas d'agr�ments, et madame la Landgrave
a pris particuli?rement soin de leur �ducation pour leur donner cette franchis� de caract?re qui en fait l'ornement
principal. C'est un charme que de voir cette illustre m?re avec les Princesses ses filles. C'est une amie devant
laquelle elles paraissent sans aucune contrainte, et il r?gne la plus grande union entre fr?res et s?urs. Elles
ont deux gouvernantes qui ne les quittent pas, et ont eu des ma�tres en tout ce qu'une personne de leur
1 Friedrich schreibt an Heinrich am 3. April \?Vk'* �La princesse de Deux-Ponts, m?re de la Landgrave, vient de mourir; je
crains beaucoup pour la Landgrave m?me, dont la sant� menace ruine. Ce serait bien dommage, et je vous avoue que je ne pourrais
m'emp?cher d'?tre sensible ? cette perte, car cette femme a l'�me d'un honn?te homme"; am 7. April: �Malheureusement, mon cher fr?re,
votre pronostic sur notre ch?re Landgrave ne s'est que trop confirm�. Elle n'a surv�cu que quatre jours ? sa m?re; la douleur de cette perte
l'a pr�cipit�e au tombeau. Je la regrette du fond de mon cceur, et quoique morte, je lui conserverai jusqu'au dernier soupir les sentiments
que je lui ai vou�s pendant sa vie"; serner am April ait die Prinzessin von �ranie�i: �Nous venons de perdre la landgrave de Darm-
stadt, ce qui m'afflige v�ritablement, et qui cause ici un deuil g�n�ral; c'�tait une femme dou�e de l'�me d'un honn?te homme." (Dtjl.
p. C. 35, 226. 229. 229.) vgl. ferner die Schreiben de5 K�nigs an den Prinzen von Preu�en und Katharina II.vom $., cm Maria�
Antonia von Sachsen vom 9. April (77t, an den hessischen Vberj�germeister vonRiedefel vom \2. April1775 (p. 
    
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