Path:
Erziehung und Unterricht der Königin Luise

Full text: Erziehung und Unterricht der Königin Luise

120
fdioii auf der Universit�t im Ixatechisieren, d. h. m der Unterweisung von Rindern im Religionsunterricht, Ohne sein
Studium durch ein Eramen abgeschlossen 511 haben, ging er ini Jahre als Hauslehrer nach Hannover m dic
Familie eines ?egattonsra!s von hin�ber und bereitete sich w�hrend dieser T�tigkeit f�r seine theologische Pr�fung vor.
Nachdem or sich vergeblich um eine predigerstelle in seiner Heimatstadt beworben hatte, sein Ungest�m im Portrag
und seine aHju gro�e Lebhaftigkeit i.n He6cn und Gestikulieren beeintr�chtigten die Ivirknng seiner predigt
wurde er pom verzog Karl von 21 teileuhtra 511111 Unterricht seiner vier T�chter berufen. (Er �bernahm diese
Aufgabe nicht ohne gro�e bedenken und ohne ,furdn, aber die freundliche Art, mit der ihm fein� Sch�lerinnen
begegneten, mid die Anerkennung, die er
bei ihrem Vater und ihrer Erzieherin fand,
st�rkten bald fein Selbstvertranen und spornten
seine Kr�fte an. F�r die Lehrt�tigkeit scheint
er eine besondere Neigmig und besondere
gehabt zu haben. Und es wurde
daher aufrichtig bedauert, da� er die
schriftlichen, sorgf�ltig ausgearbeiteten Auf
Zeichnungen, die er seinem Religionsunterricht
zugrunde legte, nicht ver�ffentlicht hat, so
sehr seine Freunde ihn auch dazu dr�ngten,
w�hrend dieser Lehrt�tigkeit bestand er in�
seine Pr�fung und erhielt im
Jahre !784 die predigcrstelle in yollenstedt.
Auch dort war er als Erzieher und Lehrer
t�tig und nahm, nachdem er eine Prediger-
wchter geheiratet hatte, einige iunge
zu ihrer weiteren Ausbildung in sein l)aus auf.
war er in seinem eigentlichen Element,
als er durch die �bereifrige Empfehlung
wohlwollender Freunde im I?^, eine
Berufung als au�erordentlicher Professor nach
G�ttingen erhielt. In richtiger Bewertung
seines Aonnens �bertrug man ihm die
praktische Ausbildung der jungen Theologen,
dennoch f�hlte er sich, da ihm die wissen-
schaftlichen Grundlagen f�r eine akademische
Lehrt�tigkeit fehlte�, der Stellung nicht ge-
wachsen, so sehr er sich auch bem�hte, durch
K�nigin Kuife als H�nb I?>�), QJelijem�l&t im yol'cnzo�l's" � l?lufeum
weiteres Studium ihr gerecbt zu werden. Nieder als ?ozcnt noch als Nnwersit�lsprediger fand er Veifall und f�hlte
sich daher h�chst ungl�cklich. Gern �bernahm er nach zwei fahren die ihm angebotene 5uperintendentur in
an der �Vser, wo er eine neue segensreiche und ihn vollbefriedigende T�tigkeit entfaltete, beider nur f�r die kurze
Frist von drei Jahren. Er starb schon am 2. im Alter von H2 Jahren, und hinterlie� seine Witwe
mit sechs Bindern, wir ersehen aus seinem K'ebensgange, da� sein eigentliches Arbeitsfeld die Erziehung nnd Unter-
Weisung der Jugend war. F�r sein k�nnen auf diesem Gebiet und f�r den guten Einflu�, den er auf die Jugend
auszu�ben wu�te, spricht auch die Anerkennung, die er bei Fr�ulein von wolzogen nnd zumal bei seiner �ltesten
Sch�lerin, der Prinzessin Charlotte, gefunden hat, Dieser sandte er auch noch w�hrend ihrer Aonsirmationszeit
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.