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Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

Full text: Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

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auf de� H�hen s�dlich der von Aolin nach Prag f�hrenden Aaiserstra�e stand, rechtzeitig so weit nach Osten, bis zu
dem vielgenannten Eichenw�ldchen s�dlich Kr5cc3l7or5, da� der preu�ische Angriff seine Flanke nicht zu fassen vermochte.
Der K�nig erkannte die Truppenverschiebung beim Gegner und unternahm, um sie aufzuhalten, den bei solchen
Soldaten, wie er sie kommandierte, nicht 311 k�hn zu nennenden Versuch, durch sofortiges Einschwenken und frontales
Vorgehen gegen die sich erst bildende Verl�ngerung der �sterreichischen Front den Sieg an sich zu rei�en. ?s wurde
ein �23�ordbnt� erster Klaffe".1
Der versuch, einen Fl�gel des Feindes mit dem tief gegliederten Angriff^st�gel frontal einzusto�en, scheiterte
auch an� 25. August bei Zorndorf, obwohl starke Artillerie den Angriff l�ngere Zeil vorbereitete. Hier lehnte
sich der russische rechte Fl�gel von vornherein an den tiefen Zaberngrund, und es war nicht m�glich, ihm die Flanke
abzugewinnen. Diese Schlacht zeigt recht klar, wie wenig die Gliederung des Angriffs, das �Verst�rken" des zuerst
vorgehenden, das Versagen des vorl�ufig in Reserve bleibenden Fl�gels f�r den �eg bedeutete, wenn der Angriff
frontal durchgef�hrt werden mu�te und die Hauptsache, die Richtung gegen die feindliche Flanke, nicht erreicht wurde.
Den schlie�lichcn Erfolg halte der A�nig hier dem Umst�nde zu danken, da� er nach der Niederlage seines linken Fl�gels
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Zeichnimg �on vermied?
in dem zur�ckgebliebenen rechten noch Reserven besa�, mit denen er einen neuen, von besserem Erfolg gekr�nten Angriff
gegen den anderen Fl�gel des Gegners unternehmen konnte.
Vemerkenswert ist bei Zorndorf die gr�ndliche artilleristische Vorbereitung des Infanterieangriffs. In dieser
Hinsicht bedurfte das bisherige Angriffsverfahren offenbar einer Erg�nzung gegen�ber der m�chtigen Artillerie, mit
der die Gegner ihre Stellungen best�ckten. 3chon zur Schlacht bei Teuthen hatte der K�nig die schweren zw�lf
pfundigen �Vrummer" aus der Festung Glogau herangezogen, die seiner �Attake" dort den weg bahnten. Die schwere
Artillerie wurde stark vermehrt, auch durch Ivurfgesch�tz, und sollte eine 2TTaffeuu)irfung gegen den zum Angriffe
ausersehencn Fl�gel des Feindes aus�ben. Dem Prinzen Heinrich, der in Sachsen befehligt, schreibt der K�nig am
\\.M�rz 5?56, da� er ihm 20 schwere Zw�lfpf�ndcr sende; �cela fait un prodigieux effet. Si Vous avez quelques
affaires avec l'ennemi, il faut mettre ces canons en batterie et les faire agir tous vers l'aile que Vous voulez
attaquer, et Vous en �prouverez s?rement l'avantage". Vor rz�l,?�he ohne ernsten Kampf durch �berraschung gewinnen 311 k�nnen, wenn er feine ganze Armee auf
Kolin weitermaischieren lie�e und, sobald fie nord�stlich Krzeczhorz der Einsicht an? der �sterreichischen Stellung entzogen w�re, pl�tzlich
von dort aus zum Angriffe schritte. ?iefe Annahme rechnet mit einem so unglaubhafte� Grade von j?asfivit�t und Unaufmerksamkeit
der Vesterreicher, da� ihr die innere IVahrscheinlichkcit fehlt.
        
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