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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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76. Vild. �Gouache"; abgeliefert am Juni f�r 30 Friedrichsd'or.
Ver Maler gibt dem Vilde die ausf�hrlichere Vezeichnung: �Seine Majest�t der Aaiser auf dem Turms von
Marly le Roi w�hrend der Schlacht am Mont -Valerien den 59. Januar
77. Vild. �Aquarelle"; abgeliefert am 22. Oktober f�r 30 Friedrichsd'or. Die Vezeichnung des
Malers lautet- �Der Aaiser auf der Batterie I., St. Cloud, am 29. Januar nach der Uapitulation von Paris."
Das Vuch vom Generalleutnant H. von M�ller, Kriegerisches und Friedliches �^37^, Verlin 5909,
dem die im Texte angef�hrte Beschreibung entnommen ist, gibt unser Aquarell im Titelbilde als photographie wieder.
79. und ?9. Vild. �Gouache"; abgeliefert am 2^. M�rz ;87q und am Mai f�r je 30 Friedrichsd'or.
Das 73. Vild tragt rechts unten die Signatur: �Fritz Schulz vi6it et pinxit"; beim ?H. Vilde fehlt der
Name des A�nstlers, der sich aus der Schatull-Huittung von Fritz Schulz ergibt.
Die Bezeichnungen des Malers lauten: �Die Gro�e Heerschau"; und: �Die Heerschau der Garde -tandwehr-
Regimenter auf dem tongchamp im Vois de Boulogne am 3. M�rz 5."
Die beiden Augenzeugen der Paraden sind Heinrich Abeken: �Ein stilles keben in bewegter Zeit", Verlin,
3. Auflage M1H, S. 53^; und Graf Fred Frankenberg a. a. V., S. 305 u. a. Ferner Prinz Kraft zu Hohen-
lohe a. a. V. IV, S.
Ueber den bemerkenswerten Ausdruck in der Ansprache des Aaisers, da� es die Vorsehung gewollt habe,
da� wir die Werkzeuge seien, und sein ausdr�ckliches Festhalten hieran vgl. k. Schneider a. a. G., III,S. 20^ff.
Diese wohlabgewogene Wahl des Ausdruckes dokumentiert die innere Auffassung des Aaisers von seinem Verufe in
demselben Sinne etwa, wie der A�nig vollbewu�t von �Gottes F�hrung" geschrieben und gesprochen hat, nicht von
�Gottes F�gung", wie dies ber�hmte Sedan-IVort so oft abgeschw�cht und verw�ssert zitiert wird; oder wie er seine
R�nigsw�rde �aus Gottes Gnade" hergeleitet wissen wollte, uni dem formelhaften �von Gottes Gnaden" eine
unzweideutige Auslegung zu geben; vgl. HohenZollern -Jahrbuch 5909, S. 85 f., beim 39. Vilde.
80. Vild. �Gouache"; abgeliefert am 5. April f�r 5^0 Mark. Die Weisung des R�nigs an das
Staatsministerium siehe bei Gustav von Go�ler, Wilhelm der Gro�e in seinen Veziehungen zur Aunst, Rede bei
der Jahrhundertfeier der A�niglichen Akademie der R�nste am 20. M�rz I897, Verlin 589?, S. 29.
Den Einzug schildert drastisch Prinz Araft zu Hohenlohe a. a. V., IV, S. H9?f.
von des Aaisers eigener Heimkehr in seine Hauptstadt gibt Helene von Bismarck, des Reichskanzlers
Rusine und Jugendgespielin, in ihren �Erinnerungen aus dem (eben einer 95j�hrigen", Halle a. S. 59^0, S. 590,
das stimmungsvolle, selbsterlebte Vild: In dem altbekannten einfachen Halbwagen fuhren die Majest�ten durch das
Vrandenburger Tor: �der Aaiser in dem historischen grauen Mantel mit dem Helm auf dem Haupte, die Aaiserin
in schwarz und wei� gestreiftem Umhang. Rein Gepr�nge von Fahnen, keine Ehrenpforten, kein Aufzug von Gewerk-
schaften. Und doch gab es wohl kaum eine Erscheinung, die so alle Gem�thcr bewegte, so tief, da� kaum ein
Jubelruf ausbrach, und nur gefaltete H�nde und Augen voll Thronen den heimkehrenden Herrscher gr��ten."
        
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