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Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

Full text: Die Feldschlacht in den Kriegen Friedrichs des Großen

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Pie Feldschlacht tu den Kriegen Friedrichs des Gro�en
von
Curt Jan^
Major im (�rojjeii raistak
-H/er siebenj�hrige Krieg war f�r f)reu�en ein "Kampf um die Vehauptung feiner in den beiden ersten Schleichen
Ariegen errungenen, durch den m�chtigen Vund feiner Feinde bedrohten Gro�machtstellung, in politischem Sinne also
ein Abwehrkrieg. F�r Oefterreidi Handelle es sich dagegen in erster (wie un, die Zur�ckcroberung Schlesiens, und
dar�ber gingen die pleine des Slaatskanzlcrs Kauni^ noch hinaus, indem fie die v�llige Niederwerfung und Zerst�ckelung
dieses Staates ins Auge fa�ten, dessen Gestehen die Vorherrschaft Gesterrcichs in Deutschland gef�hrdete. XX>av der
politische Zweck des Kriege? also auf preu�ischer Seite die Verteidigung der erworbenen Stellung, auf �sterreichischer
Seite Zur�ckerobern!! g einer promus und Zertr�mmerung der feindlichen 211ad)t, mithin durchaus offensiver Art, so tr�gt
die Kriegf�hrung, mit der die Parteien ihre Ziele zu erreichen suchten, im Gegenteil auf preu�ischer Seite einen offensiven
Charakter, w�hrend Geslerreichs Heere immer wieder in die Defensive zur�ckfallen.
A�nig Friedrich er�ffnete den Aampf, als er seine Ilnvermcidlichkcil erkannte, mit einem Einfall in dag kand
des Feindes. In einem Kriege mit mehreren Fronten, wie er ihn zu f�hren hatte, bedurfte er gegen den einzelnen
Gegner rascher Entscheidungen, wenn er nicht Gefahr laufen wollte, von der �eberzahl seiner Feinde allm�hlich ein-
gekreist und schlie�lich erdr�ckt zu werden. Er besa� aber auch nach den gl�nzenden Erfolgen seiner beiden ersten Rriege
foviel Selbstvertrauen und war der Leistungsf�higkeit seines noch nie geschlagenen Heeres so gewi�, da� er hierin die
Ermutigung fand, praktisch so zu handeln, wie es ihm die Betrachtung seiner Lage anriet. Hinzu kam, da� sein
pers�nliches Temperament ihn dazu aufforderte, selbst hinri�, schwierige strategische Tagen lieber durch Angriff zu l�sen,
wo er nur irgendwie Aussicht auf den Sieg zu sehen glaubte, als durch einen Nerven und Ar�fte langsam zerreibenden
Stellungs- und A^an�vrierkrieg. Auch als er sich nach drei Ariegsjahren in die strategische Verteidigung zur�ckgeworfen
sah, hat er sie, wo immer m�glich, taktisch offensiv gef�hrt und dauernd den g�nstigen Zeitpunkt f�r den Uebergcmg zum
Aiimcrkung. lieber dem (Eitel: Deckel einer Emaildose im iio^ei^ollcrn-innfeiim vom Jahre ("58 mit dem Vildnis Friedrichs
des Gro�en und der Aufz�hlung feiner bis dahin erfochtcnen riege.
        
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