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Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

Full text: Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

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Vlutbade verzichtete der K�nig, a?s es dunkel wurde, auf weitere, an diesem Cage keinen Erfolg mehr versprechende
Anstrengungen. Er gab dem Generalleutnant v. h�lsen Befehl, die Truppen. so gut wie es in der Dunkelheit gehen
wollte, zu sammeln, und schickte sich, selbst verwundet, an, nach dem dicht hinter der Gefechtslinie gelegenen Dorfe Elsnig
zu reiten, um dort die Nacht zu verbringen. Da flammt im S�dabschnitt des Schlachtfeldes der Kampf von neuein auf,
heftiges Gesch�tz- und Gewehrfeuer beim Vorfe S�ptitz, auf dem lvestst�gel der Gesterreicher, verk�ndet den Truppen
des K�nigs, da� Zielen angreift. Endlich halte er sich, von seinen Unterf�hrern gedr�ngt, zum Vorgehen entschlossen.
H�lsens Generalstabsoffizier, Major v. Gaudi, bestimmt jetzt seinen alten General, mit ein paar versp�tet eingetroffenen
frischen Bataillonen noch einmal vorzusto�en, andere Gffiziere schlie�en sich mit dem, was sie zur Hand haben, an,
der K�nig selbst setzt alle Truppen, deren er in der Finsternis habhaft werden kann, auf das brennende S�ptitz
in Vewegung, und dieser vom Gegner gar nicht mehr erwartete �berraschende, konzentrische Angriff, dein der in
Flammen stehende Ort als Richtungspunkt dient, bricht endlich den Widerstand des Feindes. Er r�umt in der Nacht
den Rest seiner nicht mehr haltbaren Stellung. Der K�nig von Preu�en hat seine letzte gro�e Schlacht gewonnen.
IVir ber�hren noch das Treffen von Vurkersdarf am 25. Juli weil auch in diesem letzten gr��eren
Kampfe, in dem kex seine Armee zum Siege f�hrte, der Gedanke von keuthen, die Grundidee der �schr�gen
Schlachtordnung", deutlich hervortritt. Es handelte sich f�r den K�nig darum, den Feldmarschall Vaun, der am
nord�stlichen AbHange des schlesischen Grenzgebirges nahe bei Schwcidnitz stand, von dieser im Vorjahre in die H�nde
der Gesterreicher gefallenen Festung nach S�den hin abzudr�ngen, damit er sie belagern und wiedernehmen k�nne.
Dem Vestreben des K�nigs, Dauns linke Flanke von Norden her zu umfassen, wich dieser aus und stand schlie�lich
mit der Front nach Nordwesten hinter dem tief eingeschnittenen Gebirgstal von Vittmannsdorf und Reu�endorf. Seine
rechte Flanke wurde durch die verschanzten H�hen von Vurkersdorf und Teutmannsdorf am Rande der Ebene gesichert,
von denen man die T�rme von Schweidnitz deutlich sah. Gegen�ber diesen H�hen, also in der rechten Flanke des
feindlichen Heeres, versammelt der K�nig mit einigen �berraschenden Nachtm�rschen die Hauptkr�fte seiner Armee,
w�hrend die ganze feindliche Front durch die vor ihr verbliebenen schwachen Teile, den �refusirten" rechten Fl�gel,
besch�ftigt und gefesselt wird, hinter denen das russische Korps Czernitschef trotz schon erhaltenen Vefehls zur Heimkehr
wie eine Theaterkulisse stehen bleibt, st�rmt der starke zum Angriff bestimmte linke Fl�gel unter dem Vefehl des
K�nigs die durch eine m�chtige Artilleriewirkung aus Haubitzen und Zw�lfpf�nde�.n sturmreif gemachten H�hen
in der Flanke des Gegners, und ihre Wegnahme zwingt die Vesterreicher, ihre unhaltbar gewordene Stellung hinter
dem Dittmannsdorfer Grunde zu r�umen und sich nach der b�hmischen Seite des Gebirges zur�ckzuziehen. Der K�nig
aber konnte nun die kaufgr�bcn vor Schweidnitz er�ffnen, und mit dem Falle der Festung endete im Herbst der Feldzug,
der letzte des gro�en Krieges.
So reichte die Siegesg�ttin den Lorbeer nicht denen, die versucht hatten, ihn mit kleinen K�nsten zu gewinnen.
Sie bekr�nzte den Helden, der sein und seiner Preu�en (etztes ihrem Altar weihte.
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