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Die Kinderbildnisse Friedrichs des Großen und seiner Brüder

Full text: Die Kinderbildnisse Friedrichs des Großen und seiner Brüder

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hier nicht mit, da es ihn mit einem Rinderhusarenanzug zeigt. In den geschriebenen Ranglisten des Ariegsministeriums
von H739 ist der Prinz unter den F�hnrichen &es K�nigs =Regimentes aufgef�hrt, in dessen Uniform er auch in der
Darstellung des Tabakskollegiums, in einem Vildnis im Neuen palais (Abbildung 5� 30) und in dem Bilde der vier
Br�der von Rusca 5737 dargestellt ist.
Aomplizierter liegen die Uniformverh�ltnifse wieder bei dem vierten und j�ngsten der Vr�der, dem 5730
geborenen Prinzen Ferdinand, der aber in seinen Uniformen und in anderen Abzeichen nnt seinen Br�dern absolut nicht
verwechselt werden kann. Auf allen zweifellosen Bildern schon der fr�hesten Ainderzeit wird der Prinz nnt dem
Johanniterorden geschm�ckt dargestellt, zu dessen sp�terem Herrenmeister er demnach schon fr�hzeitig in Aussicht genommen
zu sein scheint. Ho auch auf dem ansprechenden Bilde im Hohenzollern^Nuseum, das den ungef�hr vierj�hrigen Prinzen
in der vollst�ndigen Gffiziersuniform des Berliner Husarenkorps (seit keibkorvs- Husaren genannt, sp�ter Zieten-
husaren Nr. 2, heute Nr. 3), aber ohne Portepee, zeigt. Hier handelt es sich nicht uni einen Ainderanzug wie bei
dem Seite 5f abgebildeten Portr�t aus dem Charlottenburger Schlosse, sondern diese Uniform war den: Prinzen von:
A�mg besonders verliehen, ohne da� der junge Prinz nat�rlich in dieser Zeit schon Dienst getan h�tte. Die rote
Uniform f�r die Husaren, sp�ter durch Zieten weltber�hmt geworden, ist eingef�hrt worden, vorher, seit
bei der Errichtung bis war sie wei� gewesen. Vas Bild des Prinzen zeigt uns demnach eine der fr�hesten
Darstellungen dieser Uniform, (vgl. die Abbildung Seite 32.) Graf Tippe in seinem Husarenbuch (Berlin
schreibt Seite 70 unter Berufung auf handschriftliche Nachrichten: �Am 23. Juni" 5735, (mu� hei�en �passirte
das Regiment des Kronprinzen" (Nr. der� alten Armee) �die Spezial Revue. An der Hand des erlauchten Chefs
erschien dessen j�ngster Bruder August-Ferdinand als gemeiner Musketier. Der A�nig ernannte den Kronprinzen zum
Generalmajor und das kleinste Mitglied des preu�ischen Ariegsvolkes zum F�hnrich im Aronprinzlichen Regiment.
Demn�chst aber wurde demselben der Abschied als Offizier bei dem Aorps der hiesigen Husaren ertheilt." Auf dem
Vilde von Rusca von tr�gt der Prinz noch die Husarcnuniform. Im Jahre 57H0 wurde Prinz Ferdinand Chef
des Infanterie-Regimentes Nr. 3H der alten Armee, das nach der Ernennung des Prinzen zum Herrenmeister des
Johanniterordens das Areuz dieses Grdens in seinen Fahnen f�hrte.
Den Beschlu� dieser Ausf�hrungen �ber die Bildnisse des jugendlichen Friedrichs des Gro�en und feiner
Vr�der soll das bereits mehrfach erw�hnte von Rusca gemalte Bild machen, das die vier Br�der gemeinsam darstellt.
(Vgl. die Abbildung.) Der bereits 25j�hrige Aronprinz ist in der Uniform seines Regimentes (Nr. der 55j�hrige
Prinz Wilhelm in: gelben Roller seines A�rassier-Regimentes (Nr. 2), der 55 j�hrige Prinz Heinrich in der Uniform
des A�nigs-Regimentes (Nr. 6) und der 7j�hrige Prinz Ferdinand in der der keibkorps- Husaren dargestellt. Durch
die Nebeneinanderstellung der Erscheinung der vier Vr�der ist das Bild f�r uns von besonderer Wichtigkeit, da es
feste Anhaltspunkte f�r die Unterscheidung ihrer Jugendbilder gew�hrt. (Vgl. die Abbildung Seite 35.)
Ohne da� das urspr�nglich meine Absicht war, ist aus dieser Studie �ber dieJugendbildnisse Friedrichs des Gro�en
und seiner Vr�der eine Uniformstudie geworden, denn die Bestimmung der Uniformen zeigte sich nach mehreren
vergeblichen Versuchen als der einzige gangbare Weg, um in diese unklare und durch fr�here falsche Benennungen
ganz verfahrene Materie einigerma�en Ordnung hineinzubringen. Damit ist auch der Weg gegeben, um mir nicht
bekannt gewordene Jugendbilder der Br�der bestimmen zu k�nnen. Da� dieses Resultat aber erreicht werden konnte,
ist, wie ich zum Schl�sse noch einmal hervorheben m�chte, nur den Bem�hungen und Feststellungen des besten
Nenners auf diesem Gebiete, Herrn Dr. Almg in Weimar, zu danken, dessen hieraufbez�gliche briefliche Mitteilungen
ich zum Teil im Wortlaute wiedergegeben habe.
'Ueber den Maler Ru^a vgl.Hohenzollern.'Ialzrlmch Seite I<15, wo auch eine mangelhafte Abbildung des Nildes
bereits gegeben wilrde.
        
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