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Friedrichsfeier vor hundert Jahren

Full text: Friedrichsfeier vor hundert Jahren

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von hier aus lie� sich eine Vr�cke schlagen zum Verst�ndnis und zur Anerkennung der Pers�nlichkeit Friedrichs, und
dann ist es keine pl�tzliche kaune gewesen, die Fichte am T�kulartage von Friedrichs Geburt unter Friedrichs Ver-
ehrer f�hrte und, wie Fouque' es schildert, zum Dolmetsch ihrer Empfindungen machte.
In dem warnenden Verichte', den im Jahre ein franz�sischer Beamter, Graf Veugnot, seiner Regierung
�ber die Stimmung inDeutschland erstattete, bezeichnete er als das Merkmal der Preu�en und zumal der Preu�en in
den durch den Cilsiter Frieden von der Monarchie abgetrennten tandesteilen: den gemeinsamen Glauben an die
wiederauferstehung der Monarchie Friedrichs des Gro�en.
Als nun der Auferstehungstag f�r Preu�en anbrach, als der Aamvf auf keben und Cod entbrannte, in
welchem nach jener Forderung von Elausewitz die Preu�en sich des Namens ihres gro�en A�nigs w�rdig zeigen sollten
und w�rdig gezeigt haben, da haben wieder wie in den Tagen des Harrens sowohl die Anh�nger des Alten wie die
Werkmeister des Neubaus gleicherma�en Friedrichs Manen gehuldigt. Man wei�, wie die Konservativen damals und
sp�ter geneigt waren, das was die landwehr von geleistet hat, ganz der alten milit�rischen Neberlieferung als
Verdienst zuzuschreiben. Am bezeichnendsten daf�r das lvort von Marwitz �ber das tandwehrheer: �wahrlich, die
Hache ginge auseinander, wenn der alte Fritze nicht noch in zu vielen R�pfen lebte." 2 Von solcher Einseitigkeit
blieb der Urheber des wehrgefetzes von ebenso weit entfernt wie von dem Fanatismus, die zu Beginn des
Befreiungskrieges meinten, da� der Milit�rgeist in dem jetzigen Volkskriegsgeist untergehen m�sse und da� in dem
anbrechenden Ariege die stehenden Heere vernichtet w�rden. Indem er die neuen volkst�mlichen Elemente in die
preu�ische Wehrverfassung einf�gte, gab Voyen van dem alten ererbten Gut des Heeres nichts Wesentliches preis:
Z�gling des friderizianischen Heeres, wu�te er �durch eigene tcbenserfahrung, welche kriegerische und sittliche Araft in
dem Geiste des Vfsizierkorps, in der festen Disziplin, in den Traditionen der Ehre und des Ruhms lebte".^
Nnd Wilhelm von Humboldt bekannte am Schl�sse des Feldzuges von �Napoleon gab sich das Ansehen,
als wenn Friedrich II.nur f�r einen Augenblick seinen Staat aufgebaut h�tte, was er getan hat, wird erst jetzt recht sicht-
bar, denn, was man auch sagen mag, der Grund des jetzigen Impulses inPreu�en kommt noch unleugbar von ihm her."
1 Ver�ffentlicht durch Fr. W�chter in den Forschungen zur brandenburgischen und preu�ischen Geschichte, 9, 582. � 8 INarwitz,
herausgegeben von ZTTeuf , 1, 708. � s Meinecke, Soyen, 1, q,^. � * 3. November \8(3. Wilhelm von Humboldt und Kacaline
�oit Humboldt in ihren Briefen, H, neo.
�ol^tnjolIcrn'J l?N. ?
        
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