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Miscellanea Zollerana

Full text: Miscellanea Zollerana

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des K�nigs." Die Eingabe, da� bit1w�nde aus Stukkaturarbeit mit
Gold bestehen, legt den Gedanken nahe, da� sie in �hnlicher Weise aus-'
gestattet waren, wiedie S'AUFriedrichs des (Sto�en imCharlottenburger
Schlosse, bei denen auf glattem farbigen Stuckgrundc dir vergoldeten
nnd zwar sowohl das im gerbst 1,7^6 durch Graf Ixotl^cnbtirg zum
preise von 2000 Talern aus paris besorgte Original wie die \7$9
auf Befehl des K�nigs durch Kanibly f�r (800 Taler gelieferte
Kopie. Das liier in der Abbildung wiedorgegobene 0herteif erm�g-
licht durch den vergleich mit dem Stiche den Nachweis der lieber-
einslimmung. Au�er diesem Dokumentenschrank erblickt man auf
dem 25ilde an M�beln mir noch im Hintergrund einen Wandschirm
und vorne link? den Sessel, auf deiu der K�nig liegt, und neben ihm
ein kleines Tischchen. Den verbleib des letzteren vermag ich nicht nach;
zuwciscu, jedoch der Sessel, auf dem der K�nig entschlafen ist, befindet
sich im Hohenzollern'Museum, nnd seine Abbildung zeigt, da� �3otf
auch hier die Naturporlage getreu wiedergegeben hat. Die (Ornamente
der Zeiten st�chen sind auf der Abbildung des Originals nicht sichtbar
geworden, sind aber dein Stiche entsprechend ebenfalls vorhanden.'
Nachdem wir so festgestellt haben, da� die Umgebung des
toten Herrschers in feinem Sterbt^ immer zu Sanssouci der Natur
nachgebildet war, d�rfen wir wohl die Schlu�folgerung ziehen,
da� auch die Darstellung des Vorganges selber zuverl�ssig ist. Es
ist wohl kanm anzunehmen, das; SodE der dargestellten Szene bei-
wohnen konnte, aber ausgeschlossen ist es nicht, da er nach der An-
g�be Nicolais 1786 in Potsdam lebte und bereits f�r den Prinzen
non Preu�en, den jetzigen neuen K�nig, einige Bilder in Dresden
kopiert hatte. Lr war also dem Herrscher genau bekannt und
Halle sicher keine Schwierigkeiten, Eingang in Sanssouci 311 finden.
Jedenfalls war ihm die M�glichkeit gegeben, zuverl�ssige (Er-
kundiguugen einzuziehen utib eingehend? Studien f�r sein 2?ilb
an �rt und Stelle 511 machend Mit dem Portr�t des Gro�en
K�nigs hat sich Hocf mehrfach besch�ftigt, so ist namentlich ein lebens-
gro�es Vrnstbild in Schabkunstmanier uou ihm werwoll, bas Zeigt,
wie er mit dessen Erscheinung v�llig vertraut war. Die
Darstellung des toten Herrschers auf dein Stiche ist daher
auch durchaus w�rdig und trotz der Kleinheit deZ Aopfes
vonansprechenderAehnlichkeil. K�nig Friedrich-Wilhelm II,
war bereits am Morgen des Todestages gegen drei Uhr
in Sanssouci eingetroffen, wo er den Minister von Herz^
l�erg und Generalleutnant Graf ran G�rz anwesend fand,
mit denen er das Sterbezimmer betrat. Veim Tode selber
waren anwesend gewesen der Leibmedikus Selle sowie
au�er einigen Lakaien die beiden Aammerhufaren Neu
mann und Sch�nina,, " Nach der Uniform zu schlie�en,
h�lt einer von diesen beiden den Kandelaber, mit dem
er den Leichnam beleuchtet, von den links und rechw
neben ihm stehenden Herren mu� einer der Doktor Seile
sein und hinter ihm werden zwei Lakaien sichtbar.
Gleich uach dem besuch des K�nigs wurde der
leichuam Friedrichs gewascheu uud angekleidet und in dein
benachbarten Ronzeitzimmer ans ein Feldbett gelegt. Hier
fab ihn bereits um vier Uhr der durch den Cod Friedrichs
zum Kronprinzen gewordene Friedrich 'Wilhelm (III.),
der �ber ein halbes Jahr sp�ter, am ?. AprilN6?, aus
der Erinnerung die Seite 2^0 wiedergegcbene Zeichnung
von dem Ausfeheu des Leichnams entwarf, an deren
Rand er folgende Schilderung schrieb: ,,l)er Hochseelige
K�nigFriedrich der 2 te wie er im Concert Zimmer
(Bbetiril t>th im �terb^iriitiict iiiE?irid^? &es (Pro�IC" flclj�nb*n llhvfd^iinfes,
vgl. die porige Abbildung, Zeichnung poti �tttr ?)
    
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