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Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

Full text: Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

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Husaren zuweisen. Die offenbar unzweckm��ige 1Kar>allerter>erteilung bot Chotusitz fand in der Armee ?t�tjIMfltgung.1
In der Skizze, die der K�nig den Generalprinzipien zur Erl�uterung [einer �Ordre de bataille oblique" beigab,
stellte er auf den 311111 Angriffe bestimmten rechten Fl�gel 60, auf den linken nur 2n Eskadrons Aavallerie, ungerechnet
die gleichfalls zum gr��eren �Teil rechts verwendeten Husaren. So hat er denn auch in den Schlachten des Sieben-
j�hrigen Krieges die Reiterei, wo bas Gel�nde es zulie�, grunds�tzlich auf dem Fl�gel massiert, dem er den eut-
scheidenden Angriff zuwies.
Charakteristisch ist, da� die Artillerie in der erw�hnten Skizze der Generalprinzipien �berhaupt nicht vor-
kommt. Ihre Bedeutung hat der K�nig vor dem Kriege offenbar zu gering veranschlagt. Er erwartete von der
Karj�tschwirkling der mit der Infanterie vor-
gehenden leichten Valaillonsgesch�tze die �Porbc*
reitung �es 23a joiKttana,riffs, feine fdjmore 2trtiHorte
aber erwies sich gegen�ber der �sterreichischen als
unterlegen. Durch die mit dem Namen des
F�rsten Wenzel Liechtenstein verkn�pfte Reform
dieser Waffe im �sterreichischen Heere gewann
der Gegner dem K�nige auf diesem Gebiete einen
Vorsprung ab, der mit hohen: Aufw�nde von
23Int und Geld eingeholt werden mu�te.
3.
Ein Angriff, der in der geschilderten
Art, also in einen verst�rkten Angriffssi�gel und
einen versagten Reservefl�gel, gegliedert war, bot
durch seine Formation an sich noch keineswegs
die Gew�hr des (Erfolges. Man mu� den
Zusammenhang Im Auge behalten, in dem der
K�nig anr�t, einen Fl�gel 511 uralten und den
anderen, der angreifen soll, 311 verst�rken. ?v
bespricht an der angef�hrten stelle die Frage,
�auf was Art man den Feind auch mit inegaler
Force schlagen kann", und darauf antwortet et:
�(Eine Armee von \OOOOO Mann, wann fie
in der Flanke gefasset wird, kann durch
Silberne Dose mit Dcttirirlidjun^ der Schloch� bei keuchen, Ool;ciijo�criviriufpuni
5NUO0 Mann geschlagen werden." Dieser Satz enth�lt den springenden s>unkt der ganzen Auseinander
setzung. Rann eine Armee von 5()lX)l�0 auch durch 50000 geschlagen werden, wenn diese, m�gen sie sich
gliedern wie sie wollen, frontal angreifen? wer dein Gedankengange des K�nigs folgt, wird das �wesen"
seiner schr�gen Schlachtordnung niemals blo� in den beiden bisher von uns besprochenen Momenten, also allein
in der Gliederung des Angriffs suchen. Nur dann war Aussicht, da� Nebcrmacht durch Minderzahl geschlagen
werden k�nne, wenn man die schwache Stelle der linearen Ordnung, die Flanke des Gegners, traf. Hier, an der ent-
scheidenden Angriffsstclle, mu�te versucht werden, eine �rtliche �berlegenheit herzustellen. Wie sehr der Flankenangriff
im Sinne des K�nigs der eigentliche Kernpunkt seiner Worte ist, tritt deutlich in dem ersten k�rzeren Entwurf der
Generalprinzipicn, der Instruction pour les pon zutage. Hier ist der Satz �ber die Verst�rkung des
1 Ho m den ,,Campagnes du Roi" ?>p� G�n�ral? B, Stille.
        
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