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Friederike, Markgräfin von Ansbach, eine Schwester Friedrichs des Großen

Full text: Friederike, Markgräfin von Ansbach, eine Schwester Friedrichs des Großen

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Gcsterreich schlo�, seine Truppen zum Reichskontingent aufbot, hatte zur Folge, ba� �as preu�ische Streifkorps, das unter
Oberst Mayr ins Reich geschickt worden war, im Juni ins Ansbachifche einr�ckte, bis F�rth und �chwabach vordrang.
Der Markgraf war vorher nach W�rzburg gegangen; nach Abzug der preu�ischen Truppen kehrte er zur�ck. Nach kurzer
Arankheit erlag er am I.August einem Schlaganfalle; er hatte feine Gemahlin noch sehen, aber nicht mehr sprechen k�nnend
In aller dieser Aufregung erhielt die NIarkgr�sin aus Verlin die Nachricht vom Tode der Mutter <28. Juni),
dann von dem R�ckzuge des A�nigs aus V�hmen, dazu kamen Durchm�rsche und Einquartierungen von kaiserlichen
und Reichstruppen ; sie konnte wohl (21,. August) ihrein Vruder von ihrer �deplorabeln Situation" schreiben. Richteten
sie auch die Siege von Ro�bach und keuchen, die ihr der A�nig mitgeteilt hatte, wieder auf, so mu�te sie sehen, da� ihr
Sohn, der jetzt regierende Markgraf Rarl-Alexander, der dem A�nige zum Siege von f>rag einen Gl�ckwunsch geschrieben
hatte, Ansang 5758 nach Stuttgart zu dem preu�enfeindlichen Herzog Rarl- Eugen ging. 2 Am Oktober starb die
Schwester in Bayreuth, von der sie schon 5 ?H8 dem Vruder gegen�ber die Besorgnis ausgesprochen hatte, sie w�rde bei
ihrer zunehmenden Kr�nklichkeit ihnen nicht mehr lange erhalten bleiben; sie verlor damit diejenige, die ihr seit 25 Jahren
in ihren N�ten und A�mmernissen treulich zur Seite gestanden hatte. Vieser Codesfall scheint ihren seelischen Ar�ften
eine schwere Ersch�tterung beigebracht zu haben, man erz�hlte sich im November 5 758, seit einiger Zeit habe sie ein
schwerer Wahnsinn angewandelt, und die Schilderung, die der kaiserliche Gesandte von IVidmann Ende November von
ihr in seinem nach U)ien geschickten I'ableau 6e la cour �^'^.nsdacn �nachte, ist allerdings jammervoll. 2
)n Erlangen hatte die seit dem 26. Februar \763 verwitwete Markgr�sin Aaroline von Bayreuth ihren
Wohnsitz genommen; wie es scheint, nach einem Vesuche in Ansbach hatte sie ihrer Mutter, der Herzogin Charlotte
von Vraunschweig, von dem Zustand der Angbacher Markgr�fin geschrieben; die Nachrichten, die die Herzogin dann
den: K�nige mitteilte, m�ssen so besorgniserregend gewesen sein, da� Mitte Januar \76% Cothenms, des K�nigs keibarzt,
nach Ansbach geschickt wurde und bis tief in den M�rz hinein dablieb. 3n einem Briefe vom 5. April dankte die
Markgr�fin dem K�nige, da� er Cotfjemus geschickt habe, �? prendre soin des quelques infirmit�s, o? l'�ge par
soi-m?me augmente les incommodit�s. Son habilit� judicieuse et sa profonde capacit� ont donn� de si forts
secours ? ma t?te que je me trouve ? l'heure d'? pr�sent presque soulag�e. C'est en v�rit� la gr�ce particuli?re
de mon cher fr?re qui a le plus op�r� de relever selon l'application ? celle d'une �nesse la lessive que l'on perd. 5
Si ce peu qui me reste encore dans ma cervelle d�traqu�e me donne simplement l'usage pour me faire souvenir
des bienveillances �ternelles de mon cher fr?re, je ne me plaindrai jamais de cette faiblesse." c^othenius hatte,
1 i?�arfgraf?n Wilhelmiue an den Kontg 6, August \75?; �Le Margrave a �t� huit jours malade d'une colique accompagn�e de
suffocations; il a vu ma s?ur deux jours avant que de mourir mais il ne pouvait plus parler." Die ?eid}enprebtgt gibt als Kran?b,ett
Engbr�stigkeit an, am dritten Tage sei ein Schlagstu� dazugekommen. Der Kondolenzbrief des K�nigs Erfurt 2<*. September (Politische

    
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