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Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

Full text: Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

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in zwei (Treffen gegliederten Schlachtordnung die gr��ere oder geringere Zahl
der Bataillone des einen oder anderen Fl�gels v�llig gleichg�ltig blieb und
f�r den Erfolg des zuerst vorgehenden Fl�gels nicht Me mindeste Bedeutung hatte.
Aus der Abteilung der beiden Infanteriefl�gel darf man daher auch keinerlei
Schl�sse auf etwaige Angriffsabsi�iten mit dem vermeintlich �verst�rkten" Fl�gel
ziehen. Die verschiedensten Gr�nde konnten 511 einer ungleichm��igen Ab-
teilung f�hren, waren beispielsweise f�r das erste (Treffen zwei General-
leutnants und f�nf Generalmajors von der Infanterie zu verteilen, so wurden
f�nf �Vrigaden" gebildet, und der eine Fl�gel z�hlte deren drei, der andere
zwei. Es w�re absurd, dieser lediglich aus �angverh�ltnissen herzuleitenden
Gliederung bestimmte taktische Absichten unterzulegen. Ebenso steht es, wenn
Gel�ndeverh�ltnisse eine Abschnittseinteilung herbeif�hrten, bei der in dem
Abschnitt des einen �Fl�gels" mehr, in dem anderen weniger Truppen plaij
fanden. l??an w�rde die bestimmenden Ursachen v�llig verkennen, wenn man
in so entstandenen Ungleichm��igsten eine �Verst�rkung" des einen Fl�gels
im Sinne der schr�gen Schlachtordnung suchte. weil das Schlachtfeld von
Chotusitz in die gr��ere Hochfl�che westlich der Vrslenka und den tiefer
gelegenen, wenig Entwickelungsranm bietenden Gftabschnitt, in dem Thotusitz lag,
Zerfiel, deshalb war hier der preu�ische �rechte Fl�gel" st�rker, nicht aber, weil
er von vornherein zum Angriff bestimmt und hierzu �verst�rkt" worden w�re.
Eine Verst�rkung im Sinne der Geueralprinzivien konnte die Infanterie
des zuerst angreifenden Fl�gels nur erhalten, indem ihre Tiefengliederung ver-
st�rkt wurde. Vie Zahl der Treffen mu�te auf dem Angriffsst�gcl erh�ht
werden, ein 2Nittel, das der damaligen Taktik beim Sturm auf feste Pl�tze
und auch im Feldkriege, wo es sich um die Wegnahme starker �Kosten", einer
verschanzten H�he, eines verhauenen Waldes, eines besetzten Vorfes handelte,
l�ngst gel�ufig war. In deu drei auf freier Ebene ausgek�mpften Schlachten
der beiden ersten Schleichen Ariege findet sich noch keine Spur einer verst�rkten
Tiefengliederung, und auch bei Soor und Aesselsdorf bildete die Infanterie
nur die gew�hnlichen zwei Treffen.
In einer dein ersten Entwurf der Geueralprinzivien, der �Instruction
pour les g�n�raux" von 17^6, an der betreffenden Stelle beigef�gten Skizze,
schiebt der K�nig zwischen die beiden Infanterietreffen auf cm rechten Fl�gel
ein Zwischentreffen ein, das er als �r�serve d'infanterie" bezeichnet.^ Sp�ter,
namentlich in den Schlachten des Siebenj�hrigen Krieges, setzte er meift vor
die beiden Treffen auf dem zuerst angreifenden Fl�gel ein Portreffen, das die
erste �Attaque" ausf�hren sollte und daher selbst �Attaque" genannt wurde.
Von gro�er Vcdeutung war ferner die Verwendung der Aavallcrie.
w�hrend sie bei Mollwitz und Tholusitz ganz gleichm��ig auf beide Fl�gel ver
teilt worden war, finden wir sp�ter ihre wo das Gel�nde dies ratsam
Huf pnpirr gArnrftes fogeminiitrs rittutban� mit
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erscheinen lie�, immer auf dem Angriffsfl�gel vereinigt. Schon in der bereits erw�hnten Visposition von� 6, August
will der A�nig dein einen Fl�gel nur dem anderen aber 50 Eskadrons tinicnkavallerie, ferner Eskadrons
1 5iche Sfi33c vorftchcnd 5. 56,
        
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