Publication:
1911
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-3296
Path:
80
Alaterial dazu lieferte, tr�gt eine Vrandspur an sich. Die Augz�ge aber, die Eichel jetzt am 2. Oktober einforderte,
waren f�r dag dritte und die folgenden Aapitel bestimmt, wie denn auch schon die beiden am 6. September verlangten
Staatsschnften von zum dritten Aapitel geh�rten.
Es irren also ?att und ?urd)efini, wenn sie die Niederschrift der �Histoire" an, Zeitpunkte des Vrandes
als vollendet hinstellen. 3a die Anfangspartien, von denen man in erster kmie glauben wollte, da� fie durch das
Feuer vernichtet seien, waren �berhaupt noch nicht niedergeschrieben.
Noch einige Worte �ber das Manuskript der ,,^l5tmre". Aus seinem Zustand lassen sich nur wenige Schl�sse
auf die Geschichte seiner Entstehung ziehen. In gleichm��igen,, schnellem Flusse ist es geschrieben; nur selten ist in
der Niederschrift ein Wort gestrichen oder ge�ndert. Gr��ere Aorrekturen scheinen �berhaupt erst bei der nach Voll
endung des Ganzen vorgenommenen Revision erfolgt zu sein; und fast nur bei der Schilderung der Ereignisse des
Jahres finden sich gr��ere Partien, die �berklebt und neu gestaltet sind.^
F�r unsere Untersuchung ist indessen die Feststellung von Bedeutung, da� die Aapitel jedes f�r sich ein
selbst�ndiges Heftchen bilden, oft mehrere �cakier�" umfassend, da� sie f�r sich allein durchpaginiert sind und erst nach
Vollendung des Ganzen ihren besonderen Umschlag mit der ihnen zukommenden fortlaufenden Nummer erhalten haben ;
denn bamit f�llt auch der letzte Einwand gegen das von uns gewonnene Ergebnis, da� die Rapitel bis vor
allen anderen und zuerst entstanden sind.
Durch das Datum, das mit der Angabe: �Fin" unter den: Schlu�kapitel steht, ist anderseits erwiesen, da�
dieses auch erst zuallerletzt niedergeschrieben ist. U)enn nun aber Friedrich noch im Februar \?6^ erw�hnt, da� er
an der �Histoire" arbeite", so handelt es sich dabei jedenfalls um die Schlu�remsion; hat er doch noch am U. April,
also nachdem auch der �Avant propos" schon verfa�t war, ein �M�moire" �ber die Vorg�nge in Schweden w�hrend
der Jahre ;75^/55 eingefordert, das allerdings mit manchem anderen �Extrait" das Schicksal geteilt hat, in der
�Histoire" keine Verwendung mehr zu finden.^
Fassen wir das Schlu� ergebnis zusammen: durch den Vrand im Aabinett des A�nigs am Abend des
Oktober 5?65 sind aller Wahrscheinlichkeit nach nur 3Naterw!ien f�r die Darstellung der �I^wi^e" zugrunde
gegangen; diese selbst war noch keineswegs vollendet. So ist denn auch die Erz�hlung der (Latt und tucchesini, die
von einer Vernichtung der ganzen ersten Niederschrift sprechen, nichts anderes als eine Fabel. Damit ist aber auch
die auf Catts Angabe in feinen 2Ncmoiren gebaute Hypothese hinf�llig, da� es bei dem angeblich verbrannten
Manuskript sich nicht um die Darstellung des Siebenj�hrigen Arieges handle, sondern un, die erste Niederschrift der
Geschichte des Ersten Schleichen Krieges, von der nur Fragmente uns erhalten sind.^
1 vgl. l'en Faksimiledruck im ?}o?iegeifern 590? (Veilage V, hinter 5. 28). � s I?gl. ?uvres, 23*. 20, S. 29<*. �
3 vgl.p. ?., Vd. 2^, 5. 53^ :tnm. 2, und Vilmar, 5. *7.
� 4 Vgl. historische Zeitschrift, 85. 52, S. 4�5 2Jnm. 2.
                            
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