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Der älteste Sohn der Königin Luise und sein erster Erzieher

Full text: Der älteste Sohn der Königin Luise und sein erster Erzieher

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Diesen Entwurf scheint er bann aber liegen gelassen zu traben. Denn am 29. November klingt der Bericht de5 Cage*
buchs so, als wenn er einen neuen Entwurf begonnen habe (�w�hrend er eine Hermannsschlacht begann"), an dem
er noch am 2., 4., 5. und 6. Dezember arbeitete. U?ie faut der Prinz auf diesen Gedanken? Heinrich Kleifts
Hermannsschlacht entstand erst im Fr�hjahr (809, und es liegt auch kein Anzeichen daf�r vor, da� er RlopslockZ
Hermannsschlacht gekannt hat. $0 darf man wohl annehmen, da� der phantasievolle und mit stolzen Gedanken
erf�llte Prinz sich selbst in der Zeit der
preu�ische?! Not f�r den altgermanischen
Befreiungskampf begeistert hat.
Es war nat�rlich, da� die mannig-
faltige Zeichent�tigkeit des Prinzen allge
�nein auffiel und da� sich die Bewunderung
f�r sein Calent bei vielen stellen regte.
NUt feiner Zeichnung hat er jedoch so viel
Eindruck gemacht als mit einer �Schlacht
von 2itbefa", Me er im Oktober (807
anfertigte. Das Thema hatte ihn schon
im Dezember (806 gefesselt, und bereits
damals sprach man an der Tafel des
K�nigs in Gegenwart des Ministers
von Schr�tter davon, so da� der AAnister
die Zeichnung zu sehen verlangte. Zu der
Zeit, in der der Prinz an der Hermanne
schlecht arbeitete, schickte Delbr�ck der Gr�fin
?�toltfe, einer Hofdame der K�nigin, die
von dieser besonders gesch�tzt wurde und
sp�ter den bekannten Funker Marwitz
heiratete, und dann, wohl auf Anraten der
Gr�fin, der K�nigin selbst eine �Schlacht
von Arbcla", die sie ihrem Gatten zeigte.
l�?au mu� annehmen, da� es ein anderer
Entwurf war, als der aus dem Dezem-
ber 806; denn dieser war ja schon an
der k�niglichen Tafel bekannt geworden;
and) w�re es auff�llig, wenn Delbr�ck
ganz unvermittelt nach dreiviertel Jahren
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auf Me fr�here Zeichnung zur�ckgegriffen h�tte. (Es mu� sich um die Zeichnung
einer Schlacht handeln, deren Beginn nach Dclbn'icks Angabe auf den Pormittag des
25. Oktober 5607 f�llt; eine n�here Pr�zision dieser Schlacht fehlt zwar bei Delbr�tf.
AmNachmittag jenes Tages setzt der Prinz die Arbeit daran fort. Am f.November, an den! Delbr�ck das Vild an die
Hofdame schickt, wird er es fertig gehabt haben. Es war dein Erzieher eine Genugtuung, da� der trockene A�nig seine
�Zufriedenheit" mit der Zeichnung aussprach. Das Vlalt wurde nun schnell allgemein bekannt. Als der schwedische
Gesandte Vnnckmann am 6. Dezember eine gro�e Gesellschaft veranstaltete, hatten die Prinzen, wie Delbr�ck meldet,
�nach eigener Phantasie" � der phantasiereiche Urheber ist nicht schwer zu erraten - eine Akademie errichtet: es wurde
im Zeichnen, Schreiben, Tesen des Franz�sischen, Englischen und Deutschen Unterricht gegeben. Auf einem Tische
        
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