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Miscellanea Zollerana

Full text: Miscellanea Zollerana

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rechten Seite lag im Sarge ein schwarzer Hut mit einer wei�en
plume, auf meldten feine redite liant� gelegt �Dar. Unten auf dem
Ccppich stand ein C^bouret, auf welchem fei� ?�ctjr mit einem
goldenen blau emaillitten Kr�ck Knopfe '. fein Degen lind Sch�rpe,
�bers Kreuz gelegt waren, Ring� um den Sarg Iierum standen
2<$ Gu�ridons, auf welchen lOachslichter in silbernen ficiirbteni
brannten, und auf jeder Seite dos Fu�endes standen 2 filterne
Armleuchter mit brenn enden Lichtern, Da? Gesicht war �ach der
rechten Seite 311 gekehrt. In seinen Mienen fat; man nichts von
erlittenem schmerze, sondern ein feierlicher, ruhiger Ernst war �ber
sein ganzes Gesicht verbreitet. Er glich einem der �ber ein aus�
gef�hrte� gro�es- IVei� noch einmal recht nachdenkt, So war er den
ganzen Tag �ber non fr�h Morgens bis an den Abend zu sehen.
Jeder hiesige Einwohner, vom vornehmsten an bis 311m niedrigsten,
der B�rger und Soldat, kurz ein jeder konnte hingehen nnd seinem
geliebten ?au?>eSLu?ter Chr�nen des w�rmsten Dantes, f�r alles er*
zeugte �Nute, opfern. Unb fierait hat es wohl auch feiner so leicht
fehlen lassen, Diejenigen, welche man mit Gleichg�ltigkeit auf das
schlo� ins para�t 03 immer gehen fat}, kamen mit weinenden klugen
herunter, oder war es eine. (Gesellschaft, so sah man fie nachher
in stillen und ernsthaften Betrachtungen oertieft." Alelschke erz�hl!
bann weiter, wie der Einblick des toten K�nigs alle !>esncher so
gefangen genommen h�tte, da� ein gro�er Teil �berhaupt nicht
bemerkt h�tte, da� das Zimmer gelbe (Tapeten hatte nnd nicht
schwarz ansgeschlagen war. Die Zahl der Besucher an diesem einen
Cage wurde auf 2300O Nlonfche� gesch�tzt, bereits am Abend des
\r. Angust erfolgte die Beife^ung der ft'idjc in der Garnisonkirche,
w�hrend die feierliche leichenparade erst am 9. September staltfand.> Siefet hiorf (i'^l.die MbHIbiing) (>rfiii>ct sich beute Imtiobciijollrvtim�'!'!"!!,i?v uturbc Don Kiinig $ri�?la] IVilMmII.M p?mbei?eiiftenfrier ftit .^rirbrid;
bni (Broprn grtriujpii ntib fnm bnnn nle&K in �>te ?Tobnung bei Sro�cn li�nigs im
Stabtfdjloffe. Don l;ipr no�>ni ihn ttdjwlnn tnit, bet \tpt fpit� beut lllrtrir^atlHey jum
orten : ,,1'resented to die german iiniiun by Lord Willougby de Ereaby
through the gcrman ambas^ador couot Benwlorff." Brr ebenfalls POU i?npolcun mit
genommene Ppijhi �cs tSr��en KJnifli ifl Bnfd}t�un!wn.
Vei der Seltenheit von gleichzeitigen Darstellungen aus dein
Leben des Gro�en K�nig- hat dieses Btlb einen gro�e� liiert f�r
uns, um so mehr, als n.'ir �urd) die IX-rglcidningmit den gleichzeitigen
schriftlichen Schilderungen der 2Iufbaf)rung im Sta&tfdjloffe am
\ti, �lnguft feststellen konnten, da� der Maler So(f alle Einzelheiten
mit der gr��ten (Treue zur Varstcllung gebracht hat.
Gin Geburtstagsgeschenk f�r R�ntg
Friebrich-Wilhelm in. zum 5. August
?80?, Von Paul Seidel.
Im iioh,eu3olleru Muscnm befindet sich die Zeichnung
eines unbekannten K�nstlers, die f�nf Angcn darstellt.
Nach der Angabe auf der R�ckseite find die klugen der
K�nigin ?uife und ihrer ter �ltesten Rinder, des Kr�n
Prinzen Fricdrich'willzelm (IV.), &es Prinzen, sp�teren
Kaifers nnd K�nigs, Wilhelm, der prtngefftu Charlotte,
sp�teren russischen Kaiserin, nnd des am 29. Juni \hu\
geborenen Prinzen Karl, in diesem �^ilbe wiedergegeben.
Per Zufall f�hrte mir zwischen l?adjlafjfad^eu K�nig
Friedrich lvilhelms III,&as nachstehend abgedruckte Ge-
dicht in die H�nde, bas sich augenscheinlich auf diese Par*
stellnng bezieht und uns die Geschichte ihrer Entstehung
schildert. Ein Maler sei von feinen Freunden um das
8H& des gr��ten Redners gebeten worden und er habe
ihnen ein Auge gezeichnet, das mehr als der Mund imstande
sei, allen Gef�hlen Ausdruck 311 geben, was denn im
einzelnen n�her ausgef�hrt wird, Aus diesem Grunde
m�ge der Dater sich das yilb der fingen von Frau und
Kindern als Geburtstagsgeschenk gefallen lassen, da es
von ihnen allen 311 ihn� rede. Ver Harne des Dichters
oder wohl eher der Dichterin, den wir unter den Familie, i>
gliedern selber 311 suchen haben, wird leider nicht genannt.
CHarlottcnburg, den 3. August \bo\.
Mir ward �z�hlt, � ich wei� nicht wann? �
Was einst ein Makler sich ersann. �
In seiner Freunde Mitte
Chat mau ihm diese Vitlc:Die �tu.jciider K�niijinluise u�b ihrer vier�llc|lciiRinder |8*H. Zeichnung imF>i)l>e1130 [lern Mule�!�
        
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