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Friedrich der Große und seine Leute : IV Graf Kurt Christoph Schwerin

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : IV Graf Kurt Christoph Schwerin

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a?s er ,74�' die Geschichte der beiden Sdjleftfdjen Kriege niederschrieb: �Schwerin ist voll Feuer, geeignet zu allen kurzen
un& raschen Unternehmungen; aber er hat keine Geduld 5111- Ausf�hrung von planen, die Kufyc und Nachdenken
erfordern; f�r seine Person besitzt er einen heroischen 2??uh" l
zahlreich,,' legenden haben sich um die Person Kurt Christophs gebildet. IMan sprach schon in, Sommer (7^^
von feinem bevorstehenden Abschied l'on der 2lrmee, der auf den eintritt des �sterreichischen Feldmarschalls (trafen
Samuel SdimettiUi in den preu�ischen Dienst zur�ckgef�hrt wurde, von feinem t�glich 511 erwartenden �Evbc infolge der
bei 21iolhin� erlittenen Kunden, von einer angeblichen politischen JTliffioit in I>lv^den. - Seine Abreist' von der Armee
im herbste \7W wurde auf die Eifersucht dos K�nigs zur�ckgef�hrt, l?ad} einer Dcrfton sollte dieser den Fcldmarschall
bei einem Briefe an seine Frau
�berrascht und nach der Lekt�re des
Briefes, der in den klugen Schwerins
nichts Belei�igcn�es f�r Friedrich ent
hielt, ihm befohlen haben, noch eine
f�r die t^eneralin fidiev unbekannte
Nachricht hinzuzuf�gen, n�inlich die
seiner Entlassung, wie �.'ine andere
Dcrfton behauptete, h�tt<> Schwerin
auf das Verlangen des K�nigs, ihn:
unumwunden zu sagen, was man im
publifum von ihm denke und spreche,
mit feiner �pommerschcn Gffcnheil"
i>erfd?te6enes wenig schmeichelhafte,
zuinal �ber den b�hmischen Fcldzug
non 174^, iE)iu erz�hlt; der K�nig
h�tte erz�rnt den Stod erhoben, sich
aber schnell gefa�t und, feine l)itze
entschuldigend, ihn aufgefordert, sich
eine Gnade auszubitten, und darauf
hin h�tte Schwerin feinen Abschied
gefordert.^ Nnd gleichwie �ber die
Ursache des Konflift?, so ist �ber
die 5?ers�hnu!ig gefabelt worden.
Friedrich, so erz�hlte man, traf auf
,fcItiTtuin\-i;nI[�ruf KuviCJiriflopt; 5ri;iwi'iiii. �>c[ijenitilbcniid; II.�tsne in fer �niipiftibEtfenanfiatt z!� t^ro^Sidjtcrfel�e
der Redoute den Bruder des Feldmarschalls, erkundigte sich nach Kurt Christoph und sagte ihm: �lNr��e Er ihn doch;
eg ist ein braver, verdienstvoller das ist wahr; allein er ist auck' eigensinnig und vergi�t, da� ich A�nig bin."
Andere wollten sogar wissen, da� er darauf an den Feldma�schall selbst geschrieben habe, �ob er nicht einmal wieder
nach Merlin kommen wollte." lind in pers�nlicher Aussprache h�tten sie sich dann ausges�hnt/'
wie wenig diese Anekdoten dem Verlauf der Tatsachen entsprechen, lehren die uns vorliegenden Briefe von
und die um so bedeutsamer sind, als sie gleichzeitig ein Helles auf beide Gestalten werfen.
1 Val. publifationen, 35b. t, 6. ?,^. Piofe (Ohtraftmfti? ist in ber Z?ie&erfrfjriftpdii i71r, fortgeblieben. - % vgl. l�?eyer, �5riefe
nus ber dos (Erftcii irdiIoftfdjE'til�tieges, S. (sof. �55. ((�"f- 2,^',. � 3 Hadj Gericht�',, bes (Siafcn l��aiitctiffct r�ti i.:vt (pg[, non �Dcbcr,
Aus vier I^l'rhu�dc'rtl'u, ��cuc ,folgo, 355�. 2, S, 27��f.), � * l'gl. Ungev, Anekdoten u,,!> Cbtivcifterjiigc, !?eft 13, 5. ftsf. � G vgl.Un�jer,
2(iieFbotCH un�t ?t;nraftcr3�ge, lieft I-, ?. 82 ff., mit n�heren Angaben �ber bas IPieberfetien Jriebridj und rtlnm-riu. Als
C5ero�lirsmfltni wird fjier ber KainnuTbnfar (Cauber genannt, lier bei K�nig (�?ebensbefc^rcibung Sdju'crius", 5. 33) Seybert ljcifjt;
ihm folgt Dcii'nlxigcn ,S. 230). � (1 Vgl. �Anhang"
        
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