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Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : V Die Zimmereinrichtungen König Friedrich Wilhelms III und der Königin Luise im Potsdamer Stadtschlosse; VI Selbst- und Familienbildnisse des Hofmalers Antoine Pesne; VII Gottfried Schadows Statue: Die Hoffnung; VIII Frühstücksservice ... um 1780

Full text: Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : V Die Zimmereinrichtungen König Friedrich Wilhelms III und der Königin Luise im Potsdamer Stadtschlosse; VI Selbst- und Familienbildnisse des Hofmalers Antoine Pesne; VII Gottfried Schadows Statue: Die Hoffnung; VIII Frühstücksservice ... um 1780

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der f�nfte in Berlin pesne es war, der durch sein gro�es Atelier eine umfangreiche kehrtatigkeit in Berlin aus�bte un6
dadurch wenigstens einigen Ersatz f�r den Mangel jeder offiziellen (Belegen in der Malerei Ausbildung zu finden, schaffte,
pcsncs T�tigkeit als Portr�tmaler blieb ferner nicht auf Berlin beschr�nkt, sondern erstreckte sich �ber fast ganz Nord^
dcutschland, indem sich die Mitglieder der f�rstlichen h�ufer entweder bei einer Anwesenheit in Berlin von ihm portr�tieren
lie�en, oder der A�nstler sich in ihre Residenzen begeben mu�te, um den zahlreichen ehrenvollen Auftr�gen gerecht zu werden.
Vie sch�nsten Vildnisse Aesnes sind aber nun nicht diese Vildnisse von Damen und Herren der h�chsten Areise,
bei denen er oft seine eigenen k�nstlerischen Neigungen den von anderen konventionellen Gesichtspunkten ausgehenden
Anforderungen unterordnen mu�te, sondern
an erster Stelle stehen die Portr�ts seiner
Freunde und Kunstgen�ssen sowie die seiner
selbst und seiner Familienmitglieder, bei denen
er sich ganz und gar von k�nstlerischen R�ck-
sichten leiten lassen konnte. Vas hervor
ragendste dieser Familienbildnisse ist das gro�e
Vild im Neuen Palais vom Jahre
das den A�nstler darstellt, wie er in seinem
Atelier Frau und Rindern seine letzte auf
der Staffelei befindliche Arbeit zeigt. Vas
Vild (vgl. die Tafel) gew�hrt eine vorz�gliche
Vorstellung von des A�nstlers malerischem
A�nnen sowie auch von feiner gewinnenden
Erscheinung und dem Aussehen seiner an
scheinend mit Recht wegen ihrer Sch�nheit
ger�hmten Frau und dem seiner Ainder. Vie
zwanglose nat�rliche Gruppierung der Figuren,
die leuchtende und harmonische Farbcngebung
r�cken den A�nstler in die erste Reihe der
franz�sischen Maler des Jahrhunderts.
F�r die kebens- und Entwickelungs-
gcschichte pesnes hat dieses Vildnoch dadurch
eine besondere Vedeuwng, da� er mit ihm
bei der pariser Akademie der A�nste die Zu-
lassung seiner Bewerbung um die Mitglied
schaft beantragte. Vie am Sonnabend, dem
2l,. November versammelten Akademiker
2lntoiite P�nt: Erster Cmtrurf des K�nstlers zu seinem Familie� bilde �on \7\S
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