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Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : IX Der Röntgenschrank im Hohenzollern Museum

Full text: Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : IX Der Röntgenschrank im Hohenzollern Museum

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Kunst und Kunstgewerbe in den k�niglichen Schl�ssern
Von
Paul Seidel
IX
Ver R�ntgenschrank im Hohenzollern- Museum
M^as gr��te Prunkst�ck des HohenzollcrN' Museums unter feinen M�beln ist der von David R�ntgen f�r K�nig
Friedrich-Ivilhelm II. angefertigte Hchreibsekret�r in dem den Erinnerungen an diesen K�nig gewidmeten R�ume.
Die Abbildungen entheben mich einer n�heren Beschreibung der �u�eren Form, die der f�r die schrei bsekret�re vom
Ende des \B, Jahrhunderts �blichen im gro�en und ganZen entspricht. Auf dem dreiteiligen, nicht mit Ausz�gen,
sondern mit Schrankt�ren versehenen Untergestell liegt die nach hinten schr�ggestellte Alappe auf, die ge�ffnet die
Schreibplatte bildet. Ueber ihr erhebt sich das wieder dreiteilige CDbcrteil, bas von einem �beraus reich dekorierten
und unverh�ltnism��ig kr�ftig ausgebildeten Uhraufsatz gekr�nt wird. Die H�he des Hchrankes betr�gt 3,60, die gr��te
Breite \,52 Meter. Der Reiz des M�bels liegt nicht in dieser etwas schwerf�lligen Architektur des Aufbaues, auch
nicht in der reichen Dekorierung mit gut ausgef�hrten und vergoldeten Bronzen, sondern in der wundervollen F�llung
aller Fl�chen mit gut gezeichneten und vorz�glich ausgef�hrten fig�rlichen Einlagen aus verschieden gef�rbten und
polierten H�hern. Die technische Arbeit ist so vollkommen, da� noch heute diese (Einlagen, abgesehen von unwesentlichen
Besch�digungen, tadellos erhalten sind, und auch die k�nstlerische Wiedergabe der vorlagen steht auf solcher Hohe, da�
uns der Ruhm, den R�ntgen gerade durch diese Art Arbeiten erworben hat, v�llig verst�ndlich ist.
Der Inhalt der sieben nnt eingelegten Bildern geschm�ckten Fl�chen der Vorderseite des Schrankes ist leicht
verst�ndlich.' In der Mitte oben sehen wir die Bildhauerkunst dargestellt. Athene h�ngt an einer Marmors�ule das
Vild A�nig Friedrich-Wilhelms II. auf, dessen Name von einem Bildhauer in das Postament der 3�ule eingemei�elt
wird. Das storlr�t des A�nigs ist nicht in Holzeinlage hergestellt, sondern besteht aus einem gemalten Miniatur-
bildnis, das in den Rahmen aus eingelegter Arbeit eingef�gt ist. kinks und rechts an dieses Mittelbild schlie�en sich
Anmerkung. lieb� dem (Eitel: Schreibklappe an dem Zchieibfekret�r A�nigFriedrich�wilhelms II.von R�ntgen. Hohenz.-Muscuni.
1 vgl. die (Sefamtabbilbntig des S^franfes sowie die Sonberabbilbuntjen der einzelnen F�llungen.
        
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