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Der Brand der St. Nikolaikirche in Potsdam am 3. September 1795 und König Friedrich Wilhelm II.

Full text: Der Brand der St. Nikolaikirche in Potsdam am 3. September 1795 und König Friedrich Wilhelm II.

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In: 3Nai des n�chsten Jahres, \7tyfy, begann man mit dem Abbruch des Turmes und der Airche. Das
portai lie� man stehen. Am November des n�chstfolgenden Wahres starb der "K�nig, ohne da� eine K�nigliche
Order den Wiederaufbau der Kirche befohlen h�tte. So sah denn dag aufsteigende (9*3^r�?unocrt den Platz der
ehemaligen �adtkirche als einen w�sten Schutthaufen, aus dein das Anobelsdorfsche Portal a?s Vrandruine herausragte,
von den Potsdamer Soldaten spottweise das �vorhemdchen" genannt.
Erst imJahre gewann beim A�nige Friedrich wilheliilIII.der Plan, eine neue Airche f�r die Nikolai-
Gemeinde zu bauen, festere Gestalt. Durch den A�nigl. Gchcinicn Aabinettsrat Beyme erhielt der B�rgermeister weil
den Auftrag des A�nigs, zusannnen mit dem Hofprediger pischon folgende Fragen zu pr�fen:
5. ob der Wiederaufbau n�tig sei oder ob bei dein Vorhandensein mehrerer Airchen Arrangements getroffen
werden k�nnten, da� der Wiederaufbau cessicret, der Gottesdienstkultus aber hierunter nicht leidet,
2. welcher Platz der bequemste zum Wiederaufbau der Airchc sei.
Zun�chst wurde indessen auf Allerh�chsten Vefehl die Pr�fung der Frage zu vorderhand ausgesetzt. Weil
trat daher nur der Pr�fung der zweiten Frage n�her. Zu diesem Zwecke besichtigte er mit den: Geh. Rat tanghans
verschiedene Pl�tze in der Beide einigten sich schlie�lich dahin, das Ende der Waisenstra�e, unweit der Mauer,
in Vorschlag zu bringen. Ver Alan fand die Billigung des A�nigs, und Weil erhielt den Auftrag, die erforderlichen
H�user anzukaufen. Dies geschah alsbald. F�nf H�user, n�mlich die der Witwe Haberland, des Fuhrmanns Rose,
Wagenmeisters 5ellow, �chneidermcisters (oehr nnd der Tuchmacher Witwe Aaeschner, wurden erkauft. � Alles schien
in bester Ordnung zu sein, da trat der reformierte Prediger Cremer von der Heiligengeistkirche mit dem Vorschlage
an den Geheimen Aabinettsrat Ve^me heran, die bisher zur Heiligengeistkirche geh�rige reformierte Gemeinde von der
lutherischen zu trennen und mit der reformierten Gemeinde der Garnison kirche zu vereinigen, die etwa Personen
z�hlende Nikolai-Gemeinde zu zwei Dritteln der lutherischen Gemeinde der Heiligengeistkirche einzuverleiben und aus dem
�brigen Drittel eine neue lutherische Gemeinde bei der Franz�sischen Airche zu errichten. Dieser Vorschlag fand auch
des A�nigs ungeteilten Beifall, und da �berhaupt bei dem schlechten Airchenbesuch die allgemeine Meinung in Potsdam
dahin ging: �Wir haben Airchen genug, wir bed�rfen an Stelle der abgebrannten Airche keiner neuen," gab der
A�nig mittels Aabinetts-Groer vom Januar 5805 seinen Entschlu� kund, die Airche nicht wieder aufzubauen.
Er begr�ndete ihn mit folgenden Worten: �... Ich habe in Erw�gung de�en, da� es den �u�eren l^ulw� eher
bef�rdert, als demselben nachtheilig ist, wenn in weniger Airchen zahlreiche Versammlungen stattfinden, als wenn viele
Airchen nur von wenig Zuh�rern besucht werden, beschlossen, Meine schon bis zur Vorbereitung der Ausf�hrung
gediehene Absicht, die l
    
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