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Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

Full text: Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

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die Stellung Vauns auf den H�hen westlich der Stadt durch die gro�e Donnnitzscher Heide umgehen und bann von
Nordosten, von der Elbe her, angreifen. Ein unter Zielens Befehl an der Stra�e von Eilenburg nach Morgan
vorgehender i}cerc5kil aber sollte dem Feinde in den R�cken fallen, eine Aufgabe, wie sie �hnlich dem F�rsten
Moritz bei f)rag zugedacht gewesen war. Hur etwa durchbrechende schwache Reste konnten dann scharf nach der
Flanke durch die enge Festung und �ber die Elbe entkommen. An die Stelle der gegen eine Flanke des Gegners
gerichteten Nmfassung, welche gleichzeitig die damals so schwierige Fesselung der feindlichen Front notwendig
machte und dem Feinde meist einen Augweg lie�, tritt in der gro�z�gigen Anlage dieser letzten Schlacht des
K�nigs der Angriff von zwei Seiten, der im Fall des Gelingens fein Entrinnen mehr gestattet. Hur lag die
gro�e Schwierigkeit darin, das zeitliche Zusammentreffen der beiden Angriffe herbeizuf�hren, nnd da dies nicht gelang,
blieb der volle durchschlagende Erfolg aus, den der K�nig erstrebt hatte. Als er nach den, Nmgehungsmarsche durch
die Dommitzscher X)ei6c vor der Nordfront des Gegners erschien, wurde im S�den Gesch�tzfeuer h�rbar. Ver 'K�nig
glaubte Mieten in den Kampf eintreten und beschleunigte das Vorgehen seiner eben aus den Waldungen heraus^
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tretenden Kolonnen aufs �u�erste. Sein erster Angriff erfolgte fast ohne Artillerievorbereitung gegen eine feuerspeiende
Gesch�tzlinie; er erfolgte ohne Tiefengliederung, denn das erste Treffen war erst ausmarschiert, als die ihm vorangehende
�Attake" von zehn Grenadierbatailloncn schon zertr�mmert zur�ckkam, und das zweite Treffen stand erst bereit, als
auch das erste Treffen schon geworfen war. Die Richtung des Angriffs aber f�hrte rein frontal gegen den Feind.
Wohl hatte der A�nig, der die Gegend nicht, genau kannte, die Absicht gehabt, die nach Norden gewandte Front des
Gegners von Nordosten, von der Elbe her, links zu uinfassen und ihn dem Angriffe Nietens entgegenzutreiben.
Vei der Erkundung an Grt nnd Stelle aber fah er sofort, da� eine Umfassung in diesem ganz dcckungslosen Gel�nde
nicht m�glich war. Die westliche Flanke des Feindes aber zu gewinnen, hinderte der Wald, an den sie sich lehnte,
und au�erdem war eine solche Rechtsschiebung im Vereich der feindlichen Gesch�tze nicht mehr ausf�hrbar. Voch es
h�tte dessen auch gar nicht bedurft, wenn nur der R�ckenangriff Zielens, der ja viel wirksamer werden mu�te als jede
Flankierung, rechtzeitig erfolgt w�re. Doch der l)usarengencral griff nicht an. Arlilleriefeuer r�hrte lediglich
von einem vortruppengefccht her. Er wollte abwarten, bis der Angriff des K�nigs erkennbare Forlschritte mache,
sich nicht vorzeitig einer Abweisung aussetzend So behanptete Daun seine Stellung, und nach einem beispiellosen
' 2le(]iiliibdachte Ke^ott� am (O- Oktober \T58 bot N''elsion!'l'rl;, Gcin'ralstabsuicrk VIII, 272
        
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