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Die Münzverwaltung Friedrichs des Großen

Full text: Die Münzverwaltung Friedrichs des Großen

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t�acli (Braumans Beseitigung hat der K�nig seine 2N�nzst�tten einer j�dischen Handelsgesellschaft verpachtet,
beten l^aupt erst Herz Moses Gumperts, dann seit 1758 �der ein�ugigte 3u^e" Veitel Ephraim war. vor dein sieben
j�hrigen Ariege verschafften sie ihm einen Schlagschatz von 3^0000 Talern j�hrlich, was aber nur durch Herstellung vieler
Scheidem�nzen m�glich war. Friedrich hat die verderbliche Folge davon f�r manche taudestcile, besonders Clerc, 511
sp�t erkannt. ?r sagte Anfang wenn der Krieg nicht w�re, w�rde er dieses sch�ndliche und infame Geld l�ngst
beseitigt haben, w�hrend des Krieges aber wurde n�tig, den M�nzfu� weiter und weiter zu verschlechtern, so da�
der M�nzgewinn auf bis 9 Millionen j�hrlich getrieben wurde, der ganze Schlagschatz \756 �(763 33l/g Millionen
Caler betrug. Sodann kennt mau die preu�ische Pr�gung unter fremdem Stempel w�hrend dieser �Zeit.
Friedrich hat deswegen nie die geringsten Skrupel gehabt, Einwendungen dagegen wies er als frivol ab, denn
solche Nachpr�gungen seien in fr�heren Kriegen vielfach vorgekommen. Die Verschlechterung des M�nzfu�es war einfach
n�tig, wenn der Staat gerettet werden sollte; der vierte bis f�nfte Teil der Kriegslasten ist so gedeckt worden. !l)enn
aber der K�nig nur die eigenen M�nzen verschlechtert h�tte, so w�rde er diesen (Gewinn nicht erzielt haben; denn
nt?ti}�i muer Friedrich dm, �rofcert: (2. lk Tuler \7�>) BetllTi (lEp?jtdlmit). (3. 5joflaf l5rch^r�scher1 5757 Clcm-. ,4, 1/3 Caler (�83 Drtitwn (i?pl;rciimit,
Preu�en allein war zur Aufnahme der �Ephraimilen" nicht f�hig, es mu�ten andere t�nder dazu herbeigezogen
werden, und um die Ephraimiten dort abzusetzen, mu�ten sie deren Gepr�ge tragen. Ver A�nig sah aber auch die
schweren Folgen der M�nzverschlechternng voraus, die durch Ilmm�nzung in besseres Geld nach dem Frieden dem
Volke auferlegt werden mu�ten, und suchte sie den feindlichen L�ndern aufzuerlegen.
Das waren in erster Sachsen und Polen, besonders konnte Polen schon laugst nicht mehr ohne fremde
M�nzen bestehen, denn infolge seiner inneren Zerr�ttung m�nzte es seit den: Jahrhundert nicht mehr, fondern
benutzte niederl�ndische Dukaten und Taler sowie preu�ische und kurs�chsische Gepr�ge. Diese T)'Mpfe und Szostake
mit s�chsischem Gepr�ge lie� mm Friedrich in erster Tinie stark verschlechtert pr�gen. Dem schl�ssen sich AnHall
Vernburger und Mecklenburger Drittel und Sechsteltaler an. Seit kamen dazu s�chsische Augusldor, die von
252/4 Karat auf 7 bis Karat verschlechtert wurden, endlich seit s�chsische Doppelgroschen und Groschen. Dies
waren die am meisten nachgepr�gten fremden M�nzsorten.
Aber es wurden auch die eigenen M�nzen stark verschlechtert, besonders die und '/<->Caler sanken von
eine�� auf einen Diese Verschlechterung wurde von vielen deutschen F�rsten nachgemacht,
und zwar ahmten sie dabei besonders die preu�ischen Sechstel nach und setzten ihren Namcnszug darauf, der den
1 (Ein U-Calerfu� ist hcffcr als ein 4-(Ealerfu�, tonn in jenem lM her E?let '/i*/ in diesem nur
'
Mark Femsillicr.
        
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