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Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

Full text: Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

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des Gegners zu richten. �Tout d�pend du choix judicieux que vous ferez de l'endroit o? l'ennemi est le plus
faible. ... Je crois que la sagesse exige que l'on prenne un point fixe de l'arm�e de l'ennemi, savoir la
droite, la gauche, le flanc etc., et qu'on se le propose pour faire faire un plus puissant effort de ce c�t�-l?;
que Von forme plusieurs lignes pour le soutenir, �tant probable que vos premi?res troupes seront repouss�es,
Je d�conseille les attaques g�n�rales, parce qu'elles sont trop risqueuses, et que, en n'engageant qu'une aile ou
une section de l'arm�e, en cas de malheur, vous gardez le gros pour couvrir votre retraite, et vous ne pouvez
jamais ?tre totalement battu." l Vie fr�her zugunsten �generaler" Angriffe in der Ebene gemachte Einschr�nkung
l��t er fallen, obwohl er noch immer hofft, bie mehr und mehr der Stellungsreiterei in den Grenzgebirgcn
perfallenden Gesterreicher nach Niederschlesien ziehen und dort in offenem Gel�nde zum Entscheidungskampfe stellen zu
k�nnen; denn �le sort des Etats d�pend des actions d�cisives". 2 Vie Instruktion f�r die Generalmajors von der
Infanterie vom \2. Februar befummle jetzt f�r alle F�lle: M?s ist einmal festgesetzt, da� ein Fl�gel nur
attakiret und da� der andere Fl�gel en �chelons abfallet." Die Artillerievermehrung wurde in gro�em Stile
fortgesetzt. Als der neue Feldzug begann, verf�gte die Armee au�er den Vataillonskanonen �ber 298 mobile schwere
Gesch�tze, und die Gie�ereien arbeiteten eifrig an der Schaffung einer gro�en Gesch�tzreserve.
Dieses unheilvolle Jahr zeigte bald, da� es �so viele diff�rente Vataillen als diff�rente Terrains" gebe, und
auch der Flankenangriff nicht ein f�r allemal zum Siege f�hre. Vei Aunersdorf griff der A�nig am ;2. August 1?59
die linke Flanke der auf dem rechten Gderufer bei Frankfurt auf verschanzten H�hen stehenden, die Front nach
S�dosten kehrenden Russen an. Ein Seen- und Sumpfabschnitt, der vor der feindlichen Front lag, wurde die Ursache,
da� ein gro�er Teil der feindlichen Stellung �berhaupt nicht angefa�t, nicht einmal bedroht wurde, von hier
vermochte der Verteidiger, auch nachdem seine Flanke eingedr�ckt worden war, immer neue Ar�fte heranzuf�hren, die
unter Ausnutzung mehrerer, die russische Stellung durchschneidender Huert�ler dein Angreiser hmter diesen Abschnitten
immer neue Gefechtslinien entgegenstellten, vor denen sich die preu�ische Infanterie schlie�lich verblutete. Vie Schlacht
ging verloren, weil der Feind, wie es in den Generalprinzipien hie�, sich der Truppen, die man ihm �zu seiner
Disposition gelassen", bediente, um sie an dem gef�hrdeten Punkte einzusetzen.
Traurig und verbittert schrieb der U�nig, als er im Sp�therbst in der Gegend von Glogau den heimw�rts-
ziehenden Russen gegen�ber stand, �Vetrachtungen �ber das milit�rische Talent und den Charakter Aarls XII.R�mgs
von Schweden" nieder. Er zog aus ihnen den Schlu�, �da� Tapferkeit nichts ohne Alughcit ist und da� auf die
Dauer ein berechnender Geist �ber verwegene A�hnheit den Sieg davon tr�gt". Aber er folgerte daraus nicht wie
seine Gegner, da� Vorsicht die h�chste Tugend des Feldherrn sei, sondern da� dem wagen das IVagen vorangehen
m�sse. Das n�chste Ariegsjahr, in dem nach langer Verfinsterung die Siegessonne ihn: wieder strahlte, sollte zeigen,
da� die innere Rraft des Helden ungebrochen war.
Vei kiegmtz, an, August bescherte ihm das Gl�ck einen Sieg in einer Zufallsschlacht, die er selbst
so wenig geplant hatte, wie sein auf dem Marsche in der Nacht auf die Preu�en sto�ender Gegner kaubon sich eines
Zusammentreffens an dieser Stelle und zu dieser Stunde versah. Sei Torgau, am 3. November, beschlo� der A�nig,
eine �g�n�rale Aff�re" im gr��ten Sinne des Wortes einzuleiten. Hatte doch die gl�nzende Haltung seiner Truppen
bei tiegnitz das nach so vielen R�ckschl�gen ins Wanken geratene Vertrauen des Fcldherrn in sein Heer ganz wieder-
hergestellt. Auch diese Schlacht legte er von vornherein als eine Entscheidungsschlacht an, die zur v�lligen Vernichtung
des feindlichen Heeres f�hren sollte. Als er am Tage vor der Schlacht seine Generale zur Vefehlsausgabe um sich
versammelt hatte, sprach er ihnen aus, sie seien wohl alle des Krieges �berdr�ssig. Es sei Zeit, durch einen gro�en
Schlag ein Ende zu machend Der von S�dwesten kommende A�nig wollte mit dem gr��eren Teil seines Heeres
1 ?uvres 28, S. 559� *�0,
� * 5. (63. � 3 Journal Gaudis: �Als die Generals sich feilte
�
am 2. U-
� Nachmittag
im Hauptquartier versammelten, um ihre VerhaltungZbefrhIe einzuholen, sagte ihnen der Konig, da� er keines einzigen Meinung verlange,
sondern ihnen nur sagen wolle, da� der Feldmarschall Daun morgen angegriffen werden sollte; da� er zwar in einem guten Posten st�nde,
allein da� wenn man ihn schl�ge, seine Armee nach der gemachten Disposition entweder in die Elbe gesprengt ober ge-
fangen werden und dadinch er Krieg, den wohl jedermann �berdr�ssig w�re, einmal geendiget werden w�rde."
Qal)tn\Q�ein �Jo^tburt; (9|(. (0
        
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