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Friederike, Markgräfin von Ansbach, eine Schwester Friedrichs des Großen

Full text: Friederike, Markgräfin von Ansbach, eine Schwester Friedrichs des Großen

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sa pauvre Ike et qu'il l'aimera toujours," Vom [2. .ist oie zusagende Antwort des K�nigs an den Markgrafen, am
\3. wurde Gberst von Verschau mit einem Briefe des K�nigs nach Ansbach geschickt, der Markgr�fin -Witwe
Christiane-^ Charlotte die Verlobung anzuk�ndigend Am 18. April traf der Markgraf, von dem gleichaltrigen Rron-
prinzen eingeholt, in Potsdam ein; auf die �lteste Tochter des K�nigs, die Prinzessin N)ilhelmine, machte er einen
guten Eindruck als sehr liebensw�rdig und vielversprechend, an der Braut r�hmt die Schwester die engelgleiche
Sch�nheit, setzt aber hinzu, fie sei sehr beschr�nkt un& sehr launisch. Unter gro�en Festlichkeiten fand am 30, Mai die
Verm�hlung in Berlin statt; am Juni reiste das junge paar ab und kam am 20. in Ansbach an, wo sie die
Markgr�fin-Witwe, die seit 5?23 die Regentschaft f�hrte, empfing. Mit der Huldigung am 29. Juni �bernahm der
junge Markgraf die Regierung.
Im folgenden Jahre besuchte der K�nig auf seiner Reise in das Reich feine Tochter (22.-27. 3u wenige
Cage nach der Abreise, vielleicht von Cricsdorf aus, wo sich der K�nig am 29. aufhielt, schrieb der Aronprinz, der
seinen Vater begleitete, feiner Schwester: �Tr?s ch?re sceur, notre cong� m'a fait beaucoup de peine. Je vous
assure, que je n'ai quasi pleur�. J'ai voulu donner des lettres avec ? votre mari mais je n'en ai pas eu le
temps. Vivez, ch?re s?ur, en paix et en tranquillit� mais n'oubliez pas un fr?re qui ne vous doit ?tre cher que
par l'amiti�, qu'il a pour vous et que je vous conserverai jusqu'au tombeau. Adieu.
Frider�c.
Mes compliments au mari, ? madame Rohwedel et aux dames. [Je vous envoie deux lettres,
que je vous prie d'envoyer outre ? la Reine et ? ma s?ur.]" 3
Er war auf diese Reise gegangen mit dem festen Entschlu�, sich weiteren Gewaltt�tigkeilen des Vaters durch
die Flucht nach Frankreich zu entziehen; die Absicht, dies scholl von Ansbach aus zu tun, mu�te er aufgeben, da sein
Schwager ihm die pfer�e, um die er ihn bat, verweigertes Als die Markgr�sin erfahren hatte, welchen traurigen
Verlauf die Weiterreise genommen hatte, glaubte sie, f�r ihren Vruder ein gutes wort einlegen zu m�ssen und schrieb
dem Vater am 1(8. August: ,J'ai �t� aussi bien afflig�e en voyant que mon cher papa avait eu du chagrin par
mon fr?re, qui, sans le consentement de mon cher papa, avait voulu aller en France. Je donne enti?rement tort
? mon fr?re, mais je supplie en m?me temps mon cher papa de lui faire la gr�ce de lui pardonner, �tant bien
persuad�e que mon fr?re fera tout son possible pour redresser ce qu'il a fait du mal."
Zur Hochzeit ihrer Schwester wilhelmine mit dem Erbprinzen von Bayreuth am 20. November ist die
Markgr�sin mit ihrem Gemahl zum ersten Male wieder nach Verlin gekommen und dann noch den Vezember �ber
geblieben. Ihre Absicht, im Juni von Vayreuth aus nach Berlin zu reisen, mu�te sie auf Anraten der Aerzte,
ihrer angegriffenen Gesundheit wegen, aufgeben. Daf�r kam sie nach Bayreuth her�ber, als der A�nig, auf der
R�ckreise von seiner Zusammenkunft mit dem Kaiser in j?rag, seine Tochter dort am 9. bis 42. August besuchte. Es
ist das letzte Mal gewesen, da� sie ihn gesehen hat; denn eine Einladung nach Berlin Ende September 1?36, die an
sie allein gerichtet war, glaubte sie, mit R�cksicht auf den Markgrafen, ablehnen zu m�ssen.
Der Aronprinz, der zu den Hochzeitsfeierlichkeiten seiner Schwester wilhelmine auf einige Tage aus A�strin
nach Berlin gekommen war, gewann nach dem, was er hier sah und h�rte, ein sehr trauriges Bild von dem Ver-
h�ltnis zwischen seiner Schwester und ihrem Gemahl, �die sich wie das Feuer ha�ten". 2
Die Visharmonie zwischen beiden war schon im Gktober zum Ausbruch gekommen. Sie sympathisierten
nicht miteinander, durch beider Schuld waren aus kleinen Uneinigkeiten gr��ere geworden; die Markgr�sin fehlte
1 Die Briefe de5 Markgrafen und des K�nigs abgedruckt in Venrendorf, Characterz�ge aus dem leben ,frie&rt$,-!DiIt�eIins I.,
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