Path:
Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : V Landgräfin Karoline von Hessen Darmstadt; VI Der Oberstallmeister Graf Friedrich Albrecht Schwerin

151
Schwiegermutter f�r ebenso rechtgl�ubig, wie Sic uni� mich und ?l�artin Luther und Calvin und penn und (Sanganelli
und ���aljomet und Confucius." Dan� kam auch nochmals die Haltung des Landgrafen Ludwig zur Sprache. Tat-
s�chlich erhob er Einspruch gegen den �laubensmecrjfel seiner Tochter; doch als der Protest anlangte, war Me Zeremonie
bereits v�lligen. Bitter beklagte sich Caroline. Wohl legte (te sich dem K�nig gegen�ber, wie sie angibt, �mit
R�cksicht auf ihren durchlauchtigsten Gemahl" Schweigen auf; um so herber war ihre Kritik in den Briefen an ihre
Z�Tutter: der Ean�graf erkl�re aller IVelt, er sei krank infolge des Neberlrittes seiner Tochter � �Gott verzeihe mir,
w�ren seine plane gegl�ckt, er w�rde ihr, glaube ich, erlaubt haben, T�rkin 511 werden/" Sie berief sich auf ihr
gutes Gewissen. Denn noch auf taut tDege nach Petersburg hatte sie ausdr�cklich erkl�rt, lieber mit ihren T�chtern
wieder heimkehren zu wollen als eine von ihnen
ungl�cklich zu inachen; sie fei bisher keine �barbarische
3!lutter" gewesen und werde es niemals fein.2 3U
Petersburg hatte sie darauf die Kaiserin 511 bewegen
versucht, von der Forderung des Glaubenswechsels
Abstand 311 nehmen; noch vor der !Vahl des Gro�
surften und nachdem diese erfolgt war, hatte sie der
Tochter die Schwere und Tragweite des Schrittes vor-
gehalten, und sie k�nne schw�ren, so versicherte sie, da�
(te keine lteberredung und keinerlei Zwang auf diefe
angewandt r;abe� 3 So war sie denn bereit, die Ver-
antwortung zu tragen. �Alle Schuld wird auf mich
fallen", schrieb fie dem K�nig', und trotzdem werde
sie nicht bereuen, ihre Tochter als Gro�f�rstin zu wissen,
um so weniger, als alles sich gl�cklich anlasse.
Die Vriefe Friedrichs an die Tandgr�fin aus
dieser Zeit tragen ein besonderes Gepr�ge: sie sind aus
Katharina II. berechnet. Denn �hnlich wie er mit dem
Prinzen Heinrich w�hrend seines Gesuches in Petersburg,
im Minter 5, eine doppelte Korrespondenz unter
hallen hatte, eine g�henne, die die Staatsgesch�fte betraf
und daher in Chiffren gef�hrt wurde, und eine offene
und ostensible, in der er mit immer wechselnden
NX-ndungen das von Katharina in Ru�land vollbrachte
Knlturwerk pries", so stimmte er auch jetzt in den
Briefen an Karoline das Loblied der Kaiserin an. Sie
Pimpfs,,, irill'cliuinc i>on iVffni� Piiniiflato, i'CtnutHtt tPtopf�[|liti Raralls :Jllfjtciptm
�on �?ii�Kinti. (DelgemiH� im IVfit) 5.1i. �. lies �ropherjog? non Reffen >PamiftalK
ginge in ein Tand, schrieb er ihr am 7,<1. Juni, auf den T�rkeukrieg anspielend, wo die gewonnenen Schlachten so
gew�hnlich seien, wie in Deutschland und Sturm und bei den Franzosen schlechte Derse; sie werde in allen von
der Kaiserin in Ru�land getroffenen ebensoviel Weisheit finden, wie Frivolit�t und Inkonsequenz in
denen, die sie bei ihren� Vesuche Frankreichs" gesehen, h�tten andere Narbarenv�lker inehrere Jahrhunderte gebraucht.
1 Karoline an Friedrich, i, und 2�. September; an ihre �??ntter, 2*. �Topembei 1773: fflalttyrl, 62. 64. H78. InBesorgnis
vor dein preu�isch '�sterreichischen Hniagonismiis un& dem Bestreben beider Staaten nach Slusbeljnung it�rer Macht forderte �ub?iglX. die
Il.'l'cltr<,i^�!la einer &et russischen �jlfeeptonitijen an fein Ejous: �Die soll &en RodE und dir Canbgraffd^aft die ?rmcl rorftcdcu" (cal.
Mailler I, �22 und das pan Hcrp 5. &8 mitgeteilte schreiben de? ?anbarafeu .in �t�ofcr). �
*l\il.Assel'uras De�kn'Uldiafeiten, ?. 202 f. �
3 vgl. Karolinen? R^rrespc'ndl'N� mit den, 7(5ni{(, &� IHntter und Dem land^rafc� : �Paltlvr I,uz. H09, Hl;U. \Q\\ �
* Am
2,. September \775: Walten I, e+; p. C. .-.4, ,'n�. � " Val.p. C. 50, ,'.27. � � Karoline nun t"�>^ in Paris ur Konfultierung de^
bi'viil�mten Sixtes Cr^nchin �(cu?cfcii.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.