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Die Tätigkeit des Grafen Rochus zu Lynar in Brandenburg

Full text: Die Tätigkeit des Grafen Rochus zu Lynar in Brandenburg

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Die T�tigkeit des Grafen Rochus zu ?ynar in Brandenburg
Don
Melle Alinkenborg
�Sinter den Pers�nlichkeiten, die im 3a Wu" e^ft dem Vrandendurgischen Staate un& Hofe ihre Dienste widmeten,
besa� Graf Hot^us zu Tynar oder, wie er sich selbst schrieb, Roch Graf Zu ?inar wohl den gr��ten Ruhm. Er hatte
sich bereits einen europ�ischen Huf erworben, als ihn im April \578 Aurf�rst Johann -Georg non Brandenburg zu
seinem obersten Vaumeistcr ernannte, weit �lteren Datums aber waren die ersten Beziehungen Tynars zu Branden
b�rg: 1^5^ und (563 begegnet er uns als franz�sischer Gesandter bei Joachim II. ?t�it dessen Hohn Johann'Georg
stand er feit \577 in engerer Verbindung. 3 dieser Zwischenzeit aber hatte ?ynar seine Stellung begr�ndete
Geboren am 25. Dezember \52o zu Maradia in Toskana nahm er fr�h Ariegsdieuste in Frankreich, hier
ist zuerst feine T�tigkeit als Ingenieur bezeugt. Er hat sich seit \56\ an dem Bau der Zitadelle von Metz beteiligt,
die bis als ein bedeutendes Festungswerk bestanden hat. Seitdem galt nun Cyitat als einer der ersten Kriegs*
baunmster jener Zeit; er war bald ein gesuchter Berater der d�rften, die wegen der ver�nderten Anbautechnik
NeubefestigunZen planten.
Durch seinen Anschlu� an die Hugenotten, der namentlich durch seine Heirat mit einer reformierten Franz�sin,
Anna von 2Nontot, verwitwete von Varb�, im Jahre herbeigef�hrt wurde, sah er sich in die Religiousk�mpfe
hineingezogen, die ihn vcraula�ten, Frankreich f�r immer zu verlassen. Er wandte sich zun�chst nach Aurxfalz,
dann nach Aursachsen.
Zum Aurf�rsten Johann Georg von Brandenburg gewann er wahrscheinlich durch die Vermittelung des
F�rsten Joachim-Ernst von Allhalt n�here Vezichungcn. Als dessen zweite Tochter Elisabeth sich im September
mit dem Aurf�rsten verlobte, zeigte der Anhaltiner dies dem Grafen als einem seiner trcuesten Dieuer an. letzterer
reiste darauf �ber Dessau nach Setzlingen, wo er der Hochzeit des f�rstlichen siaares am 6. Vktober beiwohnte. Seitdem
Anmerkung, lieber dem ?itel: Spandau im (7. Jahrhundert. Kupferstich in UTerians Topographia Brandenburgica
1 Die neueste Monographie cou H.Korn, Kricgsbannieiftcr Graf Hocfyus :^u iynar, beruht auf ausgebreiteten archwalischen
Stn&ien. Einige Angaben werden durch das am Schl�sse dieser 5?i33e ver�ffentlichte Aktenst�ck berichtigt.
        
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