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Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : V Die Zimmereinrichtungen König Friedrich Wilhelms III und der Königin Luise im Potsdamer Stadtschlosse; VI Selbst- und Familienbildnisse des Hofmalers Antoine Pesne; VII Gottfried Schadows Statue: Die Hoffnung; VIII Frühstücksservice ... um 1780

Full text: Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : V Die Zimmereinrichtungen König Friedrich Wilhelms III und der Königin Luise im Potsdamer Stadtschlosse; VI Selbst- und Familienbildnisse des Hofmalers Antoine Pesne; VII Gottfried Schadows Statue: Die Hoffnung; VIII Frühstücksservice ... um 1780

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grazi�s..' vergoldete Stuckdecke erfreu! den Veschauer ein jedes 21Tal von neuem und regt zugleich unsere Phantasie dazu
an, die Fracht und den k�nstlerischen Geschmack der Friderizianischcn Zeit uns anzumalen. Aehnlich geht es uns
in dem daransto�enden Wohnzimmer der K�nigin. Vie auf perlfarbenein Atlas von l)einitscheck mit chinesischen von
naturfarbenen Blumen durchflochtene, in Gold gestickte, Tapete mu�te einem einf�dln blauen Seidenstoff weichen,
der 2Narmorka,nin wurde durch einen Kachelofen ersetzt, und nur die kostbare vergoldete Stuckdecke und die
wei��berstrichenen Schnitzereien der T�ren erz�hlen auch hier von der alten pradit. 23ci der Beschaffung von
?TtobiHat wurde mit der gr��ten sparsam
keit vorgegangen, w�hrend f�r den Salon
wenigstens einfache, der neuen Einrichtung
entsprechende, wei�lackierte und vergoldete
St�hle und Sessel beschafft wurden, entnahm
man das 21taljagoni*5ofa und die Sessel,
beide mit schwarzen Ro�haar�berz�gen, f�r
das Wohnzimmer aus den Best�nden des
2Narmor palais.
Das danebenliegende dreifcnstrige
Eckkabinetl wurde zum Voudoir der A�nigin
eingeri�itet, nachdem die in chinesischem
Geschmack hergestellte reiche Dekoration
wieder mit Ausnahme der Decke entfernt
und durch einfache Papiertapeten ersetzt war.
Hier standen der vom Tischler t)amann
gelieferte und von Joh. Thr, Ermisch in
Berlin mit fein vergoldeter Bronzearbeit
verzierte Schreibtisch der Aonigin svgl. die
Abbildung), ihre beiden ganz einfachen
V�cherspinde und ihr Divan. In dem
einfenstngen Schlafgcmach , das unter
Friedrich dem Gro�en nicht so reich
dekoriert war, wurde endlich der bisherige
Zustand g�nzlich beseitigt und eine ein-
heitlich neue Dekoration geschaffen. Die
mit rotem Papier beklebten W�nde wurden
v�llig mit Vorh�ngen von wei�em durch-
sichtigem �Aleider Flohr" bekleidet, die
Vcttnische von Niedlich als Rosenlaube und
Schreibtisch der K�nigin tuife im polsbamer Swbtfdjl�^e
die Decke nnt fliegenden V�geln ausgemalt. Die Skizze f�r die Dekorierung der Veltnische von Schadows l)and
hat sich erhalten und ist Seite 264 abgebildet worden. Es verlohnt sich nicht, die in den Rechnungen genannten
M�bel hier s�mtlich aufzuf�hren, erw�hnt soll nur werden, da� der Bildhauer Rauch, damals noch Aanunerdiener
der K�nigin, an� 2Y. 2N�rz �ber den Empfang von drei�ig Talern f�r die Anfertigung eines schlafenden
Anpido und zwei Gef��e liquidiert, die sich nicht mehr nachweisen lassen, jedenfalls aber zu den fr�hesten Arbeiten
des sp�ter so ber�hmt gewordenen Bildhauers geh�ren.
' Pie Tischlerarbeit kostete [\2 Cal� und die Brottje�ttcit 66 tialcr.
        
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